Mittwoch, Jänner 31, 2007

Ab in die Mitte II

Unsicher wie gefährlich es ist, dein Unterfangen weiter fortzusetzen, lässt du dich auf einer der Treppenstufen nieder und blinzelst verängstigt im Kreis. Die Brille, die aufgrund der Hitze ohnehin schon einen Zustand der Dauerbeschlagenheit angenommen hat, verfärbt sich zusätzlich noch milchiger und nun bringt auch das Auf und Niederschlagen der Augenlider keinen nachweislichen Seherfolg mehr ein. Das Brummen hingegen, scheint sich nicht mit solchen Problemen herumschlagen zu müssen, denn es wächst und gedeiht gegenüber deiner voranschreitenden Sehbehinderung. Das einzige was bei dir zunimmt, bis auf deine Angst in eine brenzlige Situation zu geraten. Das Brummen wird tiefer, das Brummen kommt immer näher, das Brummen ist schon fast da. Und schließlich, du wischst bereits über die Gleitsichtgläser deiner Brille, wie die nervösen Gummiblätter über die Windschutzscheibe eines alten Golfs, steht das Brummen genau hinter dir.

Ob es wohl kurz vorbei könnte, fragt es dich höflich und schreitet auch schon weiter. Verliert wieder an Tiefe, Größe und schließlich auch an Gestalt. Und du denkst, schon lange nicht mehr ein solch höfliches Brummen gesehen zu haben. Wenn überhaupt schon jemals ein solch Liebenswertes dabei gewesen sein sollte. Es mag durchaus sein, dass das Brummen sogar ein wenig gezwinkert hat. Beschwören würdest du es nun zwar nicht mehr wollen, du bist aber generell eher ein Abschwörer, doch nun ja, es ist wie es ist. Nicht wahr?
Komisch nur, dass das Brummen so menschlich ausgesehen hat. Die Stiefel, der Spazierstock, irgendwie könntest du das Alles rechtfertigen. Aber die Schirmkappe, die gibt dir schwer zu denken. Noch dazu aus braunem Kord. Zeig mir ein wirklich ernstzunehmendes Brummen, sagst du ganz trocken zu dir selbst, dass bei einem Spaziergang zur Mitte der Erde eine Schirmkappe aus braunem Kord trägt. Betrübt stellst du fest, dass auch in diesem Bereich auf Erden einfach nichts so ist, wie es früher einmal war und verstehst zum ersten Mal deinen Vater. Deinen Vater, wenn er mit Predigerstimme lobt, wie die Zeiten waren und längst nicht mehr sind. Und wie er freudestrahlend erzählt wie schön es war, damals, zu Fuß zu marschieren, die nächsten zwanzig Kilometer zur Schule, und das bei einem Meter Neuschnee. Jeden Tag. Jetzt weißt du er hat Recht, und grübelst über den Schnee nach, den du selbst so gut wie nie zu Gesicht bekommst. Für soviel Neuschnee lohnt es sich ein Wagnis einzugehen. Wenn nicht für Schnee, für was denn dann, pflichtest du dir selbst bei und setzt deinen Weg fort. Erinnert an dein Vorhaben, das Rätsel des Klimawandels zu ergründen.

Immer noch ist links der Weg an dem zu rütteln es nicht gilt. Weil es nicht geht und weil es scheinbar nun mal so vorher bestimmt ist. Das Magma um dich herum nimmt noch wärmere Rottöne an, gibt auch etwas mehr Wärme ab, als zu Anfang deiner Reise. Du denkst, dass man Magma eben mag, aber dass du bis jetzt auch ganz gut ohne glühende Substanzen ausgekommen bist. Ausgenommen der glühenden Verehrung die du für deine Lehrerin in der zweiten Klasse der Volksschule Grinzing gehegt hattest. Frl. Fritzchen hieß die Gute und noch heute treibt dir ihr Bild im Kopf die Röte in die Wangen. Sie war die Frau deines Lebens, die Frau die man nur einmal trifft! Dann vielleicht täglich, außer Samstag und Sonntags, für vier Jahre, aber alleine, was bringt es, wenn man nicht älter las zehn ist, und Frl. Fritzchen verlobt mit dem stellvertretendem Leiter der Zentralsparkasse? Noch immer frustriert dich der Gedanke an diese traurige Phase deines Lebens. Du warst froh, die Volksschule endlich verlassen zu können und Größerem entgegen zu schreiten. Bliebst aber förmlich postwendend an Frl. Schmiedinger hängen. Der Musikprofessorin, die die Unterstufen deines Gymnasiums betreute. Eine schöne Frau, für wahr. Die Haare, zu einem strengen Knoten in Nacken gedreht, deuteten auf Spanischen Wind hin. Schwarz und glänzend wie die Nacht dunkel ist. Nur der Name rasselt etwas in den Ohren, wie Blechdosengeschepper hinter Hochzeitslimousinen. Aber mochten die anderen Jungs nur wählerisch sein, du konntest mit geschlossenen Augen ganz gut so tun, als ob Fr. Schmiedinger im wirklichen Leben Sig. Castagnella heiße und Zitronenpflückerin und Flamencotänzerin an der südlichen Agave sei. Tag und Nacht, Nacht und Tag_deine kleinen Bubenphantastereien hingen ihr am sinnlichen Mund. Doch auch sie war vergeben und versprochen. Zwar nicht dem Stierkämpfer Antonio, doch immerhin dem reichen Heurigenwirt Ferdinand Schober, den von der Angel zu lassen sie verständlicherweise nicht gewillt war.

Ab in die Mitte I

Wenn sich das Raum – Zeitkontinuum dann endlich verschoben hat, und den Blick auf das Innerste der Erde frei gibt, dann erklärt sich ein gewisses Kribbeln im Bauch ganz von selbst. Die Spalte ist tief, eher schon ein Krater, und rote Glut ziert die Wände, so tief hinab wie dein Auge_nblick reicht. Rinnt gleichförmig in kleinen Rinnsalen die Erdkruste hinab, um anzukommen auf der anderen Seite. Ein überraschender Anblick denkst du, und bist erstaunt über diese Verwunderung. Immerhin ist Klimawandel in aller Munde. Ist Eisschmelze auch nicht mehr das was es einmal war. Ist sogar beim ORF schon bekannt, um wie viel schneller sich die Welt jetzt dreht.

Das im Winter die Vögel zwitschern, während sie in der warmen Jännersonne über die Gänseblümchenwiesen streifen. Munter herumhüpfend und jubilierend wie zur Maienhochzeit. Das im Juli der Eishagel die Kornähren fällt. So das sie sich auf verbrannter Erde ausstrecken, wie verwundete Soldaten, sich tod stellen, nicht auffallen wollen. Oder umfallen. Das der Sommer kein Sommer mehr ist, und der Winter kein Winter.

