Donnerstag, September 28, 2006

Was die Wetterfee mit der Taferlklasse zu tun hat!

Das ich mich wie ein Kind auf seine Schultüte am ersten Schultag freue, liegt wahrscheinlich auch nur daran, dass die Wetterfee (sie wird mir immer sympathischer die Gute) mir sengenden Sonnenschein zu Füßen legt. Wer hätte das gedacht: Auch in meinem betagten Alter, natürlich nur wenn man auf kritische Stimmen von Mutter und Vater nicht eingeht, ist man noch dazu im Stande sein Leben noch mal ganz neu aufzurollen.

Und am meisten Spaß macht, dass mein neuer Lebensabschnitt nicht mehr der klassischen 70'er Jahre Spannteppichauslegeware gleicht, wo man schon beim Einpassen Sorgenfalten bekommt, in Vorraussicht auf etwaige Knitterstellen, sondern viel mehr einem bunten, byzantinischem Mosaik, welches um so hübscher zu betrachten ist, je mannigfaltiger es sich über den Flur ergießt. Hauptsache der Enderfolg stimmt, so zu sagen! Und das ist eine Einstellung zum Leben, die ich anzunehmen gelernt habe.

Ja genau liebe Leser, das ist das Geheimrezept eines jedes Optimisten. Nicht viel nachdenken und am Schluss einfach sagen...Genauso ähnlich hab ich mir das sowieso vorgestellt!

Mittwoch, September 27, 2006

Was die Wetterfee mit der Liebe zu tun hat!




Das die Sonne so besonders schön scheint, liegt wahrscheinlich auch nur daran, dass sich die Wetterfee gedacht hat, ich könnte einen absolut unvergesslichen Herbst, nach diesem Sommer, gut gebrauchen. Womit sie auch goldrichtig liegt. Was kann man nicht alles wunderbar, wundervolles unternehmen, wenn mit dem 23. September nicht gleichzeitig Nebelfetzen und Regenschirmgesichter die Straßen stürmen. Womit kann man sich nicht wunderbar, wundervoll die Zeit vertreiben, wenn die Sonne noch ein paar Tage länger ihre Strahlen zur Erde sendet und uns gnädigerweise die Herzen wärmt.Zum Beispiel kann man Kastanien sammeln. Die schönen, braunen, mit ganz glatter Schale. Und dann das Gefühl genießen wie sie sich langsam erwärmen, während man sie in der Hand rollt. Oder man kann riesige Laubhaufen zusammensammeln, um sich dann mit Mordsgetöse rückwärts hineinfallen zu lassen. Desweiteren kann man auch noch seinen Lieblingsdrachen einpacken, um damit einen Berg zu besteigen. Dort kann man in dann in den Himmel sausen lassen und zugucken wie sich der bunte Kerl mit dem Wind herum balgt. Horden von Passanten beobachten dieses Spiel gerne, und es ist gut, dass diese wirklich mit Vorliebe den Drachen inspizieren, wo doch der Mensch dahinter, bei diesem Sport, eher eine unansehnliche Figur macht.Ja, so wunderbar, wundervoll kann ein langer Herbst sein, wenn...ja wenn man diese herbstlichen Aktivitäten nicht unbedingt als WG-Projekt ansieht. Da werden die Kastanien einfach aufgegessen oder dazu benutzt sie der armen Purzel über den Kopf schnaltzen zu lassen. Die mühsam Zustande gebrachten Haufen aus Laub und Reisig werden mit Vorliebe in alle Winde verstreut und Drachen?Ein trauriges Thema! Denn seit Hr. Pinokkeles der winzigen Mietze eingeredet hat, Drachen hätten durchaus ein Eigenleben und würden mit besonderem Genuss von Himmel schnellen, um junge Katzendamen zu verspeisen, wagt sich die Kleine nicht mal mehr in die Nähe eines Hügels, wenn Drachen am Himmel zu sehen sind. Verschreckt mit großen Augen hockt sie dann in einem der vielen Laubhaufen und wartet auf Beistand. Ob Peavy das Alles nur tut, damit er sie dann heldenhaft in den Arm nehmen kann?Hab ich also doch ein cleveres Kaninchen.

