Kennt ihr solche Tage eigentlich auch, wo man nicht nur mit dem linken Fuß aufsteht, sondern anschließend sofort umknöchelt, sich den Kopf an der harten Nachttischkante anschlägt und am liebsten liegen bleiben würde???
In der Straßenbahn setzt sich natürlich eine alte Frau neben dich, die riecht als hätte sie sich in einem halben Kilo Babypuder mit Maiglöckchengeruch gewälzt, was ihren dezenten Moderduft aber nicht überdecken kann, so das sich ein unnachahmliches Potpourri der Sinnbeleidigung entfaltet.
Du kommst zu spät in die Arbeit, weil die Zeit rast, was sich aber schlagartig ändert sobald du deine unvorteilhafte Dienstkleidung angelegt hast, weil nun scheinbar ein kleiner Kastenteufel am Stundenzeiger hockt und picknickt.
Konsequente Blödheit ist heute das Tagesmotto aller Kollegen, noch dazu sind die Patienten unfreundlich und zicken herum, wie Barbies kleine Schwester Skipper. Du möchtest den Kopf nur mehr gegen eine frisch gestrichene Wand donnern, um den Vorteil zu genießen, gleichzeitig den geistigen Schmerz abtöten und vom Äther high werden zu können.
Beim Heimfahren entwischt dir die Zweischienenbahn um nasenbreite, die Zigaretten sind auch schon wieder teurer geworden und endlich zu Hause angekommen, merkst du, dass das Bier Alle ist.
Manchmal würde ich gerne jemanden verprügeln....hmpf!
Donnerstag, Dezember 27, 2007
Freitag, Dezember 21, 2007
Morbus Weihnachtsepilepsie
Weil ich mich bekanntlich ja verpflichtet fühle meine herzallerliebste Angie, meine Person, mindestens einmal im Jahr namentlich zu erwähnen, lest nun folgende Geschichte...

Dieses Jahr wollte bei mir die Silberglocken-, Geschenkpapierraschelstimmung nicht so richtig Einzug halten. Wenn Anfang November die Schokonikoläuse aus den Regalen lachen, dann weißt du, es ist nicht mehr lange hin. Die dreißig Tage bis Anfang Dezember vergehen wie im Flug und schon beginnen die Straßen voller zu werden und in der Straßenbahn bekommst du keinen Sitzplatz mehr. Spätestens wenn dann der erste Passant an der rutschigen Schaufensterscheibe, die leider nicht ausreichend Halt bietet, hinuntergleitet und im gräulichen Schneematsch danieder sinkt, weil er aufgrund der obligatorisch hysterisch blinkenden Dekolichter einem epileptischen Anfall erlegen ist, weißt du...Weihnachten ist nah.
Ich bin dieses Jahr ausgestiegen aus dem Konsumrausch. Nur drei Personen beschenke ich mit gekauften Artikeln, ein selbst gebasteltes Geschenk ist auch dabei. Ich weiß zwar nicht ob die Nummer mit dem unförmigen Tondings, das man dann einfach Aschenbecher nennt, mit Mitte Zwanzig immer noch zieht, werde es aber bald heraus finden. Ich habe auch keinen Baum, ebenso keine Dekoration in der Wohnung, was strohtrockene Adventkränze und Metallpapiersterne miteinschließt.
Heute habe ich meine Antiweihnachtsstimmung meiner süßen Person dramatisch mitgeteilt und habe einen Satz gehört, der mich dann spontan doch noch die christmas vibes fühlen ließ.
"Hauptsache ist doch, man verbringt Weihnachten mit seiner Mutti!!"
In diesem Sinne, danke für diese kleine Gedankenstütze und viel Spaß bei dir im Gau Angie! Schalla La La La - La La La La!

Dienstag, Dezember 11, 2007
Freundeskreis
Ich persönlich kann es ja nicht verstehen. Wie kann man denn so etwas wie (einen) Freundeskreis als verpönt betrachten, ihn liederlich und unwichtig schimpfen und noch dazu als entbehrungswürdig einstufen kann. Sowohl der Band, als auch den Menschen aus Fleisch und Blut, die in meiner Umlaufbahn gefangen, diesen Namen verdienen, seh ich mich gezwungen die Stange zu halten. Weil es mir einfach ein persönliches Anliegen ist.
Bin ich auch vieles nicht (einfach, leicht gestrickt, umgänglich, etc...) verlässlich bin ich auf alle Fälle. Setzt man Vertrauen in mich, setzt man es bestimmt nicht in den Sand. Den untergehen, wegschwimmen und einfach vergessen gibt es nicht in meiner (linearen) Welt. Ihr merkt schon ich hab es heute mit den Klammern. Es ist so zu sagen ein Thema, dass ich nicht offen bereden möchte, dass aber durchaus spruchreif geworden ist. Mein Freundeskreis hat sich nämlich erweitert, quasi Zuwachs bekommen. Oder Nachwuchs...
Denn, so scheint es, ist der Herbst einfach die ideale Zeit, um Glückssterne einzufangen. Und schon wiedermal bin ich auf einer Fischstäbchendiät und genieße Glücksstern deluxé.
Bin ich auch vieles nicht (einfach, leicht gestrickt, umgänglich, etc...) verlässlich bin ich auf alle Fälle. Setzt man Vertrauen in mich, setzt man es bestimmt nicht in den Sand. Den untergehen, wegschwimmen und einfach vergessen gibt es nicht in meiner (linearen) Welt. Ihr merkt schon ich hab es heute mit den Klammern. Es ist so zu sagen ein Thema, dass ich nicht offen bereden möchte, dass aber durchaus spruchreif geworden ist. Mein Freundeskreis hat sich nämlich erweitert, quasi Zuwachs bekommen. Oder Nachwuchs...
Denn, so scheint es, ist der Herbst einfach die ideale Zeit, um Glückssterne einzufangen. Und schon wiedermal bin ich auf einer Fischstäbchendiät und genieße Glücksstern deluxé.
Montag, Dezember 10, 2007
Frittierölpunsch

In jeder Frauenzeitschrift kann man dieser Tage 100 gute Ratschläge für schnöden Mammon erwerben, was euch aber keiner verraten wird, sag' ich euch jetzt. Wenn ihr wirklich ein schönes Weihnachtsfest verbringen wollt, dann vermeidet es, wie ich Samstags, einen rastlos überfüllten Christkindelmarkt aufzusuchen, um euch dem Punschgenuss zu widmen.
In der Zeit der vorweihnachtlichen Gemütlichkeit kann es leider leicht vorkommen, dass euch an solchen Topp Spot's eure vorweihnachtliche Menschlichkeit abhanden kommt. Sei es durch die unbescheiden, riesige Menschenmasse, die stößt und rempelt und so gar nicht christlich agiert. Sei es durch die lange Schlange am Punschstand, die komischerweise für dich nicht kürzer wird, weil sich laufend neue Menschen vorschummeln. Oder sei es gar durch den Punsch himself, welcher unter dem Deckmantel des Geschmackverstärkens, als alles mögliche verkauft wird, nur nicht als das was er wirklich darstellt. Frittieröl, Abwaschwasser und geronnenes Joghurt, zusammengemixt und für sieben Tage auf die Fensterbank gestellt, könnte nicht besser schmecken. Allerdings auch nicht schlechter. Aber wie heißt es ja so schön, nirgends kann man sich so übel und überteuert, wie auf einem Weihnachtsmarkt betrinken.
Da hilft auch nicht der nette Gospelchor, der den weiten Weg vom Laaerberg hinunter gewagt hat, und ebensowenig die liebenswerte Gesellschaft. Kann man sich auch noch so sehr, über anderer Leute Skurilität amüsieren, bei Lebensmitteln hört sich der Spaß wirklich auf. Also Finger weg vom weißen Schokoladepunsch, vom Marzipanpunsch, vom Franzl- und vom Sissipunsch, vielleicht lasst ihr eure Zungen besser einfach aus allen steirischen Punschhäferln raus. Glaubt mir, dass verdirbt Magen und Stimmung.
Donnerstag, November 29, 2007
Was ist gelb und stinkt?
Ich weiß ja nicht ob ich es schon mal erwähnt habe...aber ich habe seit letzter Woche einen neuen Erzfeind in meinem Umfeld. Es ist, wie das hübsche Bild schon anmuten lässt, die österreichische Post P.S.K Telekom - Kommune. Nicht nur dass die Bedienung so etwas von unfreundlich und langsam ist, dass sich jeder urwiener Kellner eine Scheibe abschneiden könnte. Nein, es kommt noch erschwerend hinzu,dass das Personal scheinbar bei dem selben Psychoguru, wie die Kassierer beim Billa geschult wurden. Nur so kann ich mir die Logik eines österreichischen Postbeamten erklären, der bei brechend vollem Postoffice (wie das ja jetzt heißt) entscheidet, einfach mal so zwei Schalter zu sperren.
Na gut dann stellt man sich halt von vorne an, und weil der anderer pragmatisierte Fettwanst auch nicht viel schneller ist (wahrscheinlich kifft er bei jedem Päckchen das er aus dem Lager holt nen Ofen) verbringt man angenehme 60 Minuten in dem vermieften Office.
Kennt nicht jeder den Slogan:"Die Post bringt Allen was" ??
Ich erkläre hier mit, dass ich mir von den lahmen Schnecken zu Weihnachten wünsche, dass sie mir NIE wieder etwas bringen. Ist sowieso immer nur Blödsinn im Kasterl...Rechnungen, Werbung, Spendenaufforderungen und versprochenen Gewinne, die man eh nie sieht.
Darum hab ich mich schlau gemacht und im weltweiten Web einen Gruppierung gefunden die mir aus der Seele spricht und der ich auch sofort beigetreten bin.
(Außerdem entferne ich die Post hiermit aus meiner Antiterrorliste, Anschläge sind ab sofort wieder erlaubt)

Dienstag, November 27, 2007
Hamburg...Schwarzes Loch Deutschland
Ergibt es sich so, dass ein Wiener Mädl einen Salzburger Burschen kennenlernt, der sie auf die Nasenspitze küsst (so oder so ähnlich wars wirklich, ich schwör's!) und ihr ein schickes Abenessen verspricht. Er zieht ein "Ich hab getanzt heut Nacht, die ganze Nacht heut Nacht - My Fair Lady" Programm ab und schenkt Wodka aus, als hätte er ihn so eben höchst persönlich aus Wasser gewandelt. Er ruft an und schreibt sms, schickt Küsse und Grüße, bis zu dem Tag an dem er leider beruflich nach Hamburg reisen muss, um dort an einem Meeting teil zu nehmen.
Und er ward nicht mehr gesehen, und seine liebliche Stimme erreichte nie wieder mein Ohr und seine beinah poetischen Worte erschienen nie wieder auf meinem Handydisplay.
Na gut, mag sein, dass das nun etwas drastisch formuliert ist, aber als besorgte Kleinbürgerin macht man sich natürlich schon seine Gedanken. Was zur Hölle ist da los in Deutschland?
Kidnapper, Schwerverbrecher...Kommunistisch-Faschistische Terrorgruppe die Ausreiseverbote erteilt. Der eiserne Vorhang rund um Hamburg wieder aufgebaut?????
Ich hab gegoogelt, ich hab online CNN geguckt und sogar die Kronenzeitung gelesen (wo mir die sonst viel zu hoch ist) aber die Gründe blieben mir bis jetzt verborgen. Deswegen fordere ich nun das Außenministerium auf, endlich zu helfen, und den verschollenen Landsmann schnellst möglich zu bergen! (Damit ich ihm dann ordentlich die Meinung geigen kann),
Und er ward nicht mehr gesehen, und seine liebliche Stimme erreichte nie wieder mein Ohr und seine beinah poetischen Worte erschienen nie wieder auf meinem Handydisplay.
Na gut, mag sein, dass das nun etwas drastisch formuliert ist, aber als besorgte Kleinbürgerin macht man sich natürlich schon seine Gedanken. Was zur Hölle ist da los in Deutschland?
Kidnapper, Schwerverbrecher...Kommunistisch-Faschistische Terrorgruppe die Ausreiseverbote erteilt. Der eiserne Vorhang rund um Hamburg wieder aufgebaut?????
Ich hab gegoogelt, ich hab online CNN geguckt und sogar die Kronenzeitung gelesen (wo mir die sonst viel zu hoch ist) aber die Gründe blieben mir bis jetzt verborgen. Deswegen fordere ich nun das Außenministerium auf, endlich zu helfen, und den verschollenen Landsmann schnellst möglich zu bergen! (Damit ich ihm dann ordentlich die Meinung geigen kann),

Damals bleibt Damals

Ja man könnte meinen die Zeit heilt wirklich alles was man ihr so auf den Buckel schraubt. Brillen, Zahnspangen, Pickel und unglaubliches Strebertum. Uncooles Gehabe, das Gefühl nicht dazu zu gehören...Eben alles von dem man sich als Teenager wünscht man würde eines Tages erwachen und diese Sorgen wären wie weggeblasen.
Aber dank des Klassentreffens vor zwei Wochen weiß ich jetzt, dass bestimmte Dinge sich niemals ändern werden. An einem Tisch mit lauter Leuten, die man das letzte Mal vor sieben langen Jahren gesehen hat, hat sich doch nicht so viel verändert, wie ich erwartet habe. Die Sitzordnung ist gleichgeblieben, die Gesprächspartner, die Themen und die Atmosphäre.
Bleibt mir nur zu sagen:
"Gott sei Dank war ich auch vor sieben Jahren schon eine coole Schnecke und Gott sei Dank hab ich auch immer noch so eine tolle beste Freundin wie damals. DANKE!"
Dienstag, Oktober 23, 2007
Wenn die Fr. Mag. S. mit der Fr. Marlen...
Dann kann ja nichts gutes dabei heraus kommen, denkt sich jetzt sicher der ein oder andere. Und richtig, etwas gutes guckt dann meistens nicht aus der Röhre, aber ein unterhaltsames Erlebnis auf jeden Fall. Zum Beispiel neulich am Fußballplatz. Ja, ihr habt schon richtig gelesen, der Flimmerkistenteufel hat nicht zugeschlagen. Zwei Frauen auf dem grünen Allerheiligsten. Und was wir uns da angeguckt haben, schlägt dem Fass, das wir tatsächlich auch nur einen Zeh in den kalten Oktobersonntag hinausgestreckt haben, doch tatsächlich den Boden aus. Nicht die Männer waren es, die dort im kaltnassen Matsch dem runden Leder hinterher gejagt sind. Nein, die Krone der Schöpfung gab sich die Ehre. Wer sich das jetzt aber so, oder wenigstens im Ansatz so, vorstellt, der irrt gewaltig.