Aber jetzt wo du des Rätsels Lösung gar so nahe bist, wird das Kribbeln immer stärker. Und du überlegst ob es nicht vielleicht an der Wärme liegt, die die Erdspalte abgibt, dass dein Blut ein wenig aufkocht. Wie auch immer, es geht weiter. Muss es auch, den jetzt umzudrehen und dem Erdinneren die Tür vor der Nase zuzuschlagen, wäre nicht nur nicht naseweis, sonder dumm. Im herkömmlichen Sinne. Es gilt Rätsel zu lösen, Wunder zu enthüllen und Antworten zu finden. Allein die Ausrüstung lässt dich zweifeln. Immerhin warst du auf solch einen herzerwärmenden Spaziergang nicht vorbereitet. Du trägst den alten Lodenmantel, wenigstens festes Schuhwerk und ein halb geschmolzenes Snicker mit dir herum und bist nicht sicher ob das alleine ausreichen wird für solch einen abenteuerlichen Ausflug. Doch frisch gekocht ist halb gewonnen und du setzt deinen Weg unerschüttert fort.

An der linken Seite befindet sich eine eng bemessene Wendeltreppe, die in alter Jules Verne Manier immer kleinere Formen annimmt und schließlich mit der Finsternis verschmilz, was dich nicht davon abhält genüsslich deinen Schokoriegel abzuschlecken, bevor er dir unter den Fingern zerschmilzt und pfeifend weiter hinab zu gleiten. Jesus und Maria rufst du innerlich, du wirst bestimmt berühmt werden. Einen Eintrag im Lexikon siehst du schon vor dir, und mit etwas Glück, das Privileg einer neuen Kaffeesorte den Namen geben zu dürfen. Karl – Werner Gold. Oder K.W. Gala. Ganz abgesehen davon, dass alle Geschichtsbücher umgeschrieben werden müssen. Die Weltgeschichte wird soeben neu erfunden. Du heftest dir ein Post - it ans Hirn, bei Rückkehr Papieraktien einkaufen. Vielleicht auch Druckertinte? Der Erfolg wird dein sein. Es wäre auch das erste Mal, dass sich in deinem Leben Glück und Zufall die Hand geben. Da passiert es sogar öfter dass sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen. Oja, du hast es selbst gesehen. Obwohl du selbst ja mehr der Typ zum Übersehen bist. Hast dich eingefunden in die Nebenrolle im Hauptleben und abgefunden mit dem Durchschnitt deiner eigenen Existenz. Aber dieser Zwischenfall auf dem Weg zur Schule, der mischt die Karten neu. Mal sehen was dir in die Hände fällt.
So schreitest du also die Treppe weiter hinab, das Licht wird düsterer, gleichzeitig nimmt die kribbelnde Hitze zu. Und du beschließt als erste Gegenmaßnahme, den alten Lodenmantel über Bord gehen zu lassen. Besser gesagt befestigst du ihn am Treppengeländer. Das Innere der Erde ist gut gesichert musst du zugeben. An einen grenzenlosen Fall ist nicht zu denken, nicht mal ein Durchfall liegt nahe. Das Geländer ist eng gestrickt. Die Kurven werden mit jeder Runde enger, die Treppe jedoch nicht steiler. Trotzdem dreht es dich schon ein wenig, denn du gehst seit zehn Minuten nach links und noch ist kein Ende in Sicht. Noch am überlegen ob du dich auch deinen Pullovers, den du aufgrund des eisigen Juniregens herausgekramt hattest, entledigen sollst, hörst du plötzlich ein Brummen, das dir durch Mark und Bein fährt.

Mittwoch, Jänner 24, 2007

Die Kraft von Wort und Schrift

Sicher kennt jeder die zwei Fragen, die einem Romanautor am häufigsten gestellt werden: Worum geht es in diesem Buch? Und ist es autobiographisch? Die Fragen und die Antworten darauf empfand ich noch nie als besonders interessant - Ist der Roman gut, dann ist beides irrelevant. […]; ein Erwachsener sollte auch wissen, dass es nicht darauf ankommt, ob ein Roman autobiographisch ist oder nicht – es sei denn er ist hoffnungslos naiv oder sonst wie unbedarft in der Welt der Literatur.

John Irving 1998,
Deutsch von Johannes Sabinski
„Garp und wie er die Welt sah, Ein Nachwort“

Oder mit anderen Worten, wenn dir meine Geschichte nicht gefällt, sag mir, was dich daran stört, und ich werde es so verändern, dass du sie glaubst. Die Kraft die sich aus einer Geschichte entfalten kann, die doch nur aus einer Summe von zusammengefügten Worten besteht, ist nahezu unermesslich. Beinahe magisch. Obwohl doch das Spiel mit den Worten eine eher nüchterne Angelegenheit darstellt, kann man sich mit nichts länger beschäftigen, als mit dem interpretieren einer Geschichte. Natürlich ein Wort bleibt ein Wort, ein Satzzeichen ein Satzzeichen und ein Rechtschreibfehler ein Rechtschreibfehler. Dativ, Genitiv, die Hand hebt sich zum gähnenden Mund. Es ist als ob Picasso uns etwas über Farbpigmente und die verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten einer Leinwand näher bringen wollte. Erst wenn das Werk vollendet ist, bietet sich für Alle von uns der beste Teil des Dramas dar. Was kann ich in diese Geschichte, in dieses Bild, hineininterpretieren, und wer von uns hat am Ende Recht?


Obwohl ich niemanden von euch diesen kleinen Spaß verderben will, liegt es mir doch nahe, euch meinen Blick auf diesen Aspekt des Schreibens darzulegen. Nehmen wir doch nur mal an, du kennst eine Person, die wieder rum eine Person kennt, die ein Märchen verfasst hat. Würdest du sie anrufen und erstaunt fragen, ob sie letzte Woche wirklich eine Fee getroffen hat. Denk einen Moment darüber nach!

Obwohl ich es wundervoll und befriedigend finde, dass ihr euch alle so viele Gedanken um meine schriftlichen Ergüsse macht, würde es mich noch mehr freuen wenn ihr das Licht mal aus einer anderen Ecke darüber scheinen lassen würdet. Natürlich sollte man einen Anstreicher auch fragen warum er denn diese oder jene Wand gerade karmesinrot gestrichen hat, man sollte ihn aber auch aufgrund der Farbmischung, Pinselauswahl und Untergrundpräparierung loben.

Obwohl ich es schön finde, dass meine Erzählungen scheinbar so glaubhaft sind, rate ich euch doch an, mich im herkömmlichen Sinne, beim Wort zu nehmen. Stellen wir uns vor, wir treffen uns alle zu einem gemütlichen Abend. Ich erzähle euch die Neuigkeiten aus meinem Leben, die tags darauf in veränderter, wahrscheinlich dramatisierter Form, im Internet erscheinen. Glaubt das, was ihr aus meinem Mund habt.

Und zu guter Letzt…

Ich persönlich bin der Meinung, dass in jeder Geschichte ein kleiner Funke, und sei es auch nur der kleinste Teil des Ganzen, Wahrheit und Autobiographie steckt. Aber ihr wisst doch Leute, nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

Mittwoch, Jänner 17, 2007

Drachentöterin

Und wenn das weiße Licht zuckt und ruckelt, fühlst du dich frei und auch ein bisschen abenteuerlich. Ausgezogen um die Welt zu erobern, dem letzten Drachen das Fell abzuziehen und es dir daheim über die Zentralheizung zu tackern. Eine Heldin in schwarz-weißen Ringelstrupfhosen. Die Rauchschwaden, die dir die Luft zum atmen nehmen und Brennen an der Hornhaut verursachen, Nebelschwaden kurz vor der Drachenbehausung. Das schwarze Loch, das die nicht beleuchtete Bühne in den Raum frisst, der verborgenen Eingang der Höhle. Ein Warnschild. Vorsicht, freilaufender Drache.