Donnerstag, September 21, 2006

Ode an die Vergangenheit

Das ich im Moment mit mir selbst in Einklang bin, verdanke ich wahrscheinlich auch nur meinem Besuch der Vergangenheit, die zur letzten Spurenbeseitigung heute vorbeikam. Jetzt ist alles getilgt und die letzten Bücher und Papiere die noch an andere Zeiten erinnerten sind verräumt und gut verstaut. Verstaut sind auch die Erinnerungen in meinem Herzen, die Gefühle in meinem Seelenkeller und die Bilder in meinem Hirnspeicher.
Nichts desto trotz sind da Dinge die die Spurenbeseitigung niemals beschlagnahmen oder verräumen kann, und ich denke das ist ganz in Ordnung so. Ich glaube fast das will sie auch nicht. Aber mit dem Ausmisten hat sie Platz für etwas Neues geschaffen, nicht nur in meinem Leben. Und dafür sag ich danke. Dafür und für die vielen schönen Momente, die sie mir bereitet hat.
Also hier die letzte Ode an den MvK die man hier wird lesen können:
ich dank dir für die nette zeit,
ich dank für die
vergnüglichkeit.
ich dank dir für das
einvernehmen,
und wünsch dir glück bei deinen
plänen!
denn ab heut' ganz ohne
schmerzen,
hast du platz in meinem herzen.
du wirst sehen liebe kommt und
geht,
freundschaft ist es die besteht!
und treibt uns beide auch der kitsch hier aufs
klo,
irgendwann sind wir dann froh,
dass keiner von uns beiden
klagt,
hätten wir uns das bloß gesagt!
In diesem Sinne verschließe ich diese Flaschenpost und werf sie raus ins Gefühlsmeer, auf dass es sie dem Richtigen gegen den Kopf knallt.....

Mittwoch, September 20, 2006

Punchal überrascht!





Dass ich in letzter Zeit mit der Gemütlichkeit meiner Wohnung überhaupt nicht mehr Konform gehe, liegt wahrscheinlich auch nur daran, dass die zwei Mitbewohner ihren ganz eigenen ästhetischen Sinn leben. Ich bin ein Mensch der Gemütlichkeit in den eigenen vier Wänden sehr zu schätzen weiß, ist es aber dann so weit, dass leere Zuckerlpapierknäuel nicht mehr nur dekorativ am Boden liegen, sondern bereits selbstständig von dort wegkrabbeln können, dann hört sich der Spaß wirklich auf. Wir sind ja nicht bei Hempels, na sie wissen schon wo!

Nichts desto trotz härtet das Leben auf einer Müllhalde ja auch total ab. Man bedenke nur, wieviel weniger Krankheiten und Allergien überhaupt eine Überlebenschance im Bioorganismus haben, wenn der durch eine Bazillendauerbelastung dermaßen herausgefordert ist! No chance sag ich ihnen!

Stutzig machten mich nicht die Katzenstreuverwüstungen im Klo, nicht die Hasenhaare unterm Sofa, nicht die Trauerränder der Badewanne und auch nicht die Pizzareste in der Küche. Stutzig machten mich allein die Mascarareste im Waschbecken. Peavy?

Einige Narrereien sind wir vom prolligen, dennoch eitlen Kaninchen inzwischen gewohnt. Aber schminken, sich zurechtmachen wie eine Frau. Vielleicht auch noch das Puschelschwänzchen rasieren. Und das Alles mit meinen Hygieneartikeln? Wieder kann ich nur betonen, irgendwo muss auch der Spaß seine Grenzen haben! So lustig es sich auch anhören mag mit zwei, nahezu wilden Tieren, in einer WG zu leben, es hat Alles im Leben, wirklich Alles, seine Schattenseiten!

