Ich persönlich kann es ja nicht verstehen. Wie kann man denn so etwas wie (einen) Freundeskreis als verpönt betrachten, ihn liederlich und unwichtig schimpfen und noch dazu als entbehrungswürdig einstufen kann. Sowohl der Band, als auch den Menschen aus Fleisch und Blut, die in meiner Umlaufbahn gefangen, diesen Namen verdienen, seh ich mich gezwungen die Stange zu halten. Weil es mir einfach ein persönliches Anliegen ist.
Bin ich auch vieles nicht (einfach, leicht gestrickt, umgänglich, etc...) verlässlich bin ich auf alle Fälle. Setzt man Vertrauen in mich, setzt man es bestimmt nicht in den Sand. Den untergehen, wegschwimmen und einfach vergessen gibt es nicht in meiner (linearen) Welt. Ihr merkt schon ich hab es heute mit den Klammern. Es ist so zu sagen ein Thema, dass ich nicht offen bereden möchte, dass aber durchaus spruchreif geworden ist. Mein Freundeskreis hat sich nämlich erweitert, quasi Zuwachs bekommen. Oder Nachwuchs...
Denn, so scheint es, ist der Herbst einfach die ideale Zeit, um Glückssterne einzufangen. Und schon wiedermal bin ich auf einer Fischstäbchendiät und genieße Glücksstern deluxé.
Dienstag, Dezember 11, 2007
Montag, Dezember 10, 2007
Frittierölpunsch