Noch eine Trophäe, wirklich die Letzte. Ein Vorsatz, ein Entschluss. Nach heute ist Schluss damit. Nach Morgen. Spätestens aber nach nächster Woche. Die Schatzkammer ist voll von unnützen Gegenständen, nein, Erinnerungsstücken. Der Ballast nimmt zu. Der Platz, proportional dazu ab. Keine Zeit für nicht zielgerichtete Zeitvertreiber. Höchstens für einen zwischendurch. Halb neun in Österreich!

Da, dass wutschnaubende Unwesen. Du nimmst Maß an seinem Kopf, er würde sich gut über Billy machen. Das Ikea-Sideboard schreit förmlich nach solch einem Schmuck. Macht Massenmöbel individuell und kostet weniger als ein neuer Anstrich. Locken und braune Augen, passt zu deinem Stil. Höchstens achtundzwanzig Jahre jung, im besten Mannesalter. Wenn du Glück hast Arzt, so einer fehlt dir noch.

Bereit zum Angriff? Also lachen, tanzen und verdammt noch mal so aussehen, als ob man sich bestens amüsiert. Die langen Haare fliegen im Wind um die Wette und die Gliedmaßen räkeln und schütteln sich. Scheinen Musik auszuströmen, sind Musik. Die Zähne zeigen. Die Lippen schürzen, Bauch rein, Po raus. Du bemühst dich, mühst dich ab. Eine Plackerei. Schweiß am Haaransatz. Es wirkt. Angebissen.

Der Drache kommt näher und dein Schwert juckt in der Scheide. Nur nichts übereilen. Sein Vertrauen gewinnen. Du bist die weißgewandete Jungfrau, unschuldig und rein. Trübst kein Wässerchen, denkst nichts Böses. Du bist das Opfer. Sein Opfer. Er wittert und der Geifer steht ihm im Mund, um den Mund herum. Sein Schwanz zuckt und du kannst es fühlen. Meisterin deines Faches. Geblendet kommt er näher. Weiß nicht wo er lang läuft, wo er hin läuft, dass er ins Verderben läuft.

Er spricht mit dir, will dein Vertrauen gewinnen, du erkennst das doppelte Spiel. Spielst es mit. Läst dich treiben, nimmst es an. Die Herausforderung. Gehst darauf ein und mit. Mit, mit ihm in seine Höhle. Das schwarze Loch, tief im Inneren der Erde. Wo es dunkel ist und schlecht riecht. Nach Moder und Verwesung. Du riechst es, riechst schwer, bekommst schwer Luft. Die Luft ist viel zu dünn und erfüllt von dem Schmerz, den dieses Spiel bereitet. Kein lustiges Spiel, nicht unbeschwert. Es gibt immer einen Verlierer, aber du willst es nicht mehr sein. Warst es schon lange nicht mehr.

Der Preis eines ewigen Gewinners liegt in der Ermangelung der Freude am Spiel. Wer sich freut kann sich nicht konzentrieren, du weißt das. Die Gefühle stören hier nur. Erschrecken dich nur. Wer fühlt kann sich auch gleich selbst einen Arm abschneiden. Kann auch gleich freiwillig aus diesem Spiel ausscheiden. Sich selbst rauswerfen. Disqualifizieren.

Du fühlst nichts, aber du erkennst den Moment seiner Schwäche. Ziehst dein Schwert, stößt zu. Hast ihn erlegt, wiedermal. Bist in Gedanken schon im Baumarkt, kaufst Dübel um die Trophäe zu montieren. Wo fällt das Licht am schönsten ein? Die Zigarette danach. Die Siegerzigarette. Du überlegst auf Zigarren umzusteigen.

Es ist nur ein Deal, der perfekte Deal. Das weißt du eigentlich auch. Du weißt soviel. Viel zu viel. Du wärst viel lieber Nichtwisser und erinnerst dich wehmütig zurück an die Zeit in der du das Spiel noch für Ernst genommen hast. Für bare Münze und wahres Leben. In der du gespielt hast, des Spieles wegen und nicht wegen des Gewinnens. Aber mit der Einsicht kommt die Absicht. Du fühlst lieber nichts als Schmerz und wenn du dir selbst das Märchen von der starken Drachentöterin erzählst, tut es weniger weh.

Zuhause betrachtest du deine Auszeichnungen, wie sie da hängen, alle in Reih und Glied. Hätte eine von ihnen derjenige sein können der dir hilft dein Leben neu zu ordnen, damit du es nicht mehr ausschmücken musst mit Kram und Tand. Die Chancen dass es nicht so ist, sind höher als umgekehrt und auch das weißt du. Eigentlich spielst du nicht mehr. Du hast schon verloren.

Samstag, Dezember 30, 2006

Lange Liste

Dass mein Kuli mal wieder den Geist aufzugeben scheint, liegt wahrscheinlich auch nur daran, dass die Liste der guten Vorsätze jedes Jahr lang und länger wird. Was wollen wir nicht Alles verändern, was soll sich Neues ergeben, wohin wird uns 2007 treiben?

Die Nr. Eins der beliebtesten Vorsätze ist wie jedes Jahr, mit dem Rauchen aufzuhören. Jetzt mal ehrlich, steht das nicht auch bei ihnen jeden Ersten des neuen Jahres wieder am Programm? Schwer gefolgt von dem guten Vorsatz mehr Sport zu betreiben, öfter vor die Tür zu gehen und das Leben etwas mehr zu genießen! Leicht gesagt, schwer umgesetzt…weil man doch meistens verkatert und genervt vom plötzlichen Nikotinentzug vor dem Fernsehbildschirm hängt.
Netter zu den Mitmenschen zu sein, auch ein schön gelesener Vorsatz! Hängt sich aber genau wie Vorsatz zwei an den oben genannten Begleitumständen auf.
Es ist doch schwerer als man denken mag, sein Leben von null auf hundert umzugestalten!

Warum nicht die besinnliche Zeit ausklingen lassen, ruhig und gefasst? Und wenigstens einmal in seinem Leben keinen Vorsatz fassen, außer dem, keine Vorsätze zu fassen, die man dann doch nicht einhält! Zurück sehen auf das Jahr 2006 und sich selbst loben, für Alles, was man im vergangenen Jahr gut gemeistert hat, und stolz auf sich sein. Denn ich bin mir sicher, wir Alle haben ein Recht darauf! Ein Recht darauf, mit sich selbst zufrieden zu sein!

Und dann, wenn das neue Jahr sich still und heimlich eingeschlichen hat, und die ersten neuen Wochen wieder vergangen sind, nehmen wir uns vor nicht Alles auf einmal zu wollen. Sondern einfach jedes Monatsende Bilanz zu ziehen. Denn kleinweise fällt es uns vielleicht nicht so schwer, die Dinge die uns nicht gefallen, zu verändern.

Der Vorsatz für 2007 lautet also, nicht wieder so viele gute Vorsätze zusammenkommen zu lassen, sondern gleich von Anfang an und konsequenter als sonst, das Leben so zu leben, wie wir es für richtig halten.

Viel Glück und Gesundheit!