Also fege ich durch die kleine Wohnung (Und danke Gott dafür, mir Hr. Cerny geschenkt zu haben, der mir versicherte die Wohnung ausreichend versichert zu haben!) und knalle angeekelt die Max Factor auf den Tisch! Den Lockenstab gleich dazu, denn der riecht ebenfalls widerlich nach verkokeltem Tierhaar!
"Was soll dass ", begehre ich auf, und die dünne Stimme scheint die Luft förmlich zu zerschneiden. Die Schlagader pulsiert wild und Hr. Pinokkeles verzieht sich schnell unter die Polstermöbel. Er weiß wann es an der Zeit ist mir aus dem Weg zu gehen, zumeisten dann, wenn die Stunde dreizehn geschlagen hat!

Nur Purzel, das arme Katzentier sieht verwirrt zu mir auf (denn im Gegenteil zu dem Hasen, kann es seinen Kopf anheben)

"Katzenwäsche", erklärt es unschuldig! "Jede junge Katzendame muss auf ihr Äußeres Erscheihnungsbild achten, oder ist dass bei euch hier anders?" Sagts und schleckt sich mit der rosa Zunge eine Augenbraue in Form. Jetzt ist mir klar, wie das Luder zu so verführerisch langen Wimpern kommt.

"Auch dass noch", ächzt es unter dem Sofa heraus. "Purzel ist ein Weibsbild! Geeeehhhh biiittteee!!!"

Ob mit Mascara oder ohne, da kann auch ich nur mehr große Augen machen!

Montag, September 18, 2006

Hr. Cerny

Das ich nun bald wieder Eigentümerin einer Haushaltsversicherung bin, verdanke ich wahrscheinlich auch nur Hr. Cerny. Wer das ist? Gute Frage!

Er habe meine Telefonnummer aus einem Kundenpool, versicherte er mir, als ich letzte Woche Dienstags das erste mal seine süße Stimme vernahm. Ob er denn mal zu Besuch kommen dürfte um mir die Nachteile meiner bestehenden Haushaltsversicherung oder Anderen zu erläutern? Leichtes Spiel werden sie da haben, antwortete ich mit einem schadenfrohen Lächeln, da ich ja nicht eine einzige Versicherung besitze. Wie sehr ich mich auf dieses kurze Gespräch freuen würde, versicherte ich ihm noch zusätzlich. Hr. Cerny teilte mir aber bedauerlicherweise mit, dass er mir erst in wenigen Tagen zur Verfügung stehen könnte, da er sich nicht im Ausland, aber auch nicht in Wien aufhalten würde.

Uiiiiii...ein Rätsel, freute sich da mein Kinderherz!

Aber schon die erste Lösungsmöglichkeit, nämlich, dass er sich in einem der restlichen Bundesländer aufhielt, entsprach hundertprozentig der Wahrheit. Etwas enttäuscht von dieser Einfallslosigkeit war ich schon. Zumal doch andere Erklärungsversuche in diese Richtung, sicher viel interessanter gewirkt hätten.

Z.B.: kann ich mir sehr gut vorstellen wie Hr. Cerny ein entspanntes Wocheende im Weltraum verbringt, gemeinsam mit Fr. Cerny versteht sich. Oder das er sich mit seinem Unterseeboot zu einer längeren Reise in nicht staatlich begrenzetes Gebiet begeben hat. Das wohl eher ohne Fr. Cerny, da Frauen ja bekanntlich Angst vor langen Seereisen haben. Habe ich zumindest gelesen.
Auch denkbar wäre gewese, dass Hr. Cerny mit einer selbst gebauten Zeitmaschine ganz alleine ins Mittelalter zurück gereist wäre, um sich dort über Entstehung und Weiterentwicklung des herkömmlichen Brandschutzes zu informieren. Seminarreise so zu sagen!!

So also malte ich mir Hr. Cerny aus, ein Versicherungsvertreter der anderen Sorte, mutig, keine Angst vor längeren Ausflügen, immer die Gefahr im Nacken.

Herbe Enttäuschung heute Mittag.

Lange hatte ich dem Besuch entgegengefiebert und meinen wilden Träumereinen gefröhnt. Aber Hr. Cerny ist in Wirklichkeit minderjährig und trägt eine Dauerwellenfönfrisur. Ein braunes Kordsakko und aufpolierte unechte Lederhalbschuhe...Igitt.