Ja, ja meine Lieben, ich war ähnlich enttäuscht wie ihr jetzt, und das Gesicht wurde lang und länger. Hier ein Auszug aus meinen Lieblingssätzen, die in den spannenden 105 Minuten gefallen sind:
- Das ist unfair, der Torwart ist eindeutig ein Mann
- Das ist doch keine Frauenstimme
- Ich würde Glitzer tragen, das lenkt den Gegner ab
- Das der Schiedsrichter überhaupt laufen kann, ach so, muss er ja nicht
- Die sollte sich einen Sport-BH kaufen
Tja, wenn Frauen über Frauen herziehen,...
Sonntag, September 30, 2007
Back in Town

Zurück aus dem wunderschönen Zakynthos. Und der Urlaub war wie immer viel zu kurz. Man müsste das Raum-Zeit-Verhältnis inzwischen positiv beeinflussen können, fordere ich hiermit rechtskräftig ein!! Es kann ja wohl nicht angehen, dass an den schönsten Plätzen der Welt, die Zeit immer wie Sand durch meine Finger rinnt, während ich, steril bekleidet, in der höchsten Mittagshitze, Sekunden zu Stunden verwandeln kann.
Schluss mit den Urlaubsvorfreuden und Postkarten aus der
Ferne sage ich laut und stolz!Urlaub für Jedermann und für Immer!!
„Wenn man beginnt, seinem Paßfoto ähnlich zu sehen, sollte man in den Urlaub fahren."
Ephraim Kishon
Donnerstag, September 13, 2007
Final Countdown
Ja ja meine Lieben, die Uhr tickt. Nur noch fünf Dienste in der kleinen Klinik und dann drücke ich wieder für ein Jahr die Schulbank. Taferlklasse für Fortgeschrittene, so zu sagen.
Und wie ich mich freue: auf die Schultüte die ich bestimmt bekommen werde, auf die vielen freien Wochenenden, die ich dann genießen kann, auf die neuen Leute und die neue Arbeit. Und last but not least natürlich auch darauf, dem Fettkuhregiment, dem ich hier unterstehe zu entkommen.
Das einzige, strähnige Haar in der Suppe, ist der Verlust der geliebten Rasselbande hier, aber don't worry, be happy. Ich komme euch bestimmt besuchen. Und spätestens zur Weihnachtsfeier, stehe ich wieder vor der Türe und leg mit euch einen heißen Sirtaki aufs Parkett.
5...4...3...2...1...
Und Tschüss!
Und wie ich mich freue: auf die Schultüte die ich bestimmt bekommen werde, auf die vielen freien Wochenenden, die ich dann genießen kann, auf die neuen Leute und die neue Arbeit. Und last but not least natürlich auch darauf, dem Fettkuhregiment, dem ich hier unterstehe zu entkommen.
Das einzige, strähnige Haar in der Suppe, ist der Verlust der geliebten Rasselbande hier, aber don't worry, be happy. Ich komme euch bestimmt besuchen. Und spätestens zur Weihnachtsfeier, stehe ich wieder vor der Türe und leg mit euch einen heißen Sirtaki aufs Parkett.
5...4...3...2...1...
Und Tschüss!
Mittwoch, September 12, 2007
Hot Step

Also immer her mit den roten Schuhen, denn dem weit verbreiteten Irrtum, dass es zu Hause am schönsten ist, kann ich nur lautstark widersprechen. Nein, Nein, ruf' ich da erbost aus. Wisst ihr es denn immer noch nicht, habt ihr immer noch nichts dazu gelernt..?
Auf der Tanzfläche ist es natürlich am schönsten, und zwar auf der Salsa-Tanzfläche! Zu Hitmelodien aus Hitfilmen, wie Dirty Dancing, so lange zu tanzen, bis du glaubst, deine Oberschenkel haben sich atomarisiert, dass ist eines der ganz großen Gefühle im Leben. Kommt glaub ich in der objektiven Rangliste gleich nach gebären. Oder sich einen Hund anzuschaffen!
Und weil es wirklich so toll ist, wenn die Glitzerkugel romantische Lichtkleckser an den Wänden Fangen spielen lässt, kann nichts diese Freude trüben. Auch kein herrischer Tanzpartner, der permanent nur meckert und schimpft, wie man es ja auch von ihm erwartet, und mit dem man, von Rechts wegen, eigentlich gar nichts mehr zu tun haben dürfte.
Aber wie heißt es ja bekanntlich: reden verbindet, wo gesungen wird da lass' dich nieder und vor allem, zwei die tanzen, streiten nicht!
Mittwoch, August 29, 2007
Lang, lang ist's her...
Ich weiß, ich weiß...eine untreue Seele, eine gewissenlose Faulenzerin, eine Langzeitabstinente...das Alles und noch viel mehr habt ihr mich in den letzten zwei Monaten geheißen. Aber jetzt bin ich ja wieder da und kann wieder viele neue Geschichten erzählen.
Von flüchtenden Meistermechanikern (vielleicht aufgrund der kitschrosa Bettwäsche)
Vom ekelhaften Chefinnenmonster (bei welcher die Schwedenbombendiät voll angeschlagen hat)
Von ruchlosen, identitäsverschleiernden Italienern (Stichwort Schweden)
Vom Landleben meines kleinen Muttertiers (Dupi Dupi Dupidu)
Also Trommelwirbel und Applaus! I'm back on the road...
Von flüchtenden Meistermechanikern (vielleicht aufgrund der kitschrosa Bettwäsche)
Vom ekelhaften Chefinnenmonster (bei welcher die Schwedenbombendiät voll angeschlagen hat)
Von ruchlosen, identitäsverschleiernden Italienern (Stichwort Schweden)
Vom Landleben meines kleinen Muttertiers (Dupi Dupi Dupidu)
Also Trommelwirbel und Applaus! I'm back on the road...
Donnerstag, Juli 05, 2007
Sommerloch
Wer sich nicht vorstellen kann, dass ich wirklich (wirklich, wirklich, ich schwöre es), ständig nur am arbeiten bin, der kann sich gerne bei meiner Chefin erkundigen. Aber irgendwoher muss sie ja auch kommen, die Zeit, die ich jetzt einspare, um sie ab Sonntag in Italien wieder zu verplempern. Die Urlaubstage sind nämlich schon aufgebraucht.
Und jetzt werdet bloß nicht neidisch, nur weil ich schon zum dritten mal, in den letzten zwei Monaten, außer Landes fahre. Denn Reisen bildet ja bekanntlich. Und will nicht letzten Endes jeder Mensch von sich behaupten können, in einem überdurchschnittlich gebildeten Freundeskreis, zu verkehren. Oder hausieren?
Also versprochen, so bald ich wieder hier bin, küss ich Mutter Erde direkt auf den Mund, stell ein hübsches Urlaubsfoto ins Netz, und bin als dann nur mehr für euch Lieben da!!
Bis dahin...salute...
Und jetzt werdet bloß nicht neidisch, nur weil ich schon zum dritten mal, in den letzten zwei Monaten, außer Landes fahre. Denn Reisen bildet ja bekanntlich. Und will nicht letzten Endes jeder Mensch von sich behaupten können, in einem überdurchschnittlich gebildeten Freundeskreis, zu verkehren. Oder hausieren?
Also versprochen, so bald ich wieder hier bin, küss ich Mutter Erde direkt auf den Mund, stell ein hübsches Urlaubsfoto ins Netz, und bin als dann nur mehr für euch Lieben da!!
Bis dahin...salute...
Sonntag, Juni 17, 2007
Wie die Schwalbe fliegt
Wer sich nicht vorstellen kann, was ich heute in meinem Gärtchen erlebt habe, der möge bitte weiterlesen.
Die Schatten sind schon lang und die Sträucher am Wiesenrand werden zunehmend dunkler. Bald werden sie sich verfärben. Lila, Violett, immer finsterere Mäntel werden sie umlegen, bis sie sich schließlich auch als Schatten in die nächtliche Landschaft einfügen. Noch aber ist es nicht soweit, noch sind die Blumenkelche nicht ganz geschlossen, die Wolken am Himmel von einem zarten Rosa und noch kreisen die Schwalben jubilierend am Himmel.
Wie kleine, dunkle Schmetterlinge sehen sie von der Erde aus, fliegen in undurchschaubaren Zirkeln und zeichnen unsichtbare Muster in das blasse Blau. Einmal hin und einmal her, als hätten sie diese Vorführung wochenlang geübt. Nein, als wären sie zu keinem anderen Zweck auf der Welt, als in der drohenden Dämmerung ihren friedlichen Tanz zum Besten zu geben. Sie fliegen mit dem Aufwind, höher und immer höher, nie geradewegs, immer in Schnörkeln, mal rechts, mal links. Am höchsten Punkt stehen sie, selten, kurz still, nur für den Bruchteil einer Sekunde, so als ob sie die gute Aussicht auskosten wollten.
Das Grillengezirp wird immer lauter, der Himmel nimmt schon sein sanftes Grau an und die Wolken, die eben noch als rosafarbene Zuckerwatte umher strichen, sind längst verflogen. Nur ab und antrübt eine aschige Anhäufung den Abendhimmel, als hätte ein, längst vergessen geglaubter, Riese ihn missbraucht, um die Überbleibsel seiner allabendlichen Zigarette auf ihm abzuladen. Der Kirchturm gibt Signal, die Glocken läuten Neun und als wäre dies das vereinbarte Zeichen, ziehen sich die Schwalben zurück in ihr sicheres Nest. Solide gebaut und gut gerüstet gegen die Gefahren der Nacht.
Schwarz zeichnen sich jetzt die Blätter des Kirschbaumes gegen den Himmel ab. Grashüpfer und Grillen zirpen, schmettern ihr Lied hinaus, auf dass es die ganze Welt hören möge. Ein Nachtfalter sitzt einsam auf einer schlafenden Blume und erfreut sich an dem Spiel.
Die Schatten sind schon lang und die Sträucher am Wiesenrand werden zunehmend dunkler. Bald werden sie sich verfärben. Lila, Violett, immer finsterere Mäntel werden sie umlegen, bis sie sich schließlich auch als Schatten in die nächtliche Landschaft einfügen. Noch aber ist es nicht soweit, noch sind die Blumenkelche nicht ganz geschlossen, die Wolken am Himmel von einem zarten Rosa und noch kreisen die Schwalben jubilierend am Himmel.
Wie kleine, dunkle Schmetterlinge sehen sie von der Erde aus, fliegen in undurchschaubaren Zirkeln und zeichnen unsichtbare Muster in das blasse Blau. Einmal hin und einmal her, als hätten sie diese Vorführung wochenlang geübt. Nein, als wären sie zu keinem anderen Zweck auf der Welt, als in der drohenden Dämmerung ihren friedlichen Tanz zum Besten zu geben. Sie fliegen mit dem Aufwind, höher und immer höher, nie geradewegs, immer in Schnörkeln, mal rechts, mal links. Am höchsten Punkt stehen sie, selten, kurz still, nur für den Bruchteil einer Sekunde, so als ob sie die gute Aussicht auskosten wollten.
Das Grillengezirp wird immer lauter, der Himmel nimmt schon sein sanftes Grau an und die Wolken, die eben noch als rosafarbene Zuckerwatte umher strichen, sind längst verflogen. Nur ab und antrübt eine aschige Anhäufung den Abendhimmel, als hätte ein, längst vergessen geglaubter, Riese ihn missbraucht, um die Überbleibsel seiner allabendlichen Zigarette auf ihm abzuladen. Der Kirchturm gibt Signal, die Glocken läuten Neun und als wäre dies das vereinbarte Zeichen, ziehen sich die Schwalben zurück in ihr sicheres Nest. Solide gebaut und gut gerüstet gegen die Gefahren der Nacht.
Schwarz zeichnen sich jetzt die Blätter des Kirschbaumes gegen den Himmel ab. Grashüpfer und Grillen zirpen, schmettern ihr Lied hinaus, auf dass es die ganze Welt hören möge. Ein Nachtfalter sitzt einsam auf einer schlafenden Blume und erfreut sich an dem Spiel.
Samstag, Juni 16, 2007
1001 Nacht
Wer sich nicht vorstellen kann, um welche Haaresbreite ihr mich an einen ruchlosen Basarhändler verloren hättet, der hat wohl noch nie von Alibaba und ähnlichen Zeitgenossen gehört.
Will es der Zufall, dass man sich mit Kind und Kegel gen Süden begibt und dort auf Djerba einen landesüblichen Basar aufsucht, zwecks Anhäufung von Schmuck und Tand (und dem einen oder anderen Fetzerl). Wäre es nicht ein Ausflug von Fr. Marlen, würde es ganz und gar mit rechten Dingen zugehen. Doch natürlich muss sich auch hier, wie gehabt, ein kleiner Fehlerteufel einschleichen.
Will es der Zufall, dass man hübsche und äußerst dekorative Keramikschüsseln entdeckt, welche man zu exportieren gedenkt und nun in ein Verhandlungsgespräch mit dem ortsansässigen Verkäufer tritt. Nicht wenig Zeit verstreicht, doch gut Ding will Weile haben und endlich ist man sich einig.
Der Keramiktändler betört von meiner lieblichen Stimme macht mir einen guten Preis, ich schlage zu und ahne noch nicht, dass für mein geringes Geld ich selbst als Draufgabe herhalten muss. 20 Kamele, ein spitzen Preis wie man mir sagt.
Alle Afrika-Fans sind nun aufgefordert mir dieses Angebot zu übersetzten. Schließlich kann es
nie schaden, den eigenen Marktwert zu kennen.

Montag, Juni 04, 2007
Von (der) Muse geküsst

Wer sich nicht vorstellen kann, wie verzweifelt ich gerade versuche, mich in den A**** zu beißen, der ist wohl noch nie fünf Tage außer Landes gefahren, nur um dann die angepeilte künstlerische Darstellung zu versaufen!!!
Also Muse verpasst, aber ansonsten irrsinnig gut umgesetzt. Das Festival 07 zeichnete sich besonders durch den ausgeprägten zusammenhalt der Gruppe aus, was sich in Form von ungehemmtem Flüssigkeits- und Geruchsaustausch wiederspiegelte. Man kann sich also ein Kleingrüppchen Menschen vorstellen, die gemütlich um einen Campingtisch sitzen (oder wahlweise Wiese/Decken/Gatsch) und abwechselnd Bier, Gin, Antidurchfallpulver und Antiblähungstropfen durch die Runde reichen. Fast wie in einer kleinen Familie.
Das Wetter hat ebenfalls gehalten, was es uns angekündigt hat. Wechselweise stechender Sonnenschein, der das Zeltlager in eine finnische Saunalandschaft verwandelt, oder Schnürlregen allá Salzburger Festpielwochen. Aber dank der schicken (pinken) Regenhäute sind wir nicht all zu nass geworden. Nur der Gin war etwas dünner dieser Tage.
Bleibt zu guter Letzt nur zu sagen, dass es wiedermal fünf ereignisreiche Tage waren, die uns noch etwas näher zusammenrücken ließen. Ich möcht mich ganz herzlich bei euch bedanken, es war eine tolle Zeit. Und wenn wir schon beim thematisieren sind...
Lieb haben wär ein Thema!!!!