Montag, Dezember 18, 2006

Niemand ist eine Insel II

Dass um mich herum Fähren derzeit Hochbetrieb haben, liegt bestimmt auch nur daran, dass Herr Simmel falsch recherchiert haben muss. Denn ganz im Gegenteil zu seiner Behauptung komme ich mir nicht nur so abgesondert wie eine Insel, nein fast schon so kämpferisch wie ein Freistaat vor. Das Klima ist rau dieser Tage, Orkane wüten, Tsunamis, die die privaten Fernsehsender wieder für ein ganzes Jahr mit Filmstoff versorgen werden. Menschenopfer, Unglücksfälle und Schicksalsschläge ohne Ende.

Mit einem Wort, meine Insel ist ein ausgerufenes Krisengebiet!

Natürlich liegen noch Mitstreiter auf meinem Längengrad. Andere Inseln, Halbinseln und irgendwo in weiter Ferne auch das Festland. Dazwischen Luxusdampfer und Flugzeugträger! Doch der Weg an meine Küste ist weit, der Strand selbst ist gefährlich zu erreichen, voller scharfer Klippen. Die See begehrt auf und direkt vor meiner Anlegestelle ist da auch noch dieser verdammte Strudel, der ähnlich wie ein Bodygard funktioniert. Jeder der sich nähert wird zermalmt!

Bei mir blüht die Vegetation, die Paradiesvögel singen, doch niemand wird es je sehen. Und ich fühle mich in der Rolle des Freitags noch nicht mal unwohl. Denn natürlich könnte ich auch Wegweiser und Lauffeuer errichten. Die Seefahrer darauf hinweisen, dass an der Rückseite der Insel drei private Anlegestellen stehen, die das Andocken so reibungslos ablaufen lassen wie die Fahrt in einem Aufzug. Aber will ich das auch?

Nein!

Ich will meine Ruhe und meinen Frieden, den ich höchsten für sehr gute Freunde aufgebe! Meine Gastfreundschaft ist derzeit, dass höchste Gut das ich anbieten kann. Es ist auch das schwerste Opfer, das ich erbringen kann. Denn am liebsten würde ich meine gesamte Tropeninsel mit Stacheldraht umwickeln und Minenfelder auslegen. Stoppschilder aufstellen und noch andere Vorsichtsmaßnahmen treffen. Der Briefkasten ist bereits abmontiert, das Handy liegt am Meeresgrund.
Was alleine noch fehlt ist dieser Computer, also bis die Tage.

Gluck – Gluck!

Sonntag, Dezember 17, 2006

Ans Christkind

Dass die Liste dieses Jahr nicht besonders lange ist, die Wunschliste meine ich, liegt bestimmt auch etwas daran, dass in dem fast vergangenen Jahr, mehr als genug Aufregendes passiert ist. Ich muss mir keine Reise wünschen, ich hatte wunderschöne Tage in Rom. Auch benötige ich kein neues Auto, denn im Stiegenhaus steht ein wunderbares Charakterfahrrad, dass mich zuverlässig überall hin befördert, wo es mich hinzieht. Ganz bestimmt brauch ich kein neues Haustier, denn meine geliebte Ratte Maxi hat mir erst vor drei Wochen zehn süße Babies geschenkt. Meine Wohnung ist komplett eingerichtet, mein Konto mehr oder weniger gedeckt, und auch der Familie geht es gut. Obwohl sie ihre tiefe Enttäuschung seitens meines ledigen Daseins und kinderlosen Dahinvegetierens sicher nur schwer verbergen können. Und das schönste an Allem, wo auch immer mich mein Drahtesel hinführt, säumen zahllose liebe Menschen meinen Weg.

Sind einfach nur da, teilen ihre Zeit mit mir, fahren ein Stückchen mit und biegen dann wieder ab. Sie schenken mir Anteilnahme, Aufmerksamkeit, Zuspruch und glückliche Stunden. Auch Kritik, Reflexion und Diskussionen. Vertauen!

Nur eines gibt es, was mir niemand schenken kann, als ich Selbst. Wenn ich wirklich Alles habe, worauf es in einem Menschenleben ankommt, warum fällt es mir dann so schwer es zu genießen? Muss man wirklich immer Alles hinterfragen, Alles wissen? Kann man denn nicht einfach Situationen, an denen man nichts ändern kann, hinnehmen und daran wachsen. Daraus lernen und vorwärts schauen?

Was ich mir schenken möchte ist Zufriedenheit, und was ich mir vom Christkind wünsche ist Rückenwind. Ein starker Wind der mich weiter trägt und der es mich schaffen lässt, die Sandbank zu verlassen, auf der ich schon wochenlang wie ein gestrandeter Wal herumliege. Ich wünsche mir die Zuversicht, dass das Beste im Leben noch vor mir liegt, und nicht als gescheitert und zertrümmert, bereits einen Teil meiner Vergangenheit bildet. Es bleibt die Frage offen, ob sich Vertrauen in sich Selbst und seine Zukunft so einfach verpacken und unter den Baum legen lässt.

Mittwoch, Dezember 06, 2006

Eine Ode an die Stones

Dass ich sie mag, liegt nicht an den großen Lippen, obwohl ..nein vergesst es. Es liegt auch nicht an der Zunge, an den Gitarrenklängen, an dem wilden Image, zumindest das vor, wie lange ist es circa her, hundert Jahren.Es liegt nur an einem einzigen Lied. Ein Lied das den Namen einer sehr, sehr guten Freundin trägt. Eine Freundin die sich schon unzählige Male darüber beschwert hat, hier noch nie namentlich erwähnt worden zu sein.

Und sie tut gut daran! Denn wo wäre ich heute ohne sie? Was hätte ich getan ohne ihren Zuspruch, ohne ihre Hilfe, ohne dieses Gefühl von Geborgenheit und Vertrauens, welches sie mir stets vermittelt hat. Deswegen ist es nur recht und billig, wenn sie darauf besteht von mir vergöttert und auf Händen getragen zu werden. Nicht dass ich dies nicht ohnehin tue, ich habe bisher nur versäumt es in Wort und Bild festzuhalten. Deswegen hier die absolut fünf wichtigsten Punkte, warum ich dieser Frau ewige Treue schulde und lebenslangen Gehorsam schwöre:

1: WANN AUCH IMMER ICH SIE BRAUCHE IST SIE OHNE UMSCHWEIFE ZUR
STELLE

2: WANN AUCH IMMER ICH IHR EIN GEHEIMNIS ANVERTRAUT HABE, WAR
ES BEI IHR IN SICHERHEIT

3: WIE DÄMLICH ICH MICH AUCH IMMER BENOMMEN HABE, SIE HAT SICH
NIE ALS RICHTERIN AUFGESPIELT

4: GEMEINSAM MIT ALLEN ANDEREN BILDEST DU EINEN WICHTIGEN TEIL
MEINER WAHLFAMILIE

5: WANN AUCH IMMER ICH DAS GEFÜHL HABE MEINE HAARE ZERSTÖREN
MEIN GANZES LEBEN, BESCHWERT SIE SICH DARÜBER DASS SIE NOCH
VIEL SCHLIMMER AUSSIEHT

Und auch wenn das Problem meiner Frisur sehr ernst zu nehmen ist, weiß ich, dass ich noch mit viel Größerem zu dir kommen kann. Mit Allem! Denn ohne dich wäre ich dieses Jahr aufgeschmissen gewesen! Also ganz im Ernst: Du bereicherst mein Leben!