Als Hr. Pinokkeles ihm dann auch noch lachend ein Zuckerl angeboten hat, musste ich ihn leider lachend aus meiner Wohnung entfernen!

Sonntag, September 17, 2006

Purzel unter Beschuss

Dass es bei mir im Wohnzimmer jetzt aussieht wie im Kosovo zu seinen besten Zeiten, liegt wahrscheinlich auch nur daran, dass Hr.Pinokkeles, ganz meiner Erwartung zufolge, nicht besonders vernarrt in Purzel den Chilenen ist!

"Wie bitte? Purzel", hörte ich ihn höhnen, kaum dass der arme Punchal seinen "Dritte Welt Rucksack" in dem ihm zugewiesenen Regal verstauen konnte. "Und sowas schimpft sich Chinchilla!" Mißmutig rollte er die stahlblauen Griechenaugen.
"Nicht ganz", murmelte ich schüchtern. Die unsichtbaren Fusseln wollte ich doch auch schon längst wieder mal vom Pulli zupfen. Günstige Gelegenheit!!
"Heißt?"
"Naja...er ist eher...so eine Art...Kätzchen!"

Schon läuft Peavys Kopf knallrot an, soweit man das hinter seinem Fell beurteilen kann. Jedes Gummibot wäre neidisch. Wütendes Gemurmel begleiten ihn unter die Couch. Ich glaube ja es war so etwas allá Gargamel. "Ich hasse diese Katzen!"

Nun wer kann es ihm verüblen, dem hartgesottenen Kaninchen. Irgendwo hat doch auch jeder Mann ein Herz. Und wer sich noch an des Halbgriechen große Verliebtheit erinnern kann, der sollte vielleicht auch wissen, dass es sich hierbei um ein besonders schönes Exemplar einen Perserin gehandelt hat. Also Katze, versteht sich. Nur leider etwas einseitig. Möglicherweise daher der Frust?

Wie auch immer Kommt Zeit, kommt Rat denke ich. Und wenn du dir nicht helfen kannst, dann hilft dir die Gemeinde Wien, habe ich erst neulich auf einem City Light bewundert. Also ruf ich an, beim psychologischen Beratungsdienst. Die nette Dame dort war sehr entgegenkommend und antwortete mit:" Da sind sie hier aber genau richtig!", als ich ihr von meinem Problem mit dem wütenden Kaninchen erzählte, dass grummelnd unter dem Sofa sitz, weil seine Liebe zu einer Perserkatze nicht erwiedert wurde, unser neuer Untermieter aber ein chilenischer Kater ist!

Und während mich die Dame mit beruhigend säuselnder Stimme in ein Gespräch verwickelt, sie machte förmlich den Eindruck sie hat den Drang, koste es was es wolle, an unserem Telefonat festhalten, hatte sich Hr. Pinokkeles auch schon des Pistazienschalenvorrats unter dem Sitzmöbel bemächtigt, um dem Kater damit zu Leibe zu rücken.

"Schwing die Hufe Mutz Mutz! Chile liegt westlich", rief er herrisch und ließ eine Nussschale nach der anderen mit tödlicher Präzesion auf Punchals rotem Wollknäuelkopf landen. Der wiederrum, so viel, wenn auch negative, Aufmerksamkeit nicht gewohnt, wurde ganz unruhig und begann seine, doch nicht unscharfen Krallen, an meinem Sofa zu wetzen. Dies bestand übrigens aus rotem Leder.

"Hören sie meine Liebe", versuchte ich nun der Telefonistin zu erklären. "Hase und Kater verwandeln das Wohnzimmer gerade in ein Krisengebiet und besonders beunruhigt mich, dass das Kaninchen soeben die Bestecklade entdeckt hat!"
"Bleiben sie jetzt ganz ruhig", kam da prompt die Antwort. "Hilfe ist unterwegs!"

Fasziniert von der Vorstellung, dass sicher in wenigen Minuten ein spezielles Polizeieinsatzkommando zu meiner Errettung herbeieilen würde, war ich dann doch etwas enttäuscht, als nur zwei pickelige Zivildiener vor meiner Türe standen und mich, die einzig Normalgebliebene in dieser DreierWG, in Sicherheitsgewahrsam nehmen wollten.