Dienstag, Mai 29, 2007
Unglaubliche Bekanntschaften
Wer sich nicht vorstellen kann, was ich heute am Abend noch so vorhabe, den kann ich gut verstehen. Selten gibt es da ja etwas wirklich Neues zu berichten. Aber nicht so in diesem Moment, denn ich habe heute Abend seit langer Zeit mal wieder ein Date, mit einem Mann, den ich noch nicht in und auswendig kenne. (Und der kein Puschelschwänzchen unter seinem Überzieher versteckt) Wird auch schon Zeit für eine Abwechslung.
Der unglaubliche Mann, aus dem unglaublichen Zusammentreffen in der (unheimlichen) U-Bahn, existiert, wider allen wilden Theorien meiner Freundinnen, wirklich, und eben das wird er heute beweisen, indem er mich zum Essen ausführt. Wer mir jetzt immer noch nicht glaubt, hat die Wahl, entweder, getarnt mit Sherlock Holmes Kappe, hinter uns her zu schleichen und durch, mit Gucklöchern ausgestatteten, Zeitungen zu spionieren, oder lässt sich von mir Morgen den Aluschwan, mit Essenresten zeigen.
Der unglaubliche Mann, aus dem unglaublichen Zusammentreffen in der (unheimlichen) U-Bahn, existiert, wider allen wilden Theorien meiner Freundinnen, wirklich, und eben das wird er heute beweisen, indem er mich zum Essen ausführt. Wer mir jetzt immer noch nicht glaubt, hat die Wahl, entweder, getarnt mit Sherlock Holmes Kappe, hinter uns her zu schleichen und durch, mit Gucklöchern ausgestatteten, Zeitungen zu spionieren, oder lässt sich von mir Morgen den Aluschwan, mit Essenresten zeigen.
Holliday(s)

Wer sich nicht vorstellen kann, wie entspannt ich gerade in meinem Gärtchen sitze, der hat sicher nicht, so wie ich, die nächsten drei Wochen arbeitsfrei. Die Rosen ranken, die Blumen blühen, die Dahlien duften, und so weiter und so fort. Und was das aller schönste daran ist, steht auch schon fest. Drei Wochen lang keine kranken Leute, außer denen, die sich dieses Wochenende wahrscheinlich etwas Übelkeit antrinken werden. Und das sind ja schließlich meine Freunde, um die darf man sich auch im Urlaub ein bisschen professionell kümmern.
Es ist also alles vorbereitet, die Arbeit ruht, das Zelt steht bereit, ebenso wie Schlafsack, Isomatte und (bähh) Gummistiefeln und am Donnerstag gehts dann los ins lustige Camperleben. Fünf ereignisreiche Tage später erhole ich mich dann davon in Tunesien. Die Beine im Meer und den Blick in den Himmel werd ich dann den ganzen Stress vergessen, der mich hier in den letzten Tagen verfolgt hat und Mätzchen zeigen, wie man Sandburgen baut.
Ich freu mich schon auf euch Alle! Schönen Urlaubsanfang!
Montag, Mai 14, 2007
Muttertag
Wer sich nicht vorstellen kann, wielange die Menschenschlange beim örtlichen Blumenladen gestern war, der muss sich kurz die Dimensionen der chinesischen Mauer in den Sinn rufen. Bis vor die Tür, bis ums Eck, ja fast bis vor meine Haustüre, sind die lieben Kinderlein (verschieden Alters; also so zwischen 15 und 55) angestanden um ihrer Mutti einen Herzenswunsch zu erfüllen. Fast wäre ich der falschen Vermutung erlegen, die liebe, gute Stadtverwaltung, hätte, zu meiner persönlichen Erbauung, die Bushaltestelle direkt vor meine Füsse umgebaut.
Na, da waren ich und Peavy auf jeden Fall mehr als froh, dass unser Geschenk bereits sicher verpackt in dem Plastiksäckchen, in dem ich es auch erstanden hatte, an unserer Hand baumelte.
"Wir hätten vielleicht wenigstens ein Schleifchen drum binden sollen", habe ich mir erlaubt einzuwerfen, worauf Hr Pinokkeles nur angewidert grunzte: "Konsumorientiertes und medienverseuchtes Pack!" Brummend setzten wir unseren Weg fort und Mama Marlen war natürlich trotz der fehlenden Verpackung genauso erfreut über ihr Geschenk.
"Mein schönstes Geschenk, wär ein Enkerl", seufzte sie und schlug unschuldig die Augen auf. "Natürlich nur, damit DU glücklich bist!" Sprach's nahm mich in den Arm und bedankte sich für mein nettes Geschenk.
Übrigens habe ich herausgefunden, dass auch in Peavy ein richtig weicher Kern steckt. Ratet einmal, was ich zum Muttertag, von diesem verfressener Kerl, bekommen habe...

Dienstag, Mai 08, 2007
Raindrops keep falling...
Wer sich nicht (mehr) vorstellen kann, wie gut Gras nach einem Regensturz riecht, der sollte schleunigst mal wieder seine Gummistiefel anschnallen und losziehen. Wenn die langen Grashälme, die am Rand eines Feldes stehen, so tropfnass sind, dass sie sich der Erde zuneigen, wie höfliche Kammerdiener, die einen Bückling machen, wenn jemand vorbei kommt, dann ist es genau das richtige Wetter für einen Spaziergang. Man riecht auf einmal so viel, dass man sich fühlt wie Bambi, bei seinem ersten Ausflug aus die Lichtung. Blumen, Erde, Kräuter, Gräser...man kann die Schnecken zählen, die den Weg kreuzen. Die Blaumeisen und Spatzen und Amseln die ein lustiges Wanderlied singen. Und, und, und...
Vielleicht erinnert mich deswegen ein Regenspaziergang immer an meine Kindheit, weil es heute keinen einzigen Menschen mehr gibt, der freiwillig rausgeht, wenn es regnet. Bei uns gab's da kein Wenn und Aber. Regenmantel an, Gummistiefel aus dem Schrank, und los geht's. Seit wann ist es eigentlich so verpönt im Regen das Haus zu verlassen?
Seit ihr alle aus Zucker? Oder liegt es mehr daran, dass ihr euch generell nicht mehr gerne bewegt? Dafür stopft ihr aber alle Light-Produkte in euch hinein, weil ihr euch zu dick fühlt.
Kinder, Kinder, das kann doch nicht gesund sein! Also, nichts wie hin, ins Fachgeschäft, da gibts bestimmt eine trendy Outdoorjacke (weil Regenmantel hört sich uncool an) und dann traben wir los, zu einem extreme-walking!
Myfest 2007

Wer sich nicht vorstellen kann, wie man einen Holzkohlengrill, so richtig zum glühen bringt, der kann uns ruhig um Nachhilfe in diesem Themengebiet bitten. Wir...wir sind die YaYa-Schwestern des Grillens! Sandy, Angie und meine Wenigkeit haben es sich zur Aufgabe gemacht, auch diesen Mai wieder, für einen geschmackvollen Frühlingsbeginn zu sorgen und zwar in dem wir alles, was nicht niet- und nagelfest ist, in geräucherter Form, auf den Tisch bringen.
Lustig war's, wie jedes Jahr. Und während ich die Erdäpfel in Alufolienkorsetts zwang, und Sandy die richtigen Fächeltechniken mit Angie durchbesprach, bastelte sich Hr. Pinokkeles winzige Tortilliaspießchen. Naja, jeder soll ja etwas davon haben.
Um 19:00 konnten wir es kaum glauben, aber tatsächlich, obwohl (oder gerade deshalb) wir nur drei schutzlose Frauen waren, hatten die Kohlen Feuer gefangen. Angie war zu einer Wedelmeisterin mutiert, die gar nicht aufhören konnte, Luft zu zu fächeln und so die ein oder andere Stichflamme hervorbrachte.
Also kurz gesagt: Das Bier war kalt, das Fleisch war braun (bis schwarz) und das Fest mehr als gelungen!!

Mittwoch, Mai 02, 2007
Der Zirkusdirektor im Prater

Mit seiner männlichen Baritonstimme und dem kessen roten Westchen, das er sich um den dicken Wanst geschnallt hatte, kam er uns Allen ein wenig so vor, wie der legendäre Direktor des Zirkus Habakuk! Ein wahres Entertainertalent hat sich die SPÖ da auf ihre Rockbühne geholt. Wild fegte er über die Bretter die die Welt bedeuten, brummte in sein behaartes Mikrofon und war sich nicht zu Schade, jede noch so kleine Nachwuchsband mit den Worten:"Vielleicht sehen wir sie nächstes Jahr zurecht als Sieger auf dieser Bühne", zu begrüßen. Besonders beliebt machte er sich, als er ganz EU-Konform die slowakische Band zuerst auf Englisch ankündigte:"And now...from Slowakia!", um dann kurz für das proletarische Volk zu übersetzten:"Und jetzt...aus der Slowakei!"
Noch nie habe ich mich trotz, oder vielleicht gerade wegen, meiner mangelnden Fremdsprachenkenntnisse irgendwo soo wohl gefühlt, wie an diesem 1.Mai, inmitten all der anderen, treuen Arbeiter!
Alle Macht dem Volk!
Dienstag, Mai 01, 2007
Es grünt so grün
Wer sich nicht vorstellen kann, wie anstrengend meine lieben Eltern ab und an sein können, den lade ich ganz lieb zum sonntäglichen Kaffe und Kuchen Treff ein. Ich hab sie ja lieb, die zwei, nur noch lieber hab ich sie Einzeln und weit weit weg. Denn während die Eine beim dritten Kaffee am Esstisch sitzt und mich über mein Liebesleben ausquetscht, steht der Andere mit einer Zigarette im Garten und gräbt ein Loch in meine, frisch gesähte, Wiese.
Warum?
Das habe ich mich auch gefragt und natürlich auch ihn.
>Weil er die Erde zur Begradigung der Pergola benötigt und überhaupt auch, weil in meinem Gärtchen viel zu wenig blüht und da nächste Woche Feuerlilien hinein gesetzt werden. Auch das wird er höchstpersönlich übernehmen. Ist doch eh ganz logisch oder?<
Verwunderter Seitenblick in Richtung ahnungsloses Töchterchen. Flucht ins Wohnzimmer meinerseits folgt, wobei ich ganz vergaß, dass hier das Muttermonster die Oberhand ergriffen hat.
>Also ich versteh' gar nicht, warum du X keine Chance gibst. Du musst den Männern doch etwas Zeit lassen, der könnte ja noch interessant werden.<
Ja genau, weil wenn jemand auf den ersten Blick als totaler Loser erscheint, und auch noch eine Woche später, und auch noch die darauffolgende, dann hat das ja noch längst keine Aussagekraft. Ich mach mir gar nicht erst die Mühe es zu erklären und wechsle Richtung Garten, wo ich feststelle, dass der Vater gerade den ganzen angepflanzten Salat ausreißt und mich abmahnt, mehr auf das Unkraut auf zu passen, weil es sonst alles überwuchert.
Wo ich jetzt gerade bin, eh klar, ich hab mich im Klo verbarrikadiert!!
Warum?
Das habe ich mich auch gefragt und natürlich auch ihn.
>Weil er die Erde zur Begradigung der Pergola benötigt und überhaupt auch, weil in meinem Gärtchen viel zu wenig blüht und da nächste Woche Feuerlilien hinein gesetzt werden. Auch das wird er höchstpersönlich übernehmen. Ist doch eh ganz logisch oder?<
Verwunderter Seitenblick in Richtung ahnungsloses Töchterchen. Flucht ins Wohnzimmer meinerseits folgt, wobei ich ganz vergaß, dass hier das Muttermonster die Oberhand ergriffen hat.
>Also ich versteh' gar nicht, warum du X keine Chance gibst. Du musst den Männern doch etwas Zeit lassen, der könnte ja noch interessant werden.<
Ja genau, weil wenn jemand auf den ersten Blick als totaler Loser erscheint, und auch noch eine Woche später, und auch noch die darauffolgende, dann hat das ja noch längst keine Aussagekraft. Ich mach mir gar nicht erst die Mühe es zu erklären und wechsle Richtung Garten, wo ich feststelle, dass der Vater gerade den ganzen angepflanzten Salat ausreißt und mich abmahnt, mehr auf das Unkraut auf zu passen, weil es sonst alles überwuchert.
Wo ich jetzt gerade bin, eh klar, ich hab mich im Klo verbarrikadiert!!
Freitag, April 20, 2007
Letztens beim Fortgehen
Wer sich nicht vorstellen kann, wie sehr ich im letzten Jahr gereift bin,dem präsentiere ich hier eine Zwischenbilanz. Lustige Leute feiern den lustigen Geburtstag von Fr.Mag.S., die inzwischen auch wieder ein Jahr mehr auf dem krummen, aber gut gepflegten Buckel hat, mit einem exzessiven Trink-In.
Noch vor 365 Tagen kamen wir uns vor wie Blinde unter Einäugigen, man erinnere sich an das Fiasko im U4. Sitzplätze wurden uns Angeboten, auch chemische Helferlein. Allerdings nicht Designerdrogen sondern Botox und andere Nervengifte. Statt Freundeskreis die Hardcorerapper und statt Hardrock Pop-Flop!
Nach nur einem Jahr Erholungspause(etwas mehr Regenerationszeit wäre angebracht gewesen), haben wir erneut einen Versuch gestartet und uns zum wöchentlichen Studententreff gewagt. Die Umstände waren günstig, wie gesagt war der Blutalkoholspiegel schon leicht erhöht, etwaige Vorurteile gemindert und dass Sichtfeld eingeschränkt und positiv getrübt. Doch so mancher Anblick ließ uns dennoch schon nach kurzer Zeit erzittern. Falls diese "Menschen", die dort ihr Unwesen trieben wirklich und rechtmäßig ordentliche Studenten gewesen sein sollten, dann kann ich nur zu folgendem Schluss kommen. Die WU macht neuerdings Exkursionen ins Nachtleben, um zu lernen, wie man harmlose Kleinverdiener wie uns mit Alkohol und schlechter Musik gefügig machen kann.
Ich und der Gesundheitsminister warnen...versuchen sie nicht öfter als einmal im Jahr ihr wirkliches Ich zu verhöhnen und sich einzureden sie sind nach wie vor 18 und Hipp-Teen.
P.S.: Lassen sie weiters ebenso die Finger von der BlueJean die sie damals trugen. Ihre Körperwahrnehmung könnte sich sonst radikal negativ verändern!!
Noch vor 365 Tagen kamen wir uns vor wie Blinde unter Einäugigen, man erinnere sich an das Fiasko im U4. Sitzplätze wurden uns Angeboten, auch chemische Helferlein. Allerdings nicht Designerdrogen sondern Botox und andere Nervengifte. Statt Freundeskreis die Hardcorerapper und statt Hardrock Pop-Flop!
Nach nur einem Jahr Erholungspause(etwas mehr Regenerationszeit wäre angebracht gewesen), haben wir erneut einen Versuch gestartet und uns zum wöchentlichen Studententreff gewagt. Die Umstände waren günstig, wie gesagt war der Blutalkoholspiegel schon leicht erhöht, etwaige Vorurteile gemindert und dass Sichtfeld eingeschränkt und positiv getrübt. Doch so mancher Anblick ließ uns dennoch schon nach kurzer Zeit erzittern. Falls diese "Menschen", die dort ihr Unwesen trieben wirklich und rechtmäßig ordentliche Studenten gewesen sein sollten, dann kann ich nur zu folgendem Schluss kommen. Die WU macht neuerdings Exkursionen ins Nachtleben, um zu lernen, wie man harmlose Kleinverdiener wie uns mit Alkohol und schlechter Musik gefügig machen kann.
Ich und der Gesundheitsminister warnen...versuchen sie nicht öfter als einmal im Jahr ihr wirkliches Ich zu verhöhnen und sich einzureden sie sind nach wie vor 18 und Hipp-Teen.
P.S.: Lassen sie weiters ebenso die Finger von der BlueJean die sie damals trugen. Ihre Körperwahrnehmung könnte sich sonst radikal negativ verändern!!
Dienstag, April 17, 2007
Letztens im Kino
Wer sich nicht vorstellen kann, wie ein typischer Kinoabend bei mir und der berühmten Angie so aussieht, kann sich natürlich jederzeit gerne dazu gesellen. Er sei aber vorab gewarnt, es sind nicht immer die leichtesten Unternehmungen, welchen wir uns hier stellen. Abenteuer von Anfang bis Ende, und immer die Gefahr im Nacken...
Es beginnt schon alleine bei der Filmauswahl, da wir meistens Beide nicht wissen, was gerade läuft und die elektronische Anzeige in unserem Lieblingskino schon seit über sechs Monaten außer Betrieb ist. Also los vor zur Kasse und die nette Schalterbeamtin von Nebenan nerven.
"Was denken sie denn, jetzt mal so als Fachkraft, welcher Film ist besser? X oder Y?" Die blonde Kinofachkraftfrau versprüht gestresste Blicke und entscheidet sich schweren Herzens für einen der genannten Filme. Wenn die gute Angie dann auch noch zu erfahren verlangt ob der Film denn lustig sei, die Blondine dies zögernd verneint, wohl aus Angst, das Beratungsgespräch in die Länge zu ziehen, und Angie gerade ob dieser Antwort verzückt mit dem Kopf nickt, sehnt sich Blondie nach dem AMS zurück.
Die Auswahl des Kinosnacks ist das nächste Hindernis. Nachos oder Popcorn. Popcorn oder Nachos. Und wenn Nachos, dann mit einer oder zwei Soßen? Keine Angst, den Snackverkäuferfacharbeiter verwickeln wir nicht in bedrängende Verkaufgespräche, aber auch nur aus Angst, vor der Menschenmenge hinter uns mit Fackeln aus dem Kino gejagt oder anderweitig gelyncht zu werden.
Schließlich endet auch wieder Alles mit der Filmauswahl auf. Und wie schon gesagt, lustig sind sie meistens nicht. Eher bestürzend, verwirrend, grauslich im sozial-ethischen Sinne, etc...So verlassen wir den Kinosaal häufig als die letzten Beiden Personen, obwohl sich selten mehr als fünf Menschen mit uns in einem Saal befinden.
Wer jetzt immer noch Lust hat uns zu begleiten, scheut euch nicht euch zu melden, es wird bestimmt wieder für ALLE Beteiligten ein unvergesslicher Abend.
Es beginnt schon alleine bei der Filmauswahl, da wir meistens Beide nicht wissen, was gerade läuft und die elektronische Anzeige in unserem Lieblingskino schon seit über sechs Monaten außer Betrieb ist. Also los vor zur Kasse und die nette Schalterbeamtin von Nebenan nerven.
"Was denken sie denn, jetzt mal so als Fachkraft, welcher Film ist besser? X oder Y?" Die blonde Kinofachkraftfrau versprüht gestresste Blicke und entscheidet sich schweren Herzens für einen der genannten Filme. Wenn die gute Angie dann auch noch zu erfahren verlangt ob der Film denn lustig sei, die Blondine dies zögernd verneint, wohl aus Angst, das Beratungsgespräch in die Länge zu ziehen, und Angie gerade ob dieser Antwort verzückt mit dem Kopf nickt, sehnt sich Blondie nach dem AMS zurück.
Die Auswahl des Kinosnacks ist das nächste Hindernis. Nachos oder Popcorn. Popcorn oder Nachos. Und wenn Nachos, dann mit einer oder zwei Soßen? Keine Angst, den Snackverkäuferfacharbeiter verwickeln wir nicht in bedrängende Verkaufgespräche, aber auch nur aus Angst, vor der Menschenmenge hinter uns mit Fackeln aus dem Kino gejagt oder anderweitig gelyncht zu werden.
Schließlich endet auch wieder Alles mit der Filmauswahl auf. Und wie schon gesagt, lustig sind sie meistens nicht. Eher bestürzend, verwirrend, grauslich im sozial-ethischen Sinne, etc...So verlassen wir den Kinosaal häufig als die letzten Beiden Personen, obwohl sich selten mehr als fünf Menschen mit uns in einem Saal befinden.
Wer jetzt immer noch Lust hat uns zu begleiten, scheut euch nicht euch zu melden, es wird bestimmt wieder für ALLE Beteiligten ein unvergesslicher Abend.
Dienstag, April 10, 2007
Körperkult(ur)