There ain’t a woman that comes close to you
Come on baby try your eyes
Angie, Angie, ain’t it good to be alive
Angie, Angie, they can’t say we’ve never tried

Heute Kinder ...


Dass es heute etwas gibt, hoffe ich nicht nur, nein ich wünsch es mir. Nicht vom Christkind, mit den goldenen Locken, nicht vom Weihnachtsmann, diesem übergewichtigen Saisonarbeiter, sondern von mir selbst. Ich richte einen Wunsch, nein, eine ganze Wunschliste, an mich Selbst. Ich wünsch mir nämlich Veränderung zu Weihnachten.

Eine ganze Armada an Veränderungen meines Selbst, lasse ich in See stechen. Als verbesserte, neue Version von Fr. Marlen will ich dieses Jahr die Weihnachtskugeln an den Baum hängen, und bis jetzt klappt es auch ganz gut.

Zugegeben, das letzte Jahr war mies, es gab viel Enttäuschung, es gab viel Streit. Dinge wurden kaputt gemacht, kaputt geredet und kaputt getreten. Lügen erzählt, Menschen verletzt und am Ende war da nur ein einziger Scherbenhaufen. (Ich fordere hiermit übrigens sieben lange Jahre Glück ein, to whom it may concern)

Letztes Jahr noch ließ ich mich von den Weihnachtseinkäufen stressen, ganz anders heute. Ein Lächeln auf den Lippen, für jeden aus der Konsummasse, auch für die vielen verkleideten Studenten. Vor genau 12 Monaten nervte meine Familie mich bis in den Tod, als meine Mutter heute erneut auf ihr Recht auf ein ungebrauchtes, nagelneues Enkelkind pochte, entgegnete ich nur charmant, wie unvergleichbar die Zeit mit ihr doch immer wieder ist. Den vorigen Advent läutete ich mit einem teuren, gekauften Kranz ein, und saß dann doch immer alleine davor. Letzten Sonntag entzündete ich die erste Kerze auf meinem selbst gebastelten Adventskranz und nahm Hr. Pinokkeles ganz fest in den Arm. Die Verhaltensregeln für das Fest der Liebe sind so alt wie die Welt selbst und liegen manchmal doch so fern.

Es wird nicht gebrüllt, nicht mal wenn Mutter dem neuen Freund eine Babypuppe auf den Schoß setzt, nur so zum testen. Es wird nicht gelogen, wenn man etwas will, dann sagt man es einfach ganz nett und muss sich danach auch nicht schuldig fühlen. Und am wichtigsten …

Es wird nicht gekniffen!

Weihnachten ist schließlich nur einmal im Jahr und der beste Augenblick um all seinen Freunden und Verwandten Danke zu sagen für die gemeinsamen Momente. Also an dieser Stelle…Danke!!

Und vergesst nie, auch das geht vorbei!

Dienstag, November 14, 2006

Glück in der Liebe...



Dass ich niemals besonders reich sein werde, liegt bestimmt auch ein wenig daran, dass ich im Spiel einfach immer nur Pech habe. Das fängt bei Mau Mau an, in dieser Reihe stehen übrigens auch Kartenspiele wie Uno oder Schwarzer Peter, geht über die Klassiker, wie Mensch ärger dich nicht, bis hin zu casinoetablierten Spielen wie Roulette und Poker.

Ich wusste ja bis vor einem Monat noch nicht mal, dass in Österreich gerade der Pokerboom ausgebrochen war. In meiner kindlichen Naivität, die ich mir bis heute bewahren konnte, glaubte ich fest an den unschuldigen Hintergedanken der Unterhaltung. Der alleinigen Unterhaltung! Ein paar bunte Chips, glänzende Karten, zu Essen und zu Trinken. Allesamt Dinge die diebische Elstern, genauso gut wie mich, anzulocken vermocht hätten. Mit einem Wort: „Alles was glitzert ist schön!“

Wer konnte ahnen dass Alles derart eskalieren würde. Die Mitspieler, vormals Mitmenschen und Freunde, sich so verbissen an den Pokertisch, vormals Ikeaesstisch, setzen würden, als hätten sie von Dörrpflaumen noch nie etwas gehört oder würden doch zuminderst in einem Skoda herumkutschieren. Grauenhafte Dinge habe ich gesehen an diesem Abend, Halsschlagadern die bis zum Limit gefüllt waren mit rotem, pulsierendem Blut. Rollende Augen, knirschende Zähne und von dem, was ich Alles gehört habe, möchte ich lieber nie wieder sprechen. Eins nur dazu, glaubst du, du kennst einen Menschen schon so lange wie die Zeit selbst, dann denkst du, du hast ihn auch in seiner Gesamtheit erfasst. Ein Pokerabend unter „Freunden“ kann das Alles revidieren.

Und wenn ich so durch die vernebelten Herbststraßen der City ziehe und immer mehr Menschen erspähe die schweigend nebeneinander stehen, würde ich gern auf sie zu laufen und fragen:
„Na auch gepokert letzte Nacht?“
Wenn ich erneut einen Mann aus dem Buch- und Papierwarengeschäft kommen sehe, der einen silbernen Koffer an sein Handgelenk geschnallt hat, möchte ich der Menschheit zuflüstern:
„Sollte das nicht die besinnliche Zeit des Jahres sein? Vergesst eines nicht wenn ihr euch übers verlieren dermaßen ärgert; Glück in der Liebe – Pech im Spiel!“

Samstag, Oktober 28, 2006

Murmelspiel




Dass die Taschen meines warmen Wintermantels die nächsten kühlen Monate nicht heil überstehen werden, liegt wahrscheinlich auch nur an den Unmengen an Glasmurmeln die ich ständig mit mir führe. Murmeln stehen für die Erinnerungen in unserem kurzen, oder längerem, Leben, zuminderst in der glitzernden Welt des Peter Pans. Du trägst sie bei dir, nahe am Herzen, lässt sie in deiner Hand hin und her gleiten, hörst ihr aufmunterndes Klicken bei jedem Schritt und wenn es still wird, der Moment passt und gerade kein, aber auch wirklich gar kein Mensch, her sieht, dann holst du sie aus deiner Tasche, um sie im Mondlicht etwas genauer zu betrachten.

Wie viel von dem, was noch in ihnen zu lesen ist, ist auch wirklich passiert? Wie viel real, was Illusion? Hast du wirklich immer schon so unglaublich viele hübsche Murmeln besessen, oder hast du die hässlichen Glasperlen nur unterwegs verloren? Oder verlieren wollen? Und wie schlimm ist es, wenn du nach dem ersten Kassasturz feststellst, dass du nur die schönsten Schätze behalten hast?