Dann doch lieber haustierlicher Kleinkrieg!

Mittwoch, September 13, 2006

Rangordnung

Das ich in einem nie enden wollenden Lachkrampf gefangen stecke, liegt wahrscheinlich auch nur daran, dass der Bettgast (in Zukunft BG) die lustigsten Ideen von seinen langen Reisen mitgebracht hat.

Chillen wir also gestern ab in unsrer Hochburg und es kommt uns die Idee Hr.Pinokkeles einen Leidensgenossen, der uns Beide ertragen muss, zu gewähren. Ein Untermieter wäre ideal. Die Miete ist kaum aufzubringen seit die großzügige Unterstützung des MvK ausfällt.Da ein zweites Kaninchen aber extrem langweilig erscheihnt wenden wir uns anderen Tiergattungen zu und können uns nach viel gekicher auf ein Kätzchen einigen. Ein rotes vorzugsweise. Natürlich männlich...weil Peavy ja etwas Unterstützung gegen seine anstrengende Mitbewohnerin, welche ich darstelle, gebrauchen könnte. Also geben wir ein Inserat auf.

Sofort überlegen wir wie der neue Mitbewohner wohl heißen könnte. Mit P sollte er anfangen, weil P grad irgendwie so schön ins Konzept passt! Die Ideen prasseln über uns herein wie die Heuschreckenplage über Altägypten. Wie wärs mit:

1...PAUL?
zu spießig wird befunden. Peavy und Paul sind mehr als ein ungleiches Duo. Wir stellen fest,
wer mit Peavy zusammenleben muss, sollte schon etwas darstellen, um Respekt gezollt zu
bekommen. (Den man ja von Tequilla trinkenden Hasen im allegmeinen nicht allzu leicht
erhaschen kann)

2...PHIPS?
zu niedlich wird befunden ein Phips könnte sich nie gegen einen Hr.Pinokkeles durchsetzten,
der mit Vorliebe bekifft, im Poncho herumhängt und ständig alle Pistazienvorräte auffuttert.
Ohne Rücksicht auf Verluste versteht sich!

3...PAWEL?
zu intellektuel wird befunden. Hochdeutsch ist eine Sprache die der alte Hase nicht versteht
Phrasen, Prädikate und Postmoderne hält er für drei verschiedene Chipssorten! So viel dazu.


Dann die geniale Idee vom BG! Wie wärs denn mit...PURZEL?

PURZEL?

Und schon startet mein Lachkrampf wenn ich mir vorstelle wie der bertunkenene, völlig verprollte Hase den armen kleinen Purzel durchs Zimmer jagt und sich einen Spaß daraus macht seinen schönen roten Schweif um die Bettpfosten zu wickeln.
"Purzel", würde er gröhlen. "Keine Angst war nur Spaß! Ist ja gar kein Hund mehr im Garten. Nein, Nein. Komm ruhig raus!" Und sich dabei ins unrasierte Fäustchen grinst.

Wie endete der Lachkrampf will der ein oder andere Leser jetzt vielleicht in Erfahrung bringen, so dass die brave Fr.Marlen wieder ihrer Pflicht nachgehen kann und uns diese unsinnigen Geschichten unterzubreiten im Stande ist? Nur ich sage nur soviel, als eine Stunde später die Türglocke hell erschellte, erstarb das schadenfreudige Lächeln auf meinen Lippen, während ich mit besorgter Mine den neuen Mitbewohner musterte. Er habe eine Anzeige gelesen, ob er denn hier richtig sei? Sein Name sei Punchal und er sei ein Austauschstudent aus Chile. Wie seine Freunde in rufen? Dreimal dürft ihr raten...

Der Arme weiß ja nicht auf was er sich da einlässt!



Freitag, September 08, 2006

My home is my castle







Das ich eine neue Hochburg des abchillens entdeckt hab, liegt wahrscheinlich auch nur daran, dass ich neue Bettwäsche hab! Bin nämlich schon seit geraumer Zeit kaum aus meinem Bett rausgekommen.