Wer sich nicht vorstellen kann, dass dies meiner eigenen, bescheidenen Siluette mehr als genau entspricht, der hat mich wirklich schon lange nicht mehr gesehen. Nach nunmehr einmonatigem, strengen Fitnessworkout, mit Kollegin Nici, haben Muskelgruppen von meinem Körper Besitz ergriffen, von denen ich noch nicht einmal geahnt hatte, dass ich sie beherberge. Doch nachdem ihr Dornröschenschlaf nun beendet wurde, schreiten sie raumfordernd voran. Dem Sommerurlaub in Brasilien steht also nichts mehr im Wege.
Natürlich stößt solch außergewöhnlich gutes Aussehen nicht nur auf Respekt und Bewunderung, nein, auch mit Neidern muss ich mich in letzter Zeit häufig herumschlagen. Doch auch Neid muss man sich erst verdienen! Aber wenn Hr. Pinokkeles missmutig in der Wohnung herum wandert, weil nun nicht mehr sein süßes Hinterteil im Mittelpunkt aller Interesse steht, kann dies schon etwas nerven. Als er dann auch noch angefangen hat, mir heimlich Butter in den Kaffee zu rühren, musste ich zu harten Maßnahmen greifen, und ihn bei den ATF einschreiben lassen. Um was es sich hierbei handelt.
ANONYME TORTILLIACHIPSFRESSER!!
Von nichts kommt eben nichts....
Freitag, April 06, 2007
Wenn der weiße Flieder wieder...
Wer sich nicht vorstellen kann, wie schön es in meinem Gärtchen derzeit ist, der kann mir nur Leid tun. Überall grünt und blüht es. Der Zierkirschenstrauch japanischer Abstammung, entfaltet ein schneegestöbergleiches Wirrwarr auf der zarten Frühlingswiese, wie es sonst nur in kitschigen Kristallkugeln vorkommt. Einfach nur herrlich.
Ein dreifaches Hoch auf den Frühling! Hip Hip Hurra!
Allerdings entsteht so eine Pracht aus Tulpen, Narzissen und Veilchen nicht über Nacht. Jemand hat sich da große Mühe gegeben, für alle die es nicht ahnen, dieser jemand ist, wer soll es auch sonst sein, ich, die ganzen, kleinen Zwiebeln in die Erde zu bringen. Und dafür war schon mal der ein oder andere Besuch beim Blumenmarkt nötig. Wer glaubt dort geht es zu, wie Sonntags in der Kirche, irrt gewaltig. Es gleicht eher Feiertags am Kirtag. Und zwar nicht Achterbahn oder Karussell, sondern der Monstrositätenshow im Gruselkabinett. Von der bärtigen Frau bis zum bauchfreien Burgenländer ist dort Alles vertreten! Sie rammen dich mit dem zweistöckigen Einkaufswaagen beiseite, als wären sie Jochen Rindts verloren geglaubten Söhne, nur um auch ja die besten Pelargonien zu ergattern. Sie pflücken heimlich die Erdbeeren von der Verkaufsware, denn das ist der Vorgeschmack auf die nachfolgende Leberkäs'semmel. Und zu guter Letzt mogeln sie sich an der Kasse auch noch vor. Zu Hobbiegärtnern fällt mir nur ein - Wehe wenn sie losgelassen.
Doch die neidischen Blicke der Passanten auf mein wohlgehegtes Gärtchen, sind mir die Strapazen mehr als wert.
Ein dreifaches Hoch auf den Frühling! Hip Hip Hurra!
Allerdings entsteht so eine Pracht aus Tulpen, Narzissen und Veilchen nicht über Nacht. Jemand hat sich da große Mühe gegeben, für alle die es nicht ahnen, dieser jemand ist, wer soll es auch sonst sein, ich, die ganzen, kleinen Zwiebeln in die Erde zu bringen. Und dafür war schon mal der ein oder andere Besuch beim Blumenmarkt nötig. Wer glaubt dort geht es zu, wie Sonntags in der Kirche, irrt gewaltig. Es gleicht eher Feiertags am Kirtag. Und zwar nicht Achterbahn oder Karussell, sondern der Monstrositätenshow im Gruselkabinett. Von der bärtigen Frau bis zum bauchfreien Burgenländer ist dort Alles vertreten! Sie rammen dich mit dem zweistöckigen Einkaufswaagen beiseite, als wären sie Jochen Rindts verloren geglaubten Söhne, nur um auch ja die besten Pelargonien zu ergattern. Sie pflücken heimlich die Erdbeeren von der Verkaufsware, denn das ist der Vorgeschmack auf die nachfolgende Leberkäs'semmel. Und zu guter Letzt mogeln sie sich an der Kasse auch noch vor. Zu Hobbiegärtnern fällt mir nur ein - Wehe wenn sie losgelassen.
Doch die neidischen Blicke der Passanten auf mein wohlgehegtes Gärtchen, sind mir die Strapazen mehr als wert.
Freitag, März 30, 2007
Das schwarze Loch Liebeskummer
Wer sich nicht vorstellen kann wie aufwendig die Pflege eines schwer depressiven Zwergkaninchens sich ab und an gestaltet, kann hier Orts gerne jederzeit Recherchen darüber einholen. So Zeitaufwendig sogar, dass man nicht einmal dazu kommt, es aufzuschreiben. Festzuhalten für die Nachwelt. To whom it may ... naja, ihr wisst ja was gemeint ist.
Er fraß keine einzige Karotte mehr, noch nicht mal Tortillia Chips. Trank kein Wasser und auch kein Bier. Selbst das Gras stapelt sich bis unters Dach, weil der potentielle Abnehmer den langen, lieben Tag nichts anderes tut, als stoisch aus dem Fenster zu glotzen und Libellen zu zählen. Versteht mich nicht falsch. Ich mag die fliegenden Kleindrachen sehr gerne, aber das muss dir mal einfallen.
Don't worry be happy, hab ich ihm ins Ohr gesäuselt. Auch andere Mütter haben Haustiere und natürlich den Klassiker, auch für dich gibt es eine Häsin die nur auf ihren Decker wartet. Oder auf einen Topf. Oder wie war das nochmal??
Bitte jetzt keine Massenmitleidmails, das schlimmste ist überstanden. Der Frühling steht ins Haus und auch wir Beide kommen jetzt aus unserem Loch gekrochen. Die Liebe ist eben nunmal ein seltsames Spiel!
Er fraß keine einzige Karotte mehr, noch nicht mal Tortillia Chips. Trank kein Wasser und auch kein Bier. Selbst das Gras stapelt sich bis unters Dach, weil der potentielle Abnehmer den langen, lieben Tag nichts anderes tut, als stoisch aus dem Fenster zu glotzen und Libellen zu zählen. Versteht mich nicht falsch. Ich mag die fliegenden Kleindrachen sehr gerne, aber das muss dir mal einfallen.
Don't worry be happy, hab ich ihm ins Ohr gesäuselt. Auch andere Mütter haben Haustiere und natürlich den Klassiker, auch für dich gibt es eine Häsin die nur auf ihren Decker wartet. Oder auf einen Topf. Oder wie war das nochmal??
Bitte jetzt keine Massenmitleidmails, das schlimmste ist überstanden. Der Frühling steht ins Haus und auch wir Beide kommen jetzt aus unserem Loch gekrochen. Die Liebe ist eben nunmal ein seltsames Spiel!
Sonntag, Februar 11, 2007
Surprise, Surprise