Du fragst dich, ob es nicht verwerflich und selbstbetrügerisch ist, all die verlotterten und peinlichen Erinnerungen aussortiert zu haben. Aber tut das nicht jeder? Blickt man nicht stets nur auf die sonnigen Seiten zurück? Und liegt es nicht am Ende nur bei dir, den kleinen Unterschied wahrzunehmen, die Schwelle zu erkennen, zwischen Phantasterei und Realität, zwischen Ideal und Fiktion? Den Schnitt musst du setzten, die Linie ziehen, ob bewusst oder unbewusst. Dich verabschieden, Adieu sagen, zu den Notizzetteln des Lebens, die deine Taschen langsam sprengen. Ob du es willst oder nicht! Also warum nicht absichtlich nur die gut erhaltenen aufbewahren, warum nicht die Rechnungen beiseite lassen?

Wenn du deinen Mantel schließlich niemals mehr tragen kannst, wird es egal sein, was in seinen Taschen versteckt liegt! Warum sich also mit unnötigem Ballast quälen?

Freitag, Oktober 20, 2006

Wahre Helden

Das ich jetzt erst wieder von mir hören lasse, liegt wahrscheinlich auch nur daran, dass ich untertauchen musste. Ich war sozusagen auf der Flucht. Vor der Polizei? Vor dem Gerichtvollzieher? Vor Justitia, diesem blinden Mamording?



Nein, Nein, noch viel schlimmer! Auf der Flucht vor der Angst. Kann man nämlich nach einem langen Nachtdienst endlich müde die Haustüre aufsperren, dann erfreut es dich weniger, wenn man merkt, dass vor dir schon jemand zu Hause war. Obwohl du alleine wohnst. Das Schlafzimmerfenster ausgehoben, die Schubladen herausgezerrt, die Kästen durchwühlt und selbst die Mistkübel auf den Kopf gestellt. Und wozu das Ganze für eine ältere Fotokamera und einen Ring, der eher sentimentalen Wert, als Diebstahlreferenzen aufweisen kann.



Nun man schläft nicht so gut, dieser Zeiten, wenn die Daltons und Panzerknacker da draußen nicht mehr davor zurück schrecken Fenster aufzubrechen, wegen einem Beutewert von ca. 500 Euro. Sind denn nun wirklich Alle verrückt geworden, damit kann man sich doch nicht mal eine gesunde Dosis Heroin kaufen, oder eine Rückfahrkarte nach Polen. Die werden Augen machen, beim nächsten ÖBB-Schalter. Derjenige, der deswegen sein Auto lassen muss, tut mir jetzt schon leid, aber trösten sie sich.



Wenigsten wurde ihrer Unterwäsche nichts zu leide getan.









Donnerstag, Oktober 12, 2006

Vergeben und ...

Das ich im Moment so in mich gehe, liegt bestimmt auch nur daran, dass ich einfach nicht raus kann, aus meiner Haut. Gefangen, zugekleistert und festgehalten. So gerne hätte ich, das Alles schon ganz anders ist, aber in Wirklichkeit ist es doch immer das selbe.

Schon mal darüber nachgedacht warum Dämonen Dämonen heißen?

Weil sie dich immer wieder einhlolen? Weil sie die nie ganz los lassen?

Oder vielleicht weil sie dich in Sicherheit wiegen und erst raus kommen wenn du es am allerwenigsten gebrauchen kannst? Wahrscheinlich!

Vielleicht weil all die Gefühle die du hast, nur die Schönfärberei derer sind, die du wirklich in dir trägst. Du fühlst dich gut, du fühlst dich stark, du fühlst dich schön und auch geliebt...
Aber denkst du nach, nimmst du dir Zeit, setzt du dich alleine hin und gehst in dich, kommst du nie wieder zurück! Denn viel zu viel Grauen ist noch gefangen in deiner Seele und viel zu viel Angst und Gewalt. Hass und Ärger und Wut ...

Doch spricht man drüber? NEIN! Und vielleicht ist das auch gut so, vielleicht trägt auch das dazu bei, dass all dies irgendwann einmal wirklich vergessen ist. Nicht mehr spukt in deinem Hirn, nicht mehr bei jedem Zweifel hoch kommt, dich nicht vor anderen Menschen zurück schrecken lässt. Denn nicht Alle sind gleich, nicht jeden kann man beliebig austauschen. Sie unterscheiden sich in den Nuancen und du merkst, so hoffe ich, dass da Einer ist, der dir nichts böses will. Auch wenn du damit umzugehen verlernt hast!

Also vergessen? Wieder NEIN! Vergessen kann man das niemals, aber vergeben vielleicht! Weil es menschlich ist und weil es zeigt, dass es dir damit wahrscheinlich gar nicht alleine so schlecht geht!

Vielleicht gehen sie dann ganz von selbst weg, die Plagegeister, wenn man nur einmal gelernt hat ihnen mutig in die Augen zu sehen!

Dienstag, Oktober 03, 2006

Von Lust und Last(er)

Das mir schon wiedermal die Augen tränen, liegt wahrscheinlich auch nur daran, dass die Grenze zwischen Lust und Laster so verschwommen zu erkennen ist. Undefinierbar fast. Kaum mit freiem Auge sichtbar! Man bräuchte schon ein gutes Elektronenmikroskop um die Lust klar in ihre Grenze zu verweisen und sie mit dem scharlachroten Stempel Laster zu verunstalten.

Besonders wenn es sich um das Laster des Zigarettenrauchens handelt. Da steigt der blaue Dunst nicht nur in die Augen, sondern schon mal ganz schnell zu Kopf.

Trinkt man morgens einen frisch gebrauten Segafreddo – Kaffee, denkt man unwillkürlich…Zigarette.
Trinkt man Mittag, nach dem Essen, einen kleinen Espresso, schießt einem unvermittelt das Bildnis eines Glimmstängels durch den Kopf.
Und trinkt man dann abends ein gepflegtes Glas Rotwein, nicht den billigsten versteht sich, ach ich glaube fast, Sie wissen auf was ich hinaus will.

Die Lust am Rauch ist die Belohnung für unsere harte Arbeit, für schwere Stunden, für den langen Tag. Wir entzünden ein kleines Flämmchen Genuss und lecken unsere Wunden an diesem wärmenden Feuer.

Sieht man aber in der U- Bahn eine junge Frau, schlecht gekleidet, ausgewiesen als Entsprungene einer minderbemittelten Schicht, die bereits auf der Rolltreppe hastig im Handtäschchen nestelt, um der Sucht als bald als möglich zu frönen, signalisiert unser Hirn Abscheu. Bemerkt man Mütter mit Kinderwägen, die zwischen Hipp und Nivea Baby fröhlich Rauchkringel in die Luft pusten, denkt man an Verantwortungslosigkeit. Erspäht unser Auge minderjährige Teens, die sich heimlich in einer Ecke zusammenrotten und die verbotene Frucht herum reichen, dann steht uns das Wort Entrüstung, in großen Lettern auf der Stirn geschrieben.

So bin ich aber nicht, schließt man dann selbstgefällig und ist froh drum!

Sich selbst kasteien und sich Alles verbieten, was geldgierige Wissenschaftler in verruchten (oder verrauchten) Laboratorien zu unserer Suchtbefriedigung erfunden haben, kann auch nicht diesen gordischen Frageknoten entwirren. Verschwenderischer Gebrauch macht aus Lust Laster, so halten wir uns an die Umkehrtheorie und hoffen, dass gelegentlicher Einsatz potenzieller Suchtmittel, aus Laster auch wieder Lust entstehen lassen kann.