In jeder Frauenzeitschrift kann man dieser Tage 100 gute Ratschläge für schnöden Mammon erwerben, was euch aber keiner verraten wird, sag' ich euch jetzt. Wenn ihr wirklich ein schönes Weihnachtsfest verbringen wollt, dann vermeidet es, wie ich Samstags, einen rastlos überfüllten Christkindelmarkt aufzusuchen, um euch dem Punschgenuss zu widmen.
In der Zeit der vorweihnachtlichen Gemütlichkeit kann es leider leicht vorkommen, dass euch an solchen Topp Spot's eure vorweihnachtliche Menschlichkeit abhanden kommt. Sei es durch die unbescheiden, riesige Menschenmasse, die stößt und rempelt und so gar nicht christlich agiert. Sei es durch die lange Schlange am Punschstand, die komischerweise für dich nicht kürzer wird, weil sich laufend neue Menschen vorschummeln. Oder sei es gar durch den Punsch himself, welcher unter dem Deckmantel des Geschmackverstärkens, als alles mögliche verkauft wird, nur nicht als das was er wirklich darstellt. Frittieröl, Abwaschwasser und geronnenes Joghurt, zusammengemixt und für sieben Tage auf die Fensterbank gestellt, könnte nicht besser schmecken. Allerdings auch nicht schlechter. Aber wie heißt es ja so schön, nirgends kann man sich so übel und überteuert, wie auf einem Weihnachtsmarkt betrinken.
Da hilft auch nicht der nette Gospelchor, der den weiten Weg vom Laaerberg hinunter gewagt hat, und ebensowenig die liebenswerte Gesellschaft. Kann man sich auch noch so sehr, über anderer Leute Skurilität amüsieren, bei Lebensmitteln hört sich der Spaß wirklich auf. Also Finger weg vom weißen Schokoladepunsch, vom Marzipanpunsch, vom Franzl- und vom Sissipunsch, vielleicht lasst ihr eure Zungen besser einfach aus allen steirischen Punschhäferln raus. Glaubt mir, dass verdirbt Magen und Stimmung.
Donnerstag, November 29, 2007
Was ist gelb und stinkt?
Ich weiß ja nicht ob ich es schon mal erwähnt habe...aber ich habe seit letzter Woche einen neuen Erzfeind in meinem Umfeld. Es ist, wie das hübsche Bild schon anmuten lässt, die österreichische Post P.S.K Telekom - Kommune. Nicht nur dass die Bedienung so etwas von unfreundlich und langsam ist, dass sich jeder urwiener Kellner eine Scheibe abschneiden könnte. Nein, es kommt noch erschwerend hinzu,dass das Personal scheinbar bei dem selben Psychoguru, wie die Kassierer beim Billa geschult wurden. Nur so kann ich mir die Logik eines österreichischen Postbeamten erklären, der bei brechend vollem Postoffice (wie das ja jetzt heißt) entscheidet, einfach mal so zwei Schalter zu sperren.
Na gut dann stellt man sich halt von vorne an, und weil der anderer pragmatisierte Fettwanst auch nicht viel schneller ist (wahrscheinlich kifft er bei jedem Päckchen das er aus dem Lager holt nen Ofen) verbringt man angenehme 60 Minuten in dem vermieften Office.
Kennt nicht jeder den Slogan:"Die Post bringt Allen was" ??
Ich erkläre hier mit, dass ich mir von den lahmen Schnecken zu Weihnachten wünsche, dass sie mir NIE wieder etwas bringen. Ist sowieso immer nur Blödsinn im Kasterl...Rechnungen, Werbung, Spendenaufforderungen und versprochenen Gewinne, die man eh nie sieht.
Darum hab ich mich schlau gemacht und im weltweiten Web einen Gruppierung gefunden die mir aus der Seele spricht und der ich auch sofort beigetreten bin.
(Außerdem entferne ich die Post hiermit aus meiner Antiterrorliste, Anschläge sind ab sofort wieder erlaubt)
Dienstag, November 27, 2007
Hamburg...Schwarzes Loch Deutschland
Ergibt es sich so, dass ein Wiener Mädl einen Salzburger Burschen kennenlernt, der sie auf die Nasenspitze küsst (so oder so ähnlich wars wirklich, ich schwör's!) und ihr ein schickes Abenessen verspricht. Er zieht ein "Ich hab getanzt heut Nacht, die ganze Nacht heut Nacht - My Fair Lady" Programm ab und schenkt Wodka aus, als hätte er ihn so eben höchst persönlich aus Wasser gewandelt. Er ruft an und schreibt sms, schickt Küsse und Grüße, bis zu dem Tag an dem er leider beruflich nach Hamburg reisen muss, um dort an einem Meeting teil zu nehmen.
Und er ward nicht mehr gesehen, und seine liebliche Stimme erreichte nie wieder mein Ohr und seine beinah poetischen Worte erschienen nie wieder auf meinem Handydisplay.
Na gut, mag sein, dass das nun etwas drastisch formuliert ist, aber als besorgte Kleinbürgerin macht man sich natürlich schon seine Gedanken. Was zur Hölle ist da los in Deutschland?
Kidnapper, Schwerverbrecher...Kommunistisch-Faschistische Terrorgruppe die Ausreiseverbote erteilt. Der eiserne Vorhang rund um Hamburg wieder aufgebaut?????
Ich hab gegoogelt, ich hab online CNN geguckt und sogar die Kronenzeitung gelesen (wo mir die sonst viel zu hoch ist) aber die Gründe blieben mir bis jetzt verborgen. Deswegen fordere ich nun das Außenministerium auf, endlich zu helfen, und den verschollenen Landsmann schnellst möglich zu bergen! (Damit ich ihm dann ordentlich die Meinung geigen kann),
Und er ward nicht mehr gesehen, und seine liebliche Stimme erreichte nie wieder mein Ohr und seine beinah poetischen Worte erschienen nie wieder auf meinem Handydisplay.
Na gut, mag sein, dass das nun etwas drastisch formuliert ist, aber als besorgte Kleinbürgerin macht man sich natürlich schon seine Gedanken. Was zur Hölle ist da los in Deutschland?
Kidnapper, Schwerverbrecher...Kommunistisch-Faschistische Terrorgruppe die Ausreiseverbote erteilt. Der eiserne Vorhang rund um Hamburg wieder aufgebaut?????
Ich hab gegoogelt, ich hab online CNN geguckt und sogar die Kronenzeitung gelesen (wo mir die sonst viel zu hoch ist) aber die Gründe blieben mir bis jetzt verborgen. Deswegen fordere ich nun das Außenministerium auf, endlich zu helfen, und den verschollenen Landsmann schnellst möglich zu bergen! (Damit ich ihm dann ordentlich die Meinung geigen kann),