Man glaubt es kaum, man kann es nicht fassen, man ist (über)bestürzt vor Freude. Und wenn es ihnen schon so geht, wie glauben Sie habe ich mich erst gefühlt? Nach mehrmonatiger Abwesenheit, einer überstürzten Flucht und nichts als einem Post-it als Abschied, wurde endlich eine Nachricht von Hr. Pinokkeles angespült. Was auf dem Schmierzettel stand?
Bin mit Punchal auf in die Heimat. Auf uns wartet ein besseres Leben. Wir lieben
uns und schicken Photos vom Nachwuchs. In ewig ein Mitbewohner(deines
Herzens),
Peavy!
Und nun endlich, nach langem Warten, Bangen und Hoffen die ersten bedeutsamen Zeilen meines geliebten Kaninchens, der sich aufmachte um die Welt zu erobern. Was da geschrieben stand?
Katzen sind scheiße! Bin
in einer Woche zu Hause, besorg' was zu kiffen! Bis bald,
P.
Legenden...
Es ist schwer vom Glück zu erzählen, wenn es für jemanden selbst schon mehrere Jahre zurück liegt, den wolkenlosen Himmel gesehen zu haben. Und noch schwerer, wenn man dann, nach eingehendem Nachdenken, feststellen muss, dass selbst dieser Himmel nur ein Schattenbild war.
Also haben wir Alle nur die Wahl zwischen diesen zwei Arten sich Selbst zu zerstören. Die Wahl zwischen zwei Arten zu lieben...
Du liebst einen (A)Mann, du liebst ihn bedienungslos, forderst NICHTS im Gegenzug dazu. Erhälts auch nur das was du forderst, im besten Fall. Du liebst ihn aufgrund seiner Wildheit und Entschlossenheit. Liebst ihn aufgrund dessen, was er ist. Ein unbezähmbares Tier, das, auch wenn es dir Zuneigung entgegen bringt, dir doch nie gehören wird. Immer wild sein wird. Du bleibst einsam und unverstanden!
Du entscheidest dich, wahrscheinlich wider besseren Gewissens, für einen (B)Mann, den du niemals respektieren wirst. Jemand der dich ungefragt, auf bloßen Händen in den Himmel tragen wird. Ein Himmel, der für dich immer nur unerträglich heiß und langweilig sein wird. Er wird dir jeden Wunsch von den Augen ablesen und dich doch niemals ganz ergründen können. Du bleibst einsam und unverstanden.
Oder C: Du bleibst einsam, aber wenigstens dir Selbst treu. Du wirst alleine sein, aber wenigstens verleugnest du dich nicht. Du wirst wahrscheinlich ebenfalls einsam und unverstanden sterben!
Doch wenn sich jemals wieder wolkenloser Himmel zeigen sollte, dann weißt du, die Sonne scheint nur für dich!
Also haben wir Alle nur die Wahl zwischen diesen zwei Arten sich Selbst zu zerstören. Die Wahl zwischen zwei Arten zu lieben...
Du liebst einen (A)Mann, du liebst ihn bedienungslos, forderst NICHTS im Gegenzug dazu. Erhälts auch nur das was du forderst, im besten Fall. Du liebst ihn aufgrund seiner Wildheit und Entschlossenheit. Liebst ihn aufgrund dessen, was er ist. Ein unbezähmbares Tier, das, auch wenn es dir Zuneigung entgegen bringt, dir doch nie gehören wird. Immer wild sein wird. Du bleibst einsam und unverstanden!
Du entscheidest dich, wahrscheinlich wider besseren Gewissens, für einen (B)Mann, den du niemals respektieren wirst. Jemand der dich ungefragt, auf bloßen Händen in den Himmel tragen wird. Ein Himmel, der für dich immer nur unerträglich heiß und langweilig sein wird. Er wird dir jeden Wunsch von den Augen ablesen und dich doch niemals ganz ergründen können. Du bleibst einsam und unverstanden.
Oder C: Du bleibst einsam, aber wenigstens dir Selbst treu. Du wirst alleine sein, aber wenigstens verleugnest du dich nicht. Du wirst wahrscheinlich ebenfalls einsam und unverstanden sterben!
Doch wenn sich jemals wieder wolkenloser Himmel zeigen sollte, dann weißt du, die Sonne scheint nur für dich!
Best of presents...
Der eindeutige Vorteil daran ein Jahr älter zu werden, liegt in den vielen, vielen tollen Geschenken, die man danach sein Eigen nennen darf. Oder eigentlich auch davor, ist ja noch nicht ganz soweit! Da haben sich heuer einige Leute große Gedanken zu diesem Thema gemacht und einen Querschnitt durch all meine Freizeitbeschäftigungen gezogen...
Das erstePackerl, quadratisch, praktisch, gut, war aus Hartpapier und nennt sich weitläufig "Buch". Toll, hatte ich bisher noch nicht! (Etwas mit dem man mir immer eine Freude machen kann, obwohl es sich für entferntere Freunde, die nicht gerade in meinen Bücherregalen Staub wischen, zunehmend schwerer gestaltet, eines zu finden, welches ich noch nicht kenne)
Das zweite Geschenk, klein, glitzernd und mit vielen Glasperlen, nein kein Traumfänger, sondern eine einnehmende Halskette, die meinen Geschmack voll getroffen hat. Danke (Trommelwirbel, du wirst wieder namentlich erwähnt) Angie!
In der Reihe setzte sich das Auspacken fort, Ritsch Ratsch - Papier ab und erstaunte, freudige Ohh und Ahh Ausrufe! Doch dann ... und das stimmt mich bedenklich ... was denkt mein Freundeskreis nur über mich, wenn man mir an meinem Ehrentag folgendes überreicht:
(noch dazu mit den Worten: Ich weiß du brauchst das)
SCHNAPSGLÄSER!
Schande über mein Haupt!
Das erstePackerl, quadratisch, praktisch, gut, war aus Hartpapier und nennt sich weitläufig "Buch". Toll, hatte ich bisher noch nicht! (Etwas mit dem man mir immer eine Freude machen kann, obwohl es sich für entferntere Freunde, die nicht gerade in meinen Bücherregalen Staub wischen, zunehmend schwerer gestaltet, eines zu finden, welches ich noch nicht kenne)
Das zweite Geschenk, klein, glitzernd und mit vielen Glasperlen, nein kein Traumfänger, sondern eine einnehmende Halskette, die meinen Geschmack voll getroffen hat. Danke (Trommelwirbel, du wirst wieder namentlich erwähnt) Angie!
In der Reihe setzte sich das Auspacken fort, Ritsch Ratsch - Papier ab und erstaunte, freudige Ohh und Ahh Ausrufe! Doch dann ... und das stimmt mich bedenklich ... was denkt mein Freundeskreis nur über mich, wenn man mir an meinem Ehrentag folgendes überreicht:
(noch dazu mit den Worten: Ich weiß du brauchst das)
SCHNAPSGLÄSER!
Schande über mein Haupt!
Donnerstag, Februar 08, 2007
Altern in Würde
Erich Maria Remarque; deutscher Schriftsteller (1989 - 1970)
Vergessen können ist das Geheimnis ewiger Jugend. Wir werden alt durch Erinnerung.
Vergessen können ist das Geheimnis ewiger Jugend. Wir werden alt durch Erinnerung.