Es ist alt, es knarrt, es quietscht, es ist ein ungemütliches Etwas, dass höchstens durch enorme Lärmbelästigung besticht. Der Lattenrost ist hinüber, schnelle Bewegungen also nicht nur unerwünscht sondern viel mehr nicht gestattet. Und trotzdem...in den letzten Tagen ist mir das alte Stück beinahe wieder ans Herz gewachsen. Und bin ich ganz erhlich liegt das nicht daran, dass die Ikea-Bettwäsche Billy so anschmiegsam und weich ist, sondern an dem anschmiegsamen und weichen Bettgast den ich beherberge. Der ist nämlich so besonders kuschelig, dass man eigentlich gar nicht mehr nicht kuscheln mag. Ganz nach dem Motto Once you pop you can´t stop

Da heißt es also Zeit gut machen und nur die notwendigsten Notwendigkeiten (wie Notdürfte) außerhalb des Bettes zu verrichten. Der Nachttisch wird umfunktioniert zu Miniküche, Esstisch, Regal, Kommode und weiteren multifunktionalen Einrichtungsgegenständen und wieder erkennt man, dass sich der Ikeabesuch ausgezahlt und wohnen auf kleinstem Raum eigentlich gar nicht so übel ist. Um mich herum also Billy, Tosten, Alkom und viele mehr dieser lustigen Gesellen. Und mitten drin auch noch der Bettgast der die ganze Angelegenheit erst so richtig abrundet. Da sag ich: Freude! Danke liebes Bett, dass du durchhältst und immer so gastfreundlich bist.

Also wohnst du noch oder chillst du schon?

Dienstag, September 05, 2006

Humoristische Diättipps

Das ich mittlerweile sicher drei bis vier Kilos spielend leicht von meinen, ohnehin durchaus ansehnlichen, Lenden purzeln ließ, liegt bestimmt auch nur daran, dass ich in den letzten fünf Tagen soviel gelacht hab, wie es mir in den letzten fünf Jahren nicht mehr vergönnt war.

Wir alle wissen: Lachen verbindet, Lachen steckt an, Lacht der Körper, wird die Seele folgen, aber laut neuesten Studien kann Lachen noch etwas ganz anderes. Nämlich unheimlich viele Kalorien in unheimlich schneller Zeit verbrauchen. Wer hätte geahnt, dass es tatsächlich so einfach sein kann?

"Eh klar", kichert Hr. Pinokkeles. "Wusste ich immer schon", und zieht noch mal fest an seinem kleinen Hasenjoint. "Oder wie glaubst du komm ich bitte zu meiner spitzenmäßigen Figur?" In der Tat muß ich feststellen, dass Hr. Pinokkeles Fesseln um einiges hübscher zu betrachten sind als die Meinigen. Verägert zieh ich eine Augenbraue gekonnt in die Höhe und bohre Nadelblicke in seinen schneeweißen Rücken.
"Das war aber nicht gemeint", bessere ich nun schnell aus. "Ersten bist du nur so schlank, weil du von mir ausschließlich hochqualitatives Spitzentrockenfutter erhältst, dieser Verdienst ist also durchaus meiner Wenigkeit zuzuschreiben. Zweitens geht es hier um natürliches Lachen erlebt und/oder hervorgerufen durch einen zweiten Menschen/Hasen! Keineswegs handelt es sich aber um künstliches Gekicher herbeigeführt durch natürliches Gras!" Streng muss man sein, anders versteht er es nicht!

Die berühmte Hasenschnute wird gezogen, beleidigt verzieht man sich unter die Couch.

"Bild dir bloß nichts ein", meint er dann noch eingeschnappt und pustet mir einen Staubballen entgegen. "Nur weil du gerade mit Vorliebe rosarote Brillen trägst, heißt das noch lange nicht, dass du mit genauso einer Spitzenfigur wie ich aus dieser ganzen Geschichte rauskommst." Wieder ein Staubflöckchen gepaart mit etwas Gegrunze. "Muss Liebe schön sein", ätzt er dann noch und bricht angesichts seiner zwar schlechten Pointen aber hochgrandigen Bekifftheit in einen erneuten Lachkrampf aus!

Und ich grins mir eins!

Bloß so!