Sonntag, Oktober 01, 2006

Von der Kunst des Glückssternfangens

Das ich nicht mehr, ausgerüstet mit einem schwarzen Fischerschlapphut und einer überdimensionierten Angel mitten im Gefühlsmeer stehe, liegt wahrscheinlich auch nur daran, dass ich einen großen Fang gemacht habe. Einen riesigen Fisch!

So einen, von dem man monatelang zehren kann. So einen der glitzert. So einen der dich richtig satt macht.

Pappsatt!!

Wie lange hab ich mich in der Kunst des Fischens geübt, wie lange ausgeharrt und geduldig gewartet? Wie lange hab ich mit dem eisigen Wasser gehadert. Den Wellengang verflucht, Poseidon einen Esel genannt und aufgehört an Wassernixen zu glauben. Viel zu lange!

Wie lange hab ich mich mit kleinen Fischen zufrieden gegeben, mit solchen die dich trotz Beilage und Salat nicht zufrieden machen können? Wie lange hab ich versucht aus der Beilage eine Hauptspeise zu machen? Fischstäbchen die in deinem Netz zappeln und immer wenn du glaubst, du hast sie endlich für dich, überraschend einen Fluchtversuch starten!

Unterernährt und erfroren stand ich im Chaos dieser Lebenserhaltungsmaßnahmen und schließlich war Alles was ich noch zu Verlangen wagte, ein winziges Flossentier, nur für mich. Oder eine Seezunge. Oder eine Miesmuschel...Man darf nicht wählerisch sein, wenn man Hunger leidet.

Und unvermutet kommt er angerauscht. Wird er angespült. Ein Regenbogenfisch. Ein Seestern, nein viel mehr ein Glücksstern! Springt ganz alleine ins Netzt hinein und fühlt sich dort pudelwohl. Oder goldfischwohl? "Blubbt" dich an und sieht dabei ganz glücklich aus.

Vielleicht kann man Glückssterne gar nicht fangen? Vielleicht muss man wirklich geduldig ausharren bis endlich derjenige an deinem Haken hängt, der es muss. Weil er es anders gar nicht kann. Weil er ohne deine Gesellschaft aufhören würde zu glänzen!

Und hast du einmal Glückstern gegessen, ehrlich, nimmst du niemals mehr ein Fischstäbchen in den Mund!


Donnerstag, September 28, 2006

Was die Wetterfee mit der Taferlklasse zu tun hat!

Das ich mich wie ein Kind auf seine Schultüte am ersten Schultag freue, liegt wahrscheinlich auch nur daran, dass die Wetterfee (sie wird mir immer sympathischer die Gute) mir sengenden Sonnenschein zu Füßen legt. Wer hätte das gedacht: Auch in meinem betagten Alter, natürlich nur wenn man auf kritische Stimmen von Mutter und Vater nicht eingeht, ist man noch dazu im Stande sein Leben noch mal ganz neu aufzurollen.

Und am meisten Spaß macht, dass mein neuer Lebensabschnitt nicht mehr der klassischen 70'er Jahre Spannteppichauslegeware gleicht, wo man schon beim Einpassen Sorgenfalten bekommt, in Vorraussicht auf etwaige Knitterstellen, sondern viel mehr einem bunten, byzantinischem Mosaik, welches um so hübscher zu betrachten ist, je mannigfaltiger es sich über den Flur ergießt. Hauptsache der Enderfolg stimmt, so zu sagen! Und das ist eine Einstellung zum Leben, die ich anzunehmen gelernt habe.

Ja genau liebe Leser, das ist das Geheimrezept eines jedes Optimisten. Nicht viel nachdenken und am Schluss einfach sagen...Genauso ähnlich hab ich mir das sowieso vorgestellt!

Mittwoch, September 27, 2006

Was die Wetterfee mit der Liebe zu tun hat!




Das die Sonne so besonders schön scheint, liegt wahrscheinlich auch nur daran, dass sich die Wetterfee gedacht hat, ich könnte einen absolut unvergesslichen Herbst, nach diesem Sommer, gut gebrauchen. Womit sie auch goldrichtig liegt. Was kann man nicht alles wunderbar, wundervolles unternehmen, wenn mit dem 23. September nicht gleichzeitig Nebelfetzen und Regenschirmgesichter die Straßen stürmen. Womit kann man sich nicht wunderbar, wundervoll die Zeit vertreiben, wenn die Sonne noch ein paar Tage länger ihre Strahlen zur Erde sendet und uns gnädigerweise die Herzen wärmt.Zum Beispiel kann man Kastanien sammeln. Die schönen, braunen, mit ganz glatter Schale. Und dann das Gefühl genießen wie sie sich langsam erwärmen, während man sie in der Hand rollt. Oder man kann riesige Laubhaufen zusammensammeln, um sich dann mit Mordsgetöse rückwärts hineinfallen zu lassen. Desweiteren kann man auch noch seinen Lieblingsdrachen einpacken, um damit einen Berg zu besteigen. Dort kann man in dann in den Himmel sausen lassen und zugucken wie sich der bunte Kerl mit dem Wind herum balgt. Horden von Passanten beobachten dieses Spiel gerne, und es ist gut, dass diese wirklich mit Vorliebe den Drachen inspizieren, wo doch der Mensch dahinter, bei diesem Sport, eher eine unansehnliche Figur macht.Ja, so wunderbar, wundervoll kann ein langer Herbst sein, wenn...ja wenn man diese herbstlichen Aktivitäten nicht unbedingt als WG-Projekt ansieht. Da werden die Kastanien einfach aufgegessen oder dazu benutzt sie der armen Purzel über den Kopf schnaltzen zu lassen. Die mühsam Zustande gebrachten Haufen aus Laub und Reisig werden mit Vorliebe in alle Winde verstreut und Drachen?Ein trauriges Thema! Denn seit Hr. Pinokkeles der winzigen Mietze eingeredet hat, Drachen hätten durchaus ein Eigenleben und würden mit besonderem Genuss von Himmel schnellen, um junge Katzendamen zu verspeisen, wagt sich die Kleine nicht mal mehr in die Nähe eines Hügels, wenn Drachen am Himmel zu sehen sind. Verschreckt mit großen Augen hockt sie dann in einem der vielen Laubhaufen und wartet auf Beistand. Ob Peavy das Alles nur tut, damit er sie dann heldenhaft in den Arm nehmen kann?Hab ich also doch ein cleveres Kaninchen.

Donnerstag, September 21, 2006

Ode an die Vergangenheit

Das ich im Moment mit mir selbst in Einklang bin, verdanke ich wahrscheinlich auch nur meinem Besuch der Vergangenheit, die zur letzten Spurenbeseitigung heute vorbeikam. Jetzt ist alles getilgt und die letzten Bücher und Papiere die noch an andere Zeiten erinnerten sind verräumt und gut verstaut. Verstaut sind auch die Erinnerungen in meinem Herzen, die Gefühle in meinem Seelenkeller und die Bilder in meinem Hirnspeicher.
Nichts desto trotz sind da Dinge die die Spurenbeseitigung niemals beschlagnahmen oder verräumen kann, und ich denke das ist ganz in Ordnung so. Ich glaube fast das will sie auch nicht. Aber mit dem Ausmisten hat sie Platz für etwas Neues geschaffen, nicht nur in meinem Leben. Und dafür sag ich danke. Dafür und für die vielen schönen Momente, die sie mir bereitet hat.
Also hier die letzte Ode an den MvK die man hier wird lesen können:
ich dank dir für die nette zeit,
ich dank für die
vergnüglichkeit.
ich dank dir für das
einvernehmen,
und wünsch dir glück bei deinen
plänen!
denn ab heut' ganz ohne
schmerzen,
hast du platz in meinem herzen.
du wirst sehen liebe kommt und
geht,
freundschaft ist es die besteht!
und treibt uns beide auch der kitsch hier aufs
klo,
irgendwann sind wir dann froh,
dass keiner von uns beiden
klagt,
hätten wir uns das bloß gesagt!
In diesem Sinne verschließe ich diese Flaschenpost und werf sie raus ins Gefühlsmeer, auf dass es sie dem Richtigen gegen den Kopf knallt.....