So nehme ich denn Abschied, schweren Herzens, von meiner Jugend, und gehe mit meinem Säckchen Erinnerungen tapfer weiter. Es gibt wahrscheinlich auch schlimmeres, als 25 zu werden. Das werde ich dann nächstes Jahr um diese Zeit feststellen!!
Ist euch eigentlich dieser Oldie: "Ich zähle täglich meine Sorgen" bekannt? Kann man den wohl auch auf Falten umlegen? (Ich zähle täglich meine Falten, denn ich falt' mich sehr?)
Mittwoch, Februar 07, 2007
Ab in die Mitte V
Du durchwanderst ein Tor aus schwarzem Gestein und bewunderst noch die ursprüngliche Architektur. Da breitet er sich vor dir aus und nimmt dir fast dir Luft zum Atmen. Ein riesiger See aus glimmender Flüssigkeit, hier und da brodelnd und ein schmaler Grat der direkt in dessen Mitte zu führen scheint. Unbekümmert gehst du weiter und befindest dich bald auf dieser winzigen Plattform, mitten im Leben. Es erstaunt dich nicht wenig hier ein solches Objekt zu sehen. Eisen in den Stein gegossen. Unerschütterlich verwurzelt, den Jahren und Jahrzehnten trotzend die kantige Form entgegenreckend. Das letzte Mal, dass du solch ein Ding benutztest, liegt weit zurück. Es war in der Volksschule, eine Exkursion auf den Kahlenberg, wo man solche Ferngläser mit glitzernden Münzen füttern musste, um sich ihre Dienste zu sichern. Wer hätte es gedacht, sogar im spirituellen Brennpunkt herrscht Profitgier vor. Besorgt, denn all dein Kleingeklimper liegt mehrere Etagen höher, in der rückwärtigen Hosentasche deiner Jeans, nimmst du die Touristenattraktion näher unter die Lupe. Nein, sieh mal an, die Götter der Unterwelt erweisen sich gnädiger, als gedacht. Der erste Blick durch das magische Kaleidoskop ist kostenlos. Hoffentlich nicht umsonst. Jetzt musst du dich doch für einen Moment setzten.
Spekulierst, was wird dich wohl erwarten? Was ist der Sinn des Lebens, wen oder was wirst du am anderen Ende der Röhre sehen? Gott? Einen Auftrag? Deine Zukunft? Der Mut verlässt dich, obwohl die Neugierde nicht abnimmt. Allein, will man wirklich wissen, was im Leben auf einen zukommt. Möchte man das erfahren, was sonst keiner weiß? Sich heraus heben aus der breiten Masse? Um den Preis, dann noch einsamer zu stehen, als zu Beginn der Reise? Du überlegst!
Hinter dir nimmt die Geräuschkulisse zu und du wendest den Kopf. Überrascht, aber dann doch nicht wirklich, sie Alle hier vereint zu sehen. Das Brummen, das Johlen, das Fiepen. Senior, Teenager und Junior! Ein flottes Gespann. Sie wollen dir etwas sagen, rufen und raunen dir etwas hinter die Ohren. Nur zu, nur zu! Nun trau dich doch! Und obwohl du deine Brille abgelegt hast siehst du endlich klar. Siehst den winzigen Teil von dir, in ihnen. Die Zeit vergeht und wird nicht still stehen, auch nicht für dich. Also nutzt du sie und rappelst dich erneut auf.
Zwei Schritte vor dir die Antwort auf all deine Fragen. Und mit neuem Mut gehst du voran und wagst den Blick, gefasst alles zu sehen, was auch immer es sein mag. Genug Versteck gespielt, genug gesucht, du bist bereit zu finden. Und was erblicken deine wandermüden Augen nun endlich.
Niemand anderen als dich selbst, in winziger, spiegelverkehrter Pose. Da lacht der kleine Spiegel-Karl-Werner und hebt erfreut die Hand zum Gruß. Zwinkernd winkt er dir zu und formt den Mund zu Worten die du mehr fühlst, als hörst. Gut gemacht!
Spekulierst, was wird dich wohl erwarten? Was ist der Sinn des Lebens, wen oder was wirst du am anderen Ende der Röhre sehen? Gott? Einen Auftrag? Deine Zukunft? Der Mut verlässt dich, obwohl die Neugierde nicht abnimmt. Allein, will man wirklich wissen, was im Leben auf einen zukommt. Möchte man das erfahren, was sonst keiner weiß? Sich heraus heben aus der breiten Masse? Um den Preis, dann noch einsamer zu stehen, als zu Beginn der Reise? Du überlegst!
Hinter dir nimmt die Geräuschkulisse zu und du wendest den Kopf. Überrascht, aber dann doch nicht wirklich, sie Alle hier vereint zu sehen. Das Brummen, das Johlen, das Fiepen. Senior, Teenager und Junior! Ein flottes Gespann. Sie wollen dir etwas sagen, rufen und raunen dir etwas hinter die Ohren. Nur zu, nur zu! Nun trau dich doch! Und obwohl du deine Brille abgelegt hast siehst du endlich klar. Siehst den winzigen Teil von dir, in ihnen. Die Zeit vergeht und wird nicht still stehen, auch nicht für dich. Also nutzt du sie und rappelst dich erneut auf.
Zwei Schritte vor dir die Antwort auf all deine Fragen. Und mit neuem Mut gehst du voran und wagst den Blick, gefasst alles zu sehen, was auch immer es sein mag. Genug Versteck gespielt, genug gesucht, du bist bereit zu finden. Und was erblicken deine wandermüden Augen nun endlich.
Niemand anderen als dich selbst, in winziger, spiegelverkehrter Pose. Da lacht der kleine Spiegel-Karl-Werner und hebt erfreut die Hand zum Gruß. Zwinkernd winkt er dir zu und formt den Mund zu Worten die du mehr fühlst, als hörst. Gut gemacht!
Ab in die Mitte IV
Und da denkst du, welch ein Glück, dass es endlich passiert. Da wird dir erst klar, wie lange du schon nach diesem Weg ausgeguckt hast, gesucht hast. Wohin gehen, wo einbiegen, links oder rechts, vor oder zurück? Nun hast du einiges an Strecke zurück gelegt und allmählich fast dein gesamtes Leben Revue passieren lassen. Auch wenn noch nicht viel davon vorbei ist, so war dir doch nie klar warum die Dinge so liegen, wie sie sich nun mal vor dir ausbreiten. Ähnlich einem irrwitzigem Mikadospiel, bei dem du immer wissen wolltest, wie du es schaffen könntest, an den bunten Zwanzigpunkte-Stock heran zu kommen, ohne die anderen zu bewegen, möchtest du nun endlich erfahren, warum diese verfluchten Stäbchen überhaupt so wirr in der Gegend herum faulenzen. Da hat sich plötzlich die Spalte aufgetan, vor deiner Nase, am Weg zur Bildungswerkstatt, so unvorhergesehen, wie Tulpen im Jänner. Der Klimawandel ist schuld. Schuld, dass alles sich gewandelt hat, dein ganzes Leben. So als ob Vollmond alleine für dich nicht gereicht hätte. Nein, du brauchtest einen Extraschubs in die richtige Richtung. Da hast du nun endlich eingesehen, dass es egal zu sein scheint, ob Menschen die dein Leben kreuzen nun Beate, Elisabeth oder L. Freudmann hießen. Weil am Ende da stets bloß nur ein Einziger bleibt. Karl-Werner! Karl-Werner in Shorts und T-Shirt, denn die Wärme steigert sich in brütende Hitze. Und die 501'er schmiegt sich elegant an eine Treppenstufe. Stonewashed, im wahrsten Sinne des Wortes. Only the Lonely pfeifst du vor dich hin, und wunderst dich selbst über deine Sorglosigkeit. Warum du jetzt gerade an Del Shannon denken musst, ist dir nicht ganz klar, aber wen kümmert es denn schon? Ist ja niemand in der Nähe, der dir deine Vorliebe für alte, englische Schlager vorwerfen könnte.
Immer tiefer tapst du, nur in Unterwäsche, und trotzdem wird die Hitze immer unerträglicher. Lässt dich an den heißen Sommer 2003 denken. Mann, war das ein Jahr, war das ein Sommer. Jeden Tag am Stausee, ständig unter der glühenden Sonne, wenn man die Augen geschlossen hielt, konnte man sich nach Griechenland träumen. Ans blaue Meer, an einen weißen Strand, Kieselsteinstrand versteht sich. Da war so ein Gefühl von Gelöstheit in der Luft und natürlich Julia. Julia die diese süßen Sommersprossen hatte. Julia die immer mit einem alten Strohhut im Schatten lag und die sommerbesprosste Nase tief in ein Buch steckte. Julia, die dich wirklich mochte. Was für ein Sommer! Eiskaltes Bier aus der Kühlbox und eine Partie Schwarzer Peter, wenn es zum Schwimmen zu heiß war. Julias Rücken mit Sonnenmilch eincremen und noch ein Bier…
Sie hat dich wirklich gemocht, aber mit dem Herbst zog dieses Gefühl weiter, wie die Schwalben. Richtung Süden, immer mit der Sonne mit. Und Karl-Werner war wieder Karl-Werner, nicht mehr und nicht weniger.
Gute Zeiten, Schlechte Zeiten, denkst du und bahnst dir weiter deinen Weg. Links, Links, Links herum. Only the Lonely! Die Brille ist inzwischen gänzlich unbrauchbar und wandert deswegen, schwups, gemeinsam mit dem Shirt über Bord. Darum siehst du nicht, hörst nur, wie ein Fiepen sich langsam den Weg bahnt. Daran hättest du denken können. Im Dreiergespann hat es schließlich noch gefehlt. Genau wie Kaspar, Melchior und Balthasar die größten Taten zusammen vollbrachten, genau wie die drei Musketiere stets zusammen hielten, vom Unterbewussten hin bis zum Über-Ich, es sind doch immer drei Geister die gerufen werden. Neugierig bist du nun schon etwas. Das Fiepen kommt näher, zögerlich doch stetig und robbt schließlich ganz langsam um die Kurve. Krabbelt im Strampelanzug dahin. Genauso unbekümmert wie du deinen Weg gehst. Zielstrebig! Fast da, denkst du. Es muss so sein und du fieberst dem Moment entgegen. Wie wird er wohl sein. Der Mittelpunkt der Erde, der Ursprung allen Lebens, des Rätsels Lösung?
Immer tiefer tapst du, nur in Unterwäsche, und trotzdem wird die Hitze immer unerträglicher. Lässt dich an den heißen Sommer 2003 denken. Mann, war das ein Jahr, war das ein Sommer. Jeden Tag am Stausee, ständig unter der glühenden Sonne, wenn man die Augen geschlossen hielt, konnte man sich nach Griechenland träumen. Ans blaue Meer, an einen weißen Strand, Kieselsteinstrand versteht sich. Da war so ein Gefühl von Gelöstheit in der Luft und natürlich Julia. Julia die diese süßen Sommersprossen hatte. Julia die immer mit einem alten Strohhut im Schatten lag und die sommerbesprosste Nase tief in ein Buch steckte. Julia, die dich wirklich mochte. Was für ein Sommer! Eiskaltes Bier aus der Kühlbox und eine Partie Schwarzer Peter, wenn es zum Schwimmen zu heiß war. Julias Rücken mit Sonnenmilch eincremen und noch ein Bier…
Sie hat dich wirklich gemocht, aber mit dem Herbst zog dieses Gefühl weiter, wie die Schwalben. Richtung Süden, immer mit der Sonne mit. Und Karl-Werner war wieder Karl-Werner, nicht mehr und nicht weniger.
Gute Zeiten, Schlechte Zeiten, denkst du und bahnst dir weiter deinen Weg. Links, Links, Links herum. Only the Lonely! Die Brille ist inzwischen gänzlich unbrauchbar und wandert deswegen, schwups, gemeinsam mit dem Shirt über Bord. Darum siehst du nicht, hörst nur, wie ein Fiepen sich langsam den Weg bahnt. Daran hättest du denken können. Im Dreiergespann hat es schließlich noch gefehlt. Genau wie Kaspar, Melchior und Balthasar die größten Taten zusammen vollbrachten, genau wie die drei Musketiere stets zusammen hielten, vom Unterbewussten hin bis zum Über-Ich, es sind doch immer drei Geister die gerufen werden. Neugierig bist du nun schon etwas. Das Fiepen kommt näher, zögerlich doch stetig und robbt schließlich ganz langsam um die Kurve. Krabbelt im Strampelanzug dahin. Genauso unbekümmert wie du deinen Weg gehst. Zielstrebig! Fast da, denkst du. Es muss so sein und du fieberst dem Moment entgegen. Wie wird er wohl sein. Der Mittelpunkt der Erde, der Ursprung allen Lebens, des Rätsels Lösung?
Freitag, Februar 02, 2007
Ab in die Mitte III
Der Schmerz saß tief und rutschte in, dir bis dato noch unbekanntere Sphären, als aus Frl. Schmiedinger schließlich Fr. Schober wird. Da streifte sie das Flamencokleid ab, wie einen zu eng gewordenen Kokon, und schlüpfte in die neue Hülle. Eine dunkelgrüne Heurigenschürze, in welcher sie fortan aufgebackene Salzstangen mit Frühlingsaufstrich zu kredenzen dachte. Ihr Traum war erfüllt, der deine dahin, und in dieser traumlosen Periode deines noch jungen Daseins, sahst du Hoffnung auf Liebe schwinden.
Da auch jetzt die Frau deines Lebens noch fern, wenn auch hoffentlich schon in greifbarerer Nähe, ist, ziehst du weiter deine Kreise. Immer der Hitze nach, die dich an den Kachelofen deiner Großmutter erinnert. Es ist drückend und still und ein Gefühl, als wärst du der letzte Mensch auf der Welt. Alles steigert sich noch durch die Einsicht, wie verrückt dieses Unterfangen sich in zunehmender Art und Weise gestaltet. Verrückt bist du inzwischen längst. Nämlich noch weitere fünf Stock tiefer, wo das Magma bereits eine Spur schneller läuft als du selbst und lustige Schmatzgeräusche zurück lässt, wenn ein Tropfen den Weg in die Dunkelheit sucht. Da bricht ein Johlen die Lautlosigkeit und lässt dich aufhorchen. Die Stirn gerunzelt, die Hände an deinem flaumigen Kinnbart. Denkerpose! Doch jetzt nicht an den spärlichen Haarwuchs im Gesicht, der bei anderen Männern_Buben mit zwanzig ganz anders aussieht. Ein Johlen, das die Stufen hinab zu hüpfen scheint. Denkbar dass es den Anschluss an das Brummen verloren hat, doch das macht im sichtlich nicht zu schaffen. Völlig zufrieden hört es sich an, wie es so lauter und leiser werdend immer hörbarer wird. Sogar glücklich, etwas ausgelassen. Du bist gespannt es endlich zu sehen, mit eigenen Augen, gehst bereitwillig an den äußersten Rand der Treppe, um Zwischen_fälle zu vermeiden. Immerhin geht es tief hinab. Ein Sturz wäre tödlich. Und das noch im günstigsten Fall. Da hopst es auch schon beschwingt vorbei, tippt sich kurz mit Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand an den Kopf und rauscht vorüber. Ein Lächeln auf den Lippen ein Zucken im Mundwinkel. Diesmal hast du es genau bemerkt. Viel Spaß möchtest du rufen, willst aber nicht aufdringlich sein. Die Jeans standen ihm gut, dem Johlen, geben ihm einen jugendlichen Touch. Auch das schwarze T-Shirt. Alles in Allem ein recht angenehmer Eindruck. Schade, dass es so in Eile war. Nun Ja, wer bremst verliert, denkst du, und gibst selbst auch wieder mehr Gas. Zurück auf die Mittelspur und…nach links, klar, wohin auch sonst?
Wenn’s doch nur immer so einfach wäre fort zu kommen. Meist läuft es stockender, oder gar nicht, kriecht nur, und du stirbst tausend Langeweiletode, schon bevor der Weg überhaupt begonnen hat. Freilich, hier kommst du richtig in Fahrt, obwohl du ja doch nur bergab gehst, doch nur nach links und doch nur mit dir alleine. Aber das bist du gewohnt. Schließlich lief es auch mit der dritten Frau in deinem Leben nicht so optimal, wie du es dir erträumt hattest. Lisa hieß sie. Lisa, was für ein Name, selbst im Angesicht dieses Höllenfeuers jagen sich Schauder über deine Wirbelsäule. Spielen fangen und Räuber und Gendarm. L.I.S.A. Und sofort die zwei hübschen blauen Augen, die langen Haselnusshaare, die Goldfäden versteckten, und den kleinen Schmollmund, den zu küssen du nie gewagt hast. Brummen her, Johlen hin, wenn Lisa lacht, dann geht in dir die Sonne auf, denkst du. Warum nur hat sie das nie gemerkt? Zwei Reihen vor dir ist sie gesessen, volle vier Jahre lang, bis zur Matura. Sie hat sich nie umgedreht, sie hat dich nie nach einem Spitzer oder Radiergummi gefragt, sie hat dir nie eine Zigarette angeboten, am Pausenhof. Und obwohl du sie meistens nur von hinten gesehen hast, hast du ihr Gesicht auswendig aufzeichnen können. In schwarz-weiß, nicht nur einmal, dein ganzes Kinderzimmer war voll mit Lisaporträts. Immer wenn du Peter Cornelius hörst, musst du an sie denken. Und in jedem Kaffeehaus, in dem du in deinem bisherigen Studentenleben vorbei gekommen bist, und das waren doch mehrere, hältst du nach ihr Ausschau. Am Ende sitzt du doch alleine. Du bist es gewohnt.
Da auch jetzt die Frau deines Lebens noch fern, wenn auch hoffentlich schon in greifbarerer Nähe, ist, ziehst du weiter deine Kreise. Immer der Hitze nach, die dich an den Kachelofen deiner Großmutter erinnert. Es ist drückend und still und ein Gefühl, als wärst du der letzte Mensch auf der Welt. Alles steigert sich noch durch die Einsicht, wie verrückt dieses Unterfangen sich in zunehmender Art und Weise gestaltet. Verrückt bist du inzwischen längst. Nämlich noch weitere fünf Stock tiefer, wo das Magma bereits eine Spur schneller läuft als du selbst und lustige Schmatzgeräusche zurück lässt, wenn ein Tropfen den Weg in die Dunkelheit sucht. Da bricht ein Johlen die Lautlosigkeit und lässt dich aufhorchen. Die Stirn gerunzelt, die Hände an deinem flaumigen Kinnbart. Denkerpose! Doch jetzt nicht an den spärlichen Haarwuchs im Gesicht, der bei anderen Männern_Buben mit zwanzig ganz anders aussieht. Ein Johlen, das die Stufen hinab zu hüpfen scheint. Denkbar dass es den Anschluss an das Brummen verloren hat, doch das macht im sichtlich nicht zu schaffen. Völlig zufrieden hört es sich an, wie es so lauter und leiser werdend immer hörbarer wird. Sogar glücklich, etwas ausgelassen. Du bist gespannt es endlich zu sehen, mit eigenen Augen, gehst bereitwillig an den äußersten Rand der Treppe, um Zwischen_fälle zu vermeiden. Immerhin geht es tief hinab. Ein Sturz wäre tödlich. Und das noch im günstigsten Fall. Da hopst es auch schon beschwingt vorbei, tippt sich kurz mit Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand an den Kopf und rauscht vorüber. Ein Lächeln auf den Lippen ein Zucken im Mundwinkel. Diesmal hast du es genau bemerkt. Viel Spaß möchtest du rufen, willst aber nicht aufdringlich sein. Die Jeans standen ihm gut, dem Johlen, geben ihm einen jugendlichen Touch. Auch das schwarze T-Shirt. Alles in Allem ein recht angenehmer Eindruck. Schade, dass es so in Eile war. Nun Ja, wer bremst verliert, denkst du, und gibst selbst auch wieder mehr Gas. Zurück auf die Mittelspur und…nach links, klar, wohin auch sonst?