Mittwoch, September 20, 2006

Punchal überrascht!





Dass ich in letzter Zeit mit der Gemütlichkeit meiner Wohnung überhaupt nicht mehr Konform gehe, liegt wahrscheinlich auch nur daran, dass die zwei Mitbewohner ihren ganz eigenen ästhetischen Sinn leben. Ich bin ein Mensch der Gemütlichkeit in den eigenen vier Wänden sehr zu schätzen weiß, ist es aber dann so weit, dass leere Zuckerlpapierknäuel nicht mehr nur dekorativ am Boden liegen, sondern bereits selbstständig von dort wegkrabbeln können, dann hört sich der Spaß wirklich auf. Wir sind ja nicht bei Hempels, na sie wissen schon wo!

Nichts desto trotz härtet das Leben auf einer Müllhalde ja auch total ab. Man bedenke nur, wieviel weniger Krankheiten und Allergien überhaupt eine Überlebenschance im Bioorganismus haben, wenn der durch eine Bazillendauerbelastung dermaßen herausgefordert ist! No chance sag ich ihnen!

Stutzig machten mich nicht die Katzenstreuverwüstungen im Klo, nicht die Hasenhaare unterm Sofa, nicht die Trauerränder der Badewanne und auch nicht die Pizzareste in der Küche. Stutzig machten mich allein die Mascarareste im Waschbecken. Peavy?

Einige Narrereien sind wir vom prolligen, dennoch eitlen Kaninchen inzwischen gewohnt. Aber schminken, sich zurechtmachen wie eine Frau. Vielleicht auch noch das Puschelschwänzchen rasieren. Und das Alles mit meinen Hygieneartikeln? Wieder kann ich nur betonen, irgendwo muss auch der Spaß seine Grenzen haben! So lustig es sich auch anhören mag mit zwei, nahezu wilden Tieren, in einer WG zu leben, es hat Alles im Leben, wirklich Alles, seine Schattenseiten!

Also fege ich durch die kleine Wohnung (Und danke Gott dafür, mir Hr. Cerny geschenkt zu haben, der mir versicherte die Wohnung ausreichend versichert zu haben!) und knalle angeekelt die Max Factor auf den Tisch! Den Lockenstab gleich dazu, denn der riecht ebenfalls widerlich nach verkokeltem Tierhaar!
"Was soll dass ", begehre ich auf, und die dünne Stimme scheint die Luft förmlich zu zerschneiden. Die Schlagader pulsiert wild und Hr. Pinokkeles verzieht sich schnell unter die Polstermöbel. Er weiß wann es an der Zeit ist mir aus dem Weg zu gehen, zumeisten dann, wenn die Stunde dreizehn geschlagen hat!

Nur Purzel, das arme Katzentier sieht verwirrt zu mir auf (denn im Gegenteil zu dem Hasen, kann es seinen Kopf anheben)

"Katzenwäsche", erklärt es unschuldig! "Jede junge Katzendame muss auf ihr Äußeres Erscheihnungsbild achten, oder ist dass bei euch hier anders?" Sagts und schleckt sich mit der rosa Zunge eine Augenbraue in Form. Jetzt ist mir klar, wie das Luder zu so verführerisch langen Wimpern kommt.

"Auch dass noch", ächzt es unter dem Sofa heraus. "Purzel ist ein Weibsbild! Geeeehhhh biiittteee!!!"

Ob mit Mascara oder ohne, da kann auch ich nur mehr große Augen machen!

Montag, September 18, 2006

Hr. Cerny

Das ich nun bald wieder Eigentümerin einer Haushaltsversicherung bin, verdanke ich wahrscheinlich auch nur Hr. Cerny. Wer das ist? Gute Frage!

Er habe meine Telefonnummer aus einem Kundenpool, versicherte er mir, als ich letzte Woche Dienstags das erste mal seine süße Stimme vernahm. Ob er denn mal zu Besuch kommen dürfte um mir die Nachteile meiner bestehenden Haushaltsversicherung oder Anderen zu erläutern? Leichtes Spiel werden sie da haben, antwortete ich mit einem schadenfrohen Lächeln, da ich ja nicht eine einzige Versicherung besitze. Wie sehr ich mich auf dieses kurze Gespräch freuen würde, versicherte ich ihm noch zusätzlich. Hr. Cerny teilte mir aber bedauerlicherweise mit, dass er mir erst in wenigen Tagen zur Verfügung stehen könnte, da er sich nicht im Ausland, aber auch nicht in Wien aufhalten würde.

Uiiiiii...ein Rätsel, freute sich da mein Kinderherz!

Aber schon die erste Lösungsmöglichkeit, nämlich, dass er sich in einem der restlichen Bundesländer aufhielt, entsprach hundertprozentig der Wahrheit. Etwas enttäuscht von dieser Einfallslosigkeit war ich schon. Zumal doch andere Erklärungsversuche in diese Richtung, sicher viel interessanter gewirkt hätten.

Z.B.: kann ich mir sehr gut vorstellen wie Hr. Cerny ein entspanntes Wocheende im Weltraum verbringt, gemeinsam mit Fr. Cerny versteht sich. Oder das er sich mit seinem Unterseeboot zu einer längeren Reise in nicht staatlich begrenzetes Gebiet begeben hat. Das wohl eher ohne Fr. Cerny, da Frauen ja bekanntlich Angst vor langen Seereisen haben. Habe ich zumindest gelesen.
Auch denkbar wäre gewese, dass Hr. Cerny mit einer selbst gebauten Zeitmaschine ganz alleine ins Mittelalter zurück gereist wäre, um sich dort über Entstehung und Weiterentwicklung des herkömmlichen Brandschutzes zu informieren. Seminarreise so zu sagen!!

So also malte ich mir Hr. Cerny aus, ein Versicherungsvertreter der anderen Sorte, mutig, keine Angst vor längeren Ausflügen, immer die Gefahr im Nacken.

Herbe Enttäuschung heute Mittag.

Lange hatte ich dem Besuch entgegengefiebert und meinen wilden Träumereinen gefröhnt. Aber Hr. Cerny ist in Wirklichkeit minderjährig und trägt eine Dauerwellenfönfrisur. Ein braunes Kordsakko und aufpolierte unechte Lederhalbschuhe...Igitt.

Als Hr. Pinokkeles ihm dann auch noch lachend ein Zuckerl angeboten hat, musste ich ihn leider lachend aus meiner Wohnung entfernen!