Wenn’s doch nur immer so einfach wäre fort zu kommen. Meist läuft es stockender, oder gar nicht, kriecht nur, und du stirbst tausend Langeweiletode, schon bevor der Weg überhaupt begonnen hat. Freilich, hier kommst du richtig in Fahrt, obwohl du ja doch nur bergab gehst, doch nur nach links und doch nur mit dir alleine. Aber das bist du gewohnt. Schließlich lief es auch mit der dritten Frau in deinem Leben nicht so optimal, wie du es dir erträumt hattest. Lisa hieß sie. Lisa, was für ein Name, selbst im Angesicht dieses Höllenfeuers jagen sich Schauder über deine Wirbelsäule. Spielen fangen und Räuber und Gendarm. L.I.S.A. Und sofort die zwei hübschen blauen Augen, die langen Haselnusshaare, die Goldfäden versteckten, und den kleinen Schmollmund, den zu küssen du nie gewagt hast. Brummen her, Johlen hin, wenn Lisa lacht, dann geht in dir die Sonne auf, denkst du. Warum nur hat sie das nie gemerkt? Zwei Reihen vor dir ist sie gesessen, volle vier Jahre lang, bis zur Matura. Sie hat sich nie umgedreht, sie hat dich nie nach einem Spitzer oder Radiergummi gefragt, sie hat dir nie eine Zigarette angeboten, am Pausenhof. Und obwohl du sie meistens nur von hinten gesehen hast, hast du ihr Gesicht auswendig aufzeichnen können. In schwarz-weiß, nicht nur einmal, dein ganzes Kinderzimmer war voll mit Lisaporträts. Immer wenn du Peter Cornelius hörst, musst du an sie denken. Und in jedem Kaffeehaus, in dem du in deinem bisherigen Studentenleben vorbei gekommen bist, und das waren doch mehrere, hältst du nach ihr Ausschau. Am Ende sitzt du doch alleine. Du bist es gewohnt.
Mittwoch, Jänner 31, 2007
Ab in die Mitte II
Unsicher wie gefährlich es ist, dein Unterfangen weiter fortzusetzen, lässt du dich auf einer der Treppenstufen nieder und blinzelst verängstigt im Kreis. Die Brille, die aufgrund der Hitze ohnehin schon einen Zustand der Dauerbeschlagenheit angenommen hat, verfärbt sich zusätzlich noch milchiger und nun bringt auch das Auf und Niederschlagen der Augenlider keinen nachweislichen Seherfolg mehr ein. Das Brummen hingegen, scheint sich nicht mit solchen Problemen herumschlagen zu müssen, denn es wächst und gedeiht gegenüber deiner voranschreitenden Sehbehinderung. Das einzige was bei dir zunimmt, bis auf deine Angst in eine brenzlige Situation zu geraten. Das Brummen wird tiefer, das Brummen kommt immer näher, das Brummen ist schon fast da. Und schließlich, du wischst bereits über die Gleitsichtgläser deiner Brille, wie die nervösen Gummiblätter über die Windschutzscheibe eines alten Golfs, steht das Brummen genau hinter dir.
Ob es wohl kurz vorbei könnte, fragt es dich höflich und schreitet auch schon weiter. Verliert wieder an Tiefe, Größe und schließlich auch an Gestalt. Und du denkst, schon lange nicht mehr ein solch höfliches Brummen gesehen zu haben. Wenn überhaupt schon jemals ein solch Liebenswertes dabei gewesen sein sollte. Es mag durchaus sein, dass das Brummen sogar ein wenig gezwinkert hat. Beschwören würdest du es nun zwar nicht mehr wollen, du bist aber generell eher ein Abschwörer, doch nun ja, es ist wie es ist. Nicht wahr?
Komisch nur, dass das Brummen so menschlich ausgesehen hat. Die Stiefel, der Spazierstock, irgendwie könntest du das Alles rechtfertigen. Aber die Schirmkappe, die gibt dir schwer zu denken. Noch dazu aus braunem Kord. Zeig mir ein wirklich ernstzunehmendes Brummen, sagst du ganz trocken zu dir selbst, dass bei einem Spaziergang zur Mitte der Erde eine Schirmkappe aus braunem Kord trägt. Betrübt stellst du fest, dass auch in diesem Bereich auf Erden einfach nichts so ist, wie es früher einmal war und verstehst zum ersten Mal deinen Vater. Deinen Vater, wenn er mit Predigerstimme lobt, wie die Zeiten waren und längst nicht mehr sind. Und wie er freudestrahlend erzählt wie schön es war, damals, zu Fuß zu marschieren, die nächsten zwanzig Kilometer zur Schule, und das bei einem Meter Neuschnee. Jeden Tag. Jetzt weißt du er hat Recht, und grübelst über den Schnee nach, den du selbst so gut wie nie zu Gesicht bekommst. Für soviel Neuschnee lohnt es sich ein Wagnis einzugehen. Wenn nicht für Schnee, für was denn dann, pflichtest du dir selbst bei und setzt deinen Weg fort. Erinnert an dein Vorhaben, das Rätsel des Klimawandels zu ergründen.
Immer noch ist links der Weg an dem zu rütteln es nicht gilt. Weil es nicht geht und weil es scheinbar nun mal so vorher bestimmt ist. Das Magma um dich herum nimmt noch wärmere Rottöne an, gibt auch etwas mehr Wärme ab, als zu Anfang deiner Reise. Du denkst, dass man Magma eben mag, aber dass du bis jetzt auch ganz gut ohne glühende Substanzen ausgekommen bist. Ausgenommen der glühenden Verehrung die du für deine Lehrerin in der zweiten Klasse der Volksschule Grinzing gehegt hattest. Frl. Fritzchen hieß die Gute und noch heute treibt dir ihr Bild im Kopf die Röte in die Wangen. Sie war die Frau deines Lebens, die Frau die man nur einmal trifft! Dann vielleicht täglich, außer Samstag und Sonntags, für vier Jahre, aber alleine, was bringt es, wenn man nicht älter las zehn ist, und Frl. Fritzchen verlobt mit dem stellvertretendem Leiter der Zentralsparkasse? Noch immer frustriert dich der Gedanke an diese traurige Phase deines Lebens. Du warst froh, die Volksschule endlich verlassen zu können und Größerem entgegen zu schreiten. Bliebst aber förmlich postwendend an Frl. Schmiedinger hängen. Der Musikprofessorin, die die Unterstufen deines Gymnasiums betreute. Eine schöne Frau, für wahr. Die Haare, zu einem strengen Knoten in Nacken gedreht, deuteten auf Spanischen Wind hin. Schwarz und glänzend wie die Nacht dunkel ist. Nur der Name rasselt etwas in den Ohren, wie Blechdosengeschepper hinter Hochzeitslimousinen. Aber mochten die anderen Jungs nur wählerisch sein, du konntest mit geschlossenen Augen ganz gut so tun, als ob Fr. Schmiedinger im wirklichen Leben Sig. Castagnella heiße und Zitronenpflückerin und Flamencotänzerin an der südlichen Agave sei. Tag und Nacht, Nacht und Tag_deine kleinen Bubenphantastereien hingen ihr am sinnlichen Mund. Doch auch sie war vergeben und versprochen. Zwar nicht dem Stierkämpfer Antonio, doch immerhin dem reichen Heurigenwirt Ferdinand Schober, den von der Angel zu lassen sie verständlicherweise nicht gewillt war.
Ob es wohl kurz vorbei könnte, fragt es dich höflich und schreitet auch schon weiter. Verliert wieder an Tiefe, Größe und schließlich auch an Gestalt. Und du denkst, schon lange nicht mehr ein solch höfliches Brummen gesehen zu haben. Wenn überhaupt schon jemals ein solch Liebenswertes dabei gewesen sein sollte. Es mag durchaus sein, dass das Brummen sogar ein wenig gezwinkert hat. Beschwören würdest du es nun zwar nicht mehr wollen, du bist aber generell eher ein Abschwörer, doch nun ja, es ist wie es ist. Nicht wahr?
Komisch nur, dass das Brummen so menschlich ausgesehen hat. Die Stiefel, der Spazierstock, irgendwie könntest du das Alles rechtfertigen. Aber die Schirmkappe, die gibt dir schwer zu denken. Noch dazu aus braunem Kord. Zeig mir ein wirklich ernstzunehmendes Brummen, sagst du ganz trocken zu dir selbst, dass bei einem Spaziergang zur Mitte der Erde eine Schirmkappe aus braunem Kord trägt. Betrübt stellst du fest, dass auch in diesem Bereich auf Erden einfach nichts so ist, wie es früher einmal war und verstehst zum ersten Mal deinen Vater. Deinen Vater, wenn er mit Predigerstimme lobt, wie die Zeiten waren und längst nicht mehr sind. Und wie er freudestrahlend erzählt wie schön es war, damals, zu Fuß zu marschieren, die nächsten zwanzig Kilometer zur Schule, und das bei einem Meter Neuschnee. Jeden Tag. Jetzt weißt du er hat Recht, und grübelst über den Schnee nach, den du selbst so gut wie nie zu Gesicht bekommst. Für soviel Neuschnee lohnt es sich ein Wagnis einzugehen. Wenn nicht für Schnee, für was denn dann, pflichtest du dir selbst bei und setzt deinen Weg fort. Erinnert an dein Vorhaben, das Rätsel des Klimawandels zu ergründen.
Immer noch ist links der Weg an dem zu rütteln es nicht gilt. Weil es nicht geht und weil es scheinbar nun mal so vorher bestimmt ist. Das Magma um dich herum nimmt noch wärmere Rottöne an, gibt auch etwas mehr Wärme ab, als zu Anfang deiner Reise. Du denkst, dass man Magma eben mag, aber dass du bis jetzt auch ganz gut ohne glühende Substanzen ausgekommen bist. Ausgenommen der glühenden Verehrung die du für deine Lehrerin in der zweiten Klasse der Volksschule Grinzing gehegt hattest. Frl. Fritzchen hieß die Gute und noch heute treibt dir ihr Bild im Kopf die Röte in die Wangen. Sie war die Frau deines Lebens, die Frau die man nur einmal trifft! Dann vielleicht täglich, außer Samstag und Sonntags, für vier Jahre, aber alleine, was bringt es, wenn man nicht älter las zehn ist, und Frl. Fritzchen verlobt mit dem stellvertretendem Leiter der Zentralsparkasse? Noch immer frustriert dich der Gedanke an diese traurige Phase deines Lebens. Du warst froh, die Volksschule endlich verlassen zu können und Größerem entgegen zu schreiten. Bliebst aber förmlich postwendend an Frl. Schmiedinger hängen. Der Musikprofessorin, die die Unterstufen deines Gymnasiums betreute. Eine schöne Frau, für wahr. Die Haare, zu einem strengen Knoten in Nacken gedreht, deuteten auf Spanischen Wind hin. Schwarz und glänzend wie die Nacht dunkel ist. Nur der Name rasselt etwas in den Ohren, wie Blechdosengeschepper hinter Hochzeitslimousinen. Aber mochten die anderen Jungs nur wählerisch sein, du konntest mit geschlossenen Augen ganz gut so tun, als ob Fr. Schmiedinger im wirklichen Leben Sig. Castagnella heiße und Zitronenpflückerin und Flamencotänzerin an der südlichen Agave sei. Tag und Nacht, Nacht und Tag_deine kleinen Bubenphantastereien hingen ihr am sinnlichen Mund. Doch auch sie war vergeben und versprochen. Zwar nicht dem Stierkämpfer Antonio, doch immerhin dem reichen Heurigenwirt Ferdinand Schober, den von der Angel zu lassen sie verständlicherweise nicht gewillt war.
Ab in die Mitte I
Wenn sich das Raum – Zeitkontinuum dann endlich verschoben hat, und den Blick auf das Innerste der Erde frei gibt, dann erklärt sich ein gewisses Kribbeln im Bauch ganz von selbst. Die Spalte ist tief, eher schon ein Krater, und rote Glut ziert die Wände, so tief hinab wie dein Auge_nblick reicht. Rinnt gleichförmig in kleinen Rinnsalen die Erdkruste hinab, um anzukommen auf der anderen Seite. Ein überraschender Anblick denkst du, und bist erstaunt über diese Verwunderung. Immerhin ist Klimawandel in aller Munde. Ist Eisschmelze auch nicht mehr das was es einmal war. Ist sogar beim ORF schon bekannt, um wie viel schneller sich die Welt jetzt dreht.
Das im Winter die Vögel zwitschern, während sie in der warmen Jännersonne über die Gänseblümchenwiesen streifen. Munter herumhüpfend und jubilierend wie zur Maienhochzeit. Das im Juli der Eishagel die Kornähren fällt. So das sie sich auf verbrannter Erde ausstrecken, wie verwundete Soldaten, sich tod stellen, nicht auffallen wollen. Oder umfallen. Das der Sommer kein Sommer mehr ist, und der Winter kein Winter.
Aber jetzt wo du des Rätsels Lösung gar so nahe bist, wird das Kribbeln immer stärker. Und du überlegst ob es nicht vielleicht an der Wärme liegt, die die Erdspalte abgibt, dass dein Blut ein wenig aufkocht. Wie auch immer, es geht weiter. Muss es auch, den jetzt umzudrehen und dem Erdinneren die Tür vor der Nase zuzuschlagen, wäre nicht nur nicht naseweis, sonder dumm. Im herkömmlichen Sinne. Es gilt Rätsel zu lösen, Wunder zu enthüllen und Antworten zu finden. Allein die Ausrüstung lässt dich zweifeln. Immerhin warst du auf solch einen herzerwärmenden Spaziergang nicht vorbereitet. Du trägst den alten Lodenmantel, wenigstens festes Schuhwerk und ein halb geschmolzenes Snicker mit dir herum und bist nicht sicher ob das alleine ausreichen wird für solch einen abenteuerlichen Ausflug. Doch frisch gekocht ist halb gewonnen und du setzt deinen Weg unerschüttert fort.
An der linken Seite befindet sich eine eng bemessene Wendeltreppe, die in alter Jules Verne Manier immer kleinere Formen annimmt und schließlich mit der Finsternis verschmilz, was dich nicht davon abhält genüsslich deinen Schokoriegel abzuschlecken, bevor er dir unter den Fingern zerschmilzt und pfeifend weiter hinab zu gleiten. Jesus und Maria rufst du innerlich, du wirst bestimmt berühmt werden. Einen Eintrag im Lexikon siehst du schon vor dir, und mit etwas Glück, das Privileg einer neuen Kaffeesorte den Namen geben zu dürfen. Karl – Werner Gold. Oder K.W. Gala. Ganz abgesehen davon, dass alle Geschichtsbücher umgeschrieben werden müssen. Die Weltgeschichte wird soeben neu erfunden. Du heftest dir ein Post - it ans Hirn, bei Rückkehr Papieraktien einkaufen. Vielleicht auch Druckertinte? Der Erfolg wird dein sein. Es wäre auch das erste Mal, dass sich in deinem Leben Glück und Zufall die Hand geben. Da passiert es sogar öfter dass sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen. Oja, du hast es selbst gesehen. Obwohl du selbst ja mehr der Typ zum Übersehen bist. Hast dich eingefunden in die Nebenrolle im Hauptleben und abgefunden mit dem Durchschnitt deiner eigenen Existenz. Aber dieser Zwischenfall auf dem Weg zur Schule, der mischt die Karten neu. Mal sehen was dir in die Hände fällt.
So schreitest du also die Treppe weiter hinab, das Licht wird düsterer, gleichzeitig nimmt die kribbelnde Hitze zu. Und du beschließt als erste Gegenmaßnahme, den alten Lodenmantel über Bord gehen zu lassen. Besser gesagt befestigst du ihn am Treppengeländer. Das Innere der Erde ist gut gesichert musst du zugeben. An einen grenzenlosen Fall ist nicht zu denken, nicht mal ein Durchfall liegt nahe. Das Geländer ist eng gestrickt. Die Kurven werden mit jeder Runde enger, die Treppe jedoch nicht steiler. Trotzdem dreht es dich schon ein wenig, denn du gehst seit zehn Minuten nach links und noch ist kein Ende in Sicht. Noch am überlegen ob du dich auch deinen Pullovers, den du aufgrund des eisigen Juniregens herausgekramt hattest, entledigen sollst, hörst du plötzlich ein Brummen, das dir durch Mark und Bein fährt.
Das im Winter die Vögel zwitschern, während sie in der warmen Jännersonne über die Gänseblümchenwiesen streifen. Munter herumhüpfend und jubilierend wie zur Maienhochzeit. Das im Juli der Eishagel die Kornähren fällt. So das sie sich auf verbrannter Erde ausstrecken, wie verwundete Soldaten, sich tod stellen, nicht auffallen wollen. Oder umfallen. Das der Sommer kein Sommer mehr ist, und der Winter kein Winter.
Aber jetzt wo du des Rätsels Lösung gar so nahe bist, wird das Kribbeln immer stärker. Und du überlegst ob es nicht vielleicht an der Wärme liegt, die die Erdspalte abgibt, dass dein Blut ein wenig aufkocht. Wie auch immer, es geht weiter. Muss es auch, den jetzt umzudrehen und dem Erdinneren die Tür vor der Nase zuzuschlagen, wäre nicht nur nicht naseweis, sonder dumm. Im herkömmlichen Sinne. Es gilt Rätsel zu lösen, Wunder zu enthüllen und Antworten zu finden. Allein die Ausrüstung lässt dich zweifeln. Immerhin warst du auf solch einen herzerwärmenden Spaziergang nicht vorbereitet. Du trägst den alten Lodenmantel, wenigstens festes Schuhwerk und ein halb geschmolzenes Snicker mit dir herum und bist nicht sicher ob das alleine ausreichen wird für solch einen abenteuerlichen Ausflug. Doch frisch gekocht ist halb gewonnen und du setzt deinen Weg unerschüttert fort.
An der linken Seite befindet sich eine eng bemessene Wendeltreppe, die in alter Jules Verne Manier immer kleinere Formen annimmt und schließlich mit der Finsternis verschmilz, was dich nicht davon abhält genüsslich deinen Schokoriegel abzuschlecken, bevor er dir unter den Fingern zerschmilzt und pfeifend weiter hinab zu gleiten. Jesus und Maria rufst du innerlich, du wirst bestimmt berühmt werden. Einen Eintrag im Lexikon siehst du schon vor dir, und mit etwas Glück, das Privileg einer neuen Kaffeesorte den Namen geben zu dürfen. Karl – Werner Gold. Oder K.W. Gala. Ganz abgesehen davon, dass alle Geschichtsbücher umgeschrieben werden müssen. Die Weltgeschichte wird soeben neu erfunden. Du heftest dir ein Post - it ans Hirn, bei Rückkehr Papieraktien einkaufen. Vielleicht auch Druckertinte? Der Erfolg wird dein sein. Es wäre auch das erste Mal, dass sich in deinem Leben Glück und Zufall die Hand geben. Da passiert es sogar öfter dass sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen. Oja, du hast es selbst gesehen. Obwohl du selbst ja mehr der Typ zum Übersehen bist. Hast dich eingefunden in die Nebenrolle im Hauptleben und abgefunden mit dem Durchschnitt deiner eigenen Existenz. Aber dieser Zwischenfall auf dem Weg zur Schule, der mischt die Karten neu. Mal sehen was dir in die Hände fällt.
So schreitest du also die Treppe weiter hinab, das Licht wird düsterer, gleichzeitig nimmt die kribbelnde Hitze zu. Und du beschließt als erste Gegenmaßnahme, den alten Lodenmantel über Bord gehen zu lassen. Besser gesagt befestigst du ihn am Treppengeländer. Das Innere der Erde ist gut gesichert musst du zugeben. An einen grenzenlosen Fall ist nicht zu denken, nicht mal ein Durchfall liegt nahe. Das Geländer ist eng gestrickt. Die Kurven werden mit jeder Runde enger, die Treppe jedoch nicht steiler. Trotzdem dreht es dich schon ein wenig, denn du gehst seit zehn Minuten nach links und noch ist kein Ende in Sicht. Noch am überlegen ob du dich auch deinen Pullovers, den du aufgrund des eisigen Juniregens herausgekramt hattest, entledigen sollst, hörst du plötzlich ein Brummen, das dir durch Mark und Bein fährt.
Mittwoch, Jänner 24, 2007
Die Kraft von Wort und Schrift
Sicher kennt jeder die zwei Fragen, die einem Romanautor am häufigsten gestellt werden: Worum geht es in diesem Buch? Und ist es autobiographisch? Die Fragen und die Antworten darauf empfand ich noch nie als besonders interessant - Ist der Roman gut, dann ist beides irrelevant. […]; ein Erwachsener sollte auch wissen, dass es nicht darauf ankommt, ob ein Roman autobiographisch ist oder nicht – es sei denn er ist hoffnungslos naiv oder sonst wie unbedarft in der Welt der Literatur.
John Irving 1998,
Deutsch von Johannes Sabinski
„Garp und wie er die Welt sah, Ein Nachwort“
Oder mit anderen Worten, wenn dir meine Geschichte nicht gefällt, sag mir, was dich daran stört, und ich werde es so verändern, dass du sie glaubst. Die Kraft die sich aus einer Geschichte entfalten kann, die doch nur aus einer Summe von zusammengefügten Worten besteht, ist nahezu unermesslich. Beinahe magisch. Obwohl doch das Spiel mit den Worten eine eher nüchterne Angelegenheit darstellt, kann man sich mit nichts länger beschäftigen, als mit dem interpretieren einer Geschichte. Natürlich ein Wort bleibt ein Wort, ein Satzzeichen ein Satzzeichen und ein Rechtschreibfehler ein Rechtschreibfehler. Dativ, Genitiv, die Hand hebt sich zum gähnenden Mund. Es ist als ob Picasso uns etwas über Farbpigmente und die verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten einer Leinwand näher bringen wollte. Erst wenn das Werk vollendet ist, bietet sich für Alle von uns der beste Teil des Dramas dar. Was kann ich in diese Geschichte, in dieses Bild, hineininterpretieren, und wer von uns hat am Ende Recht?
Obwohl ich niemanden von euch diesen kleinen Spaß verderben will, liegt es mir doch nahe, euch meinen Blick auf diesen Aspekt des Schreibens darzulegen. Nehmen wir doch nur mal an, du kennst eine Person, die wieder rum eine Person kennt, die ein Märchen verfasst hat. Würdest du sie anrufen und erstaunt fragen, ob sie letzte Woche wirklich eine Fee getroffen hat. Denk einen Moment darüber nach!
Obwohl ich es wundervoll und befriedigend finde, dass ihr euch alle so viele Gedanken um meine schriftlichen Ergüsse macht, würde es mich noch mehr freuen wenn ihr das Licht mal aus einer anderen Ecke darüber scheinen lassen würdet. Natürlich sollte man einen Anstreicher auch fragen warum er denn diese oder jene Wand gerade karmesinrot gestrichen hat, man sollte ihn aber auch aufgrund der Farbmischung, Pinselauswahl und Untergrundpräparierung loben.
Obwohl ich es schön finde, dass meine Erzählungen scheinbar so glaubhaft sind, rate ich euch doch an, mich im herkömmlichen Sinne, beim Wort zu nehmen. Stellen wir uns vor, wir treffen uns alle zu einem gemütlichen Abend. Ich erzähle euch die Neuigkeiten aus meinem Leben, die tags darauf in veränderter, wahrscheinlich dramatisierter Form, im Internet erscheinen. Glaubt das, was ihr aus meinem Mund habt.
Und zu guter Letzt…
Ich persönlich bin der Meinung, dass in jeder Geschichte ein kleiner Funke, und sei es auch nur der kleinste Teil des Ganzen, Wahrheit und Autobiographie steckt. Aber ihr wisst doch Leute, nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.
John Irving 1998,
Deutsch von Johannes Sabinski
„Garp und wie er die Welt sah, Ein Nachwort“
Oder mit anderen Worten, wenn dir meine Geschichte nicht gefällt, sag mir, was dich daran stört, und ich werde es so verändern, dass du sie glaubst. Die Kraft die sich aus einer Geschichte entfalten kann, die doch nur aus einer Summe von zusammengefügten Worten besteht, ist nahezu unermesslich. Beinahe magisch. Obwohl doch das Spiel mit den Worten eine eher nüchterne Angelegenheit darstellt, kann man sich mit nichts länger beschäftigen, als mit dem interpretieren einer Geschichte. Natürlich ein Wort bleibt ein Wort, ein Satzzeichen ein Satzzeichen und ein Rechtschreibfehler ein Rechtschreibfehler. Dativ, Genitiv, die Hand hebt sich zum gähnenden Mund. Es ist als ob Picasso uns etwas über Farbpigmente und die verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten einer Leinwand näher bringen wollte. Erst wenn das Werk vollendet ist, bietet sich für Alle von uns der beste Teil des Dramas dar. Was kann ich in diese Geschichte, in dieses Bild, hineininterpretieren, und wer von uns hat am Ende Recht?
Obwohl ich niemanden von euch diesen kleinen Spaß verderben will, liegt es mir doch nahe, euch meinen Blick auf diesen Aspekt des Schreibens darzulegen. Nehmen wir doch nur mal an, du kennst eine Person, die wieder rum eine Person kennt, die ein Märchen verfasst hat. Würdest du sie anrufen und erstaunt fragen, ob sie letzte Woche wirklich eine Fee getroffen hat. Denk einen Moment darüber nach!
Obwohl ich es wundervoll und befriedigend finde, dass ihr euch alle so viele Gedanken um meine schriftlichen Ergüsse macht, würde es mich noch mehr freuen wenn ihr das Licht mal aus einer anderen Ecke darüber scheinen lassen würdet. Natürlich sollte man einen Anstreicher auch fragen warum er denn diese oder jene Wand gerade karmesinrot gestrichen hat, man sollte ihn aber auch aufgrund der Farbmischung, Pinselauswahl und Untergrundpräparierung loben.
Obwohl ich es schön finde, dass meine Erzählungen scheinbar so glaubhaft sind, rate ich euch doch an, mich im herkömmlichen Sinne, beim Wort zu nehmen. Stellen wir uns vor, wir treffen uns alle zu einem gemütlichen Abend. Ich erzähle euch die Neuigkeiten aus meinem Leben, die tags darauf in veränderter, wahrscheinlich dramatisierter Form, im Internet erscheinen. Glaubt das, was ihr aus meinem Mund habt.
Und zu guter Letzt…
Ich persönlich bin der Meinung, dass in jeder Geschichte ein kleiner Funke, und sei es auch nur der kleinste Teil des Ganzen, Wahrheit und Autobiographie steckt. Aber ihr wisst doch Leute, nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.
Mittwoch, Jänner 17, 2007
Drachentöterin
Und wenn das weiße Licht zuckt und ruckelt, fühlst du dich frei und auch ein bisschen abenteuerlich. Ausgezogen um die Welt zu erobern, dem letzten Drachen das Fell abzuziehen und es dir daheim über die Zentralheizung zu tackern. Eine Heldin in schwarz-weißen Ringelstrupfhosen. Die Rauchschwaden, die dir die Luft zum atmen nehmen und Brennen an der Hornhaut verursachen, Nebelschwaden kurz vor der Drachenbehausung. Das schwarze Loch, das die nicht beleuchtete Bühne in den Raum frisst, der verborgenen Eingang der Höhle. Ein Warnschild. Vorsicht, freilaufender Drache.
Noch eine Trophäe, wirklich die Letzte. Ein Vorsatz, ein Entschluss. Nach heute ist Schluss damit. Nach Morgen. Spätestens aber nach nächster Woche. Die Schatzkammer ist voll von unnützen Gegenständen, nein, Erinnerungsstücken. Der Ballast nimmt zu. Der Platz, proportional dazu ab. Keine Zeit für nicht zielgerichtete Zeitvertreiber. Höchstens für einen zwischendurch. Halb neun in Österreich!
Da, dass wutschnaubende Unwesen. Du nimmst Maß an seinem Kopf, er würde sich gut über Billy machen. Das Ikea-Sideboard schreit förmlich nach solch einem Schmuck. Macht Massenmöbel individuell und kostet weniger als ein neuer Anstrich. Locken und braune Augen, passt zu deinem Stil. Höchstens achtundzwanzig Jahre jung, im besten Mannesalter. Wenn du Glück hast Arzt, so einer fehlt dir noch.
Bereit zum Angriff? Also lachen, tanzen und verdammt noch mal so aussehen, als ob man sich bestens amüsiert. Die langen Haare fliegen im Wind um die Wette und die Gliedmaßen räkeln und schütteln sich. Scheinen Musik auszuströmen, sind Musik. Die Zähne zeigen. Die Lippen schürzen, Bauch rein, Po raus. Du bemühst dich, mühst dich ab. Eine Plackerei. Schweiß am Haaransatz. Es wirkt. Angebissen.
Der Drache kommt näher und dein Schwert juckt in der Scheide. Nur nichts übereilen. Sein Vertrauen gewinnen. Du bist die weißgewandete Jungfrau, unschuldig und rein. Trübst kein Wässerchen, denkst nichts Böses. Du bist das Opfer. Sein Opfer. Er wittert und der Geifer steht ihm im Mund, um den Mund herum. Sein Schwanz zuckt und du kannst es fühlen. Meisterin deines Faches. Geblendet kommt er näher. Weiß nicht wo er lang läuft, wo er hin läuft, dass er ins Verderben läuft.
Er spricht mit dir, will dein Vertrauen gewinnen, du erkennst das doppelte Spiel. Spielst es mit. Läst dich treiben, nimmst es an. Die Herausforderung. Gehst darauf ein und mit. Mit, mit ihm in seine Höhle. Das schwarze Loch, tief im Inneren der Erde. Wo es dunkel ist und schlecht riecht. Nach Moder und Verwesung. Du riechst es, riechst schwer, bekommst schwer Luft. Die Luft ist viel zu dünn und erfüllt von dem Schmerz, den dieses Spiel bereitet. Kein lustiges Spiel, nicht unbeschwert. Es gibt immer einen Verlierer, aber du willst es nicht mehr sein. Warst es schon lange nicht mehr.
Der Preis eines ewigen Gewinners liegt in der Ermangelung der Freude am Spiel. Wer sich freut kann sich nicht konzentrieren, du weißt das. Die Gefühle stören hier nur. Erschrecken dich nur. Wer fühlt kann sich auch gleich selbst einen Arm abschneiden. Kann auch gleich freiwillig aus diesem Spiel ausscheiden. Sich selbst rauswerfen. Disqualifizieren.
Du fühlst nichts, aber du erkennst den Moment seiner Schwäche. Ziehst dein Schwert, stößt zu. Hast ihn erlegt, wiedermal. Bist in Gedanken schon im Baumarkt, kaufst Dübel um die Trophäe zu montieren. Wo fällt das Licht am schönsten ein? Die Zigarette danach. Die Siegerzigarette. Du überlegst auf Zigarren umzusteigen.
Es ist nur ein Deal, der perfekte Deal. Das weißt du eigentlich auch. Du weißt soviel. Viel zu viel. Du wärst viel lieber Nichtwisser und erinnerst dich wehmütig zurück an die Zeit in der du das Spiel noch für Ernst genommen hast. Für bare Münze und wahres Leben. In der du gespielt hast, des Spieles wegen und nicht wegen des Gewinnens. Aber mit der Einsicht kommt die Absicht. Du fühlst lieber nichts als Schmerz und wenn du dir selbst das Märchen von der starken Drachentöterin erzählst, tut es weniger weh.
Zuhause betrachtest du deine Auszeichnungen, wie sie da hängen, alle in Reih und Glied. Hätte eine von ihnen derjenige sein können der dir hilft dein Leben neu zu ordnen, damit du es nicht mehr ausschmücken musst mit Kram und Tand. Die Chancen dass es nicht so ist, sind höher als umgekehrt und auch das weißt du. Eigentlich spielst du nicht mehr. Du hast schon verloren.
Noch eine Trophäe, wirklich die Letzte. Ein Vorsatz, ein Entschluss. Nach heute ist Schluss damit. Nach Morgen. Spätestens aber nach nächster Woche. Die Schatzkammer ist voll von unnützen Gegenständen, nein, Erinnerungsstücken. Der Ballast nimmt zu. Der Platz, proportional dazu ab. Keine Zeit für nicht zielgerichtete Zeitvertreiber. Höchstens für einen zwischendurch. Halb neun in Österreich!
Da, dass wutschnaubende Unwesen. Du nimmst Maß an seinem Kopf, er würde sich gut über Billy machen. Das Ikea-Sideboard schreit förmlich nach solch einem Schmuck. Macht Massenmöbel individuell und kostet weniger als ein neuer Anstrich. Locken und braune Augen, passt zu deinem Stil. Höchstens achtundzwanzig Jahre jung, im besten Mannesalter. Wenn du Glück hast Arzt, so einer fehlt dir noch.
Bereit zum Angriff? Also lachen, tanzen und verdammt noch mal so aussehen, als ob man sich bestens amüsiert. Die langen Haare fliegen im Wind um die Wette und die Gliedmaßen räkeln und schütteln sich. Scheinen Musik auszuströmen, sind Musik. Die Zähne zeigen. Die Lippen schürzen, Bauch rein, Po raus. Du bemühst dich, mühst dich ab. Eine Plackerei. Schweiß am Haaransatz. Es wirkt. Angebissen.
Der Drache kommt näher und dein Schwert juckt in der Scheide. Nur nichts übereilen. Sein Vertrauen gewinnen. Du bist die weißgewandete Jungfrau, unschuldig und rein. Trübst kein Wässerchen, denkst nichts Böses. Du bist das Opfer. Sein Opfer. Er wittert und der Geifer steht ihm im Mund, um den Mund herum. Sein Schwanz zuckt und du kannst es fühlen. Meisterin deines Faches. Geblendet kommt er näher. Weiß nicht wo er lang läuft, wo er hin läuft, dass er ins Verderben läuft.
Er spricht mit dir, will dein Vertrauen gewinnen, du erkennst das doppelte Spiel. Spielst es mit. Läst dich treiben, nimmst es an. Die Herausforderung. Gehst darauf ein und mit. Mit, mit ihm in seine Höhle. Das schwarze Loch, tief im Inneren der Erde. Wo es dunkel ist und schlecht riecht. Nach Moder und Verwesung. Du riechst es, riechst schwer, bekommst schwer Luft. Die Luft ist viel zu dünn und erfüllt von dem Schmerz, den dieses Spiel bereitet. Kein lustiges Spiel, nicht unbeschwert. Es gibt immer einen Verlierer, aber du willst es nicht mehr sein. Warst es schon lange nicht mehr.
Der Preis eines ewigen Gewinners liegt in der Ermangelung der Freude am Spiel. Wer sich freut kann sich nicht konzentrieren, du weißt das. Die Gefühle stören hier nur. Erschrecken dich nur. Wer fühlt kann sich auch gleich selbst einen Arm abschneiden. Kann auch gleich freiwillig aus diesem Spiel ausscheiden. Sich selbst rauswerfen. Disqualifizieren.
Du fühlst nichts, aber du erkennst den Moment seiner Schwäche. Ziehst dein Schwert, stößt zu. Hast ihn erlegt, wiedermal. Bist in Gedanken schon im Baumarkt, kaufst Dübel um die Trophäe zu montieren. Wo fällt das Licht am schönsten ein? Die Zigarette danach. Die Siegerzigarette. Du überlegst auf Zigarren umzusteigen.
Es ist nur ein Deal, der perfekte Deal. Das weißt du eigentlich auch. Du weißt soviel. Viel zu viel. Du wärst viel lieber Nichtwisser und erinnerst dich wehmütig zurück an die Zeit in der du das Spiel noch für Ernst genommen hast. Für bare Münze und wahres Leben. In der du gespielt hast, des Spieles wegen und nicht wegen des Gewinnens. Aber mit der Einsicht kommt die Absicht. Du fühlst lieber nichts als Schmerz und wenn du dir selbst das Märchen von der starken Drachentöterin erzählst, tut es weniger weh.
Zuhause betrachtest du deine Auszeichnungen, wie sie da hängen, alle in Reih und Glied. Hätte eine von ihnen derjenige sein können der dir hilft dein Leben neu zu ordnen, damit du es nicht mehr ausschmücken musst mit Kram und Tand. Die Chancen dass es nicht so ist, sind höher als umgekehrt und auch das weißt du. Eigentlich spielst du nicht mehr. Du hast schon verloren.
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