Damals bleibt Damals

Ja man könnte meinen die Zeit heilt wirklich alles was man ihr so auf den Buckel schraubt. Brillen, Zahnspangen, Pickel und unglaubliches Strebertum. Uncooles Gehabe, das Gefühl nicht dazu zu gehören...Eben alles von dem man sich als Teenager wünscht man würde eines Tages erwachen und diese Sorgen wären wie weggeblasen.
Aber dank des Klassentreffens vor zwei Wochen weiß ich jetzt, dass bestimmte Dinge sich niemals ändern werden. An einem Tisch mit lauter Leuten, die man das letzte Mal vor sieben langen Jahren gesehen hat, hat sich doch nicht so viel verändert, wie ich erwartet habe. Die Sitzordnung ist gleichgeblieben, die Gesprächspartner, die Themen und die Atmosphäre.
Bleibt mir nur zu sagen:
"Gott sei Dank war ich auch vor sieben Jahren schon eine coole Schnecke und Gott sei Dank hab ich auch immer noch so eine tolle beste Freundin wie damals. DANKE!"
Dienstag, Oktober 23, 2007
Wenn die Fr. Mag. S. mit der Fr. Marlen...
Dann kann ja nichts gutes dabei heraus kommen, denkt sich jetzt sicher der ein oder andere. Und richtig, etwas gutes guckt dann meistens nicht aus der Röhre, aber ein unterhaltsames Erlebnis auf jeden Fall. Zum Beispiel neulich am Fußballplatz. Ja, ihr habt schon richtig gelesen, der Flimmerkistenteufel hat nicht zugeschlagen. Zwei Frauen auf dem grünen Allerheiligsten. Und was wir uns da angeguckt haben, schlägt dem Fass, das wir tatsächlich auch nur einen Zeh in den kalten Oktobersonntag hinausgestreckt haben, doch tatsächlich den Boden aus. Nicht die Männer waren es, die dort im kaltnassen Matsch dem runden Leder hinterher gejagt sind. Nein, die Krone der Schöpfung gab sich die Ehre. Wer sich das jetzt aber so, oder wenigstens im Ansatz so, vorstellt, der irrt gewaltig.

Ja, ja meine Lieben, ich war ähnlich enttäuscht wie ihr jetzt, und das Gesicht wurde lang und länger. Hier ein Auszug aus meinen Lieblingssätzen, die in den spannenden 105 Minuten gefallen sind:
- Das ist unfair, der Torwart ist eindeutig ein Mann
- Das ist doch keine Frauenstimme
- Ich würde Glitzer tragen, das lenkt den Gegner ab
- Das der Schiedsrichter überhaupt laufen kann, ach so, muss er ja nicht
- Die sollte sich einen Sport-BH kaufen
Tja, wenn Frauen über Frauen herziehen,...
Sonntag, September 30, 2007
Back in Town

Zurück aus dem wunderschönen Zakynthos. Und der Urlaub war wie immer viel zu kurz. Man müsste das Raum-Zeit-Verhältnis inzwischen positiv beeinflussen können, fordere ich hiermit rechtskräftig ein!! Es kann ja wohl nicht angehen, dass an den schönsten Plätzen der Welt, die Zeit immer wie Sand durch meine Finger rinnt, während ich, steril bekleidet, in der höchsten Mittagshitze, Sekunden zu Stunden verwandeln kann.
Schluss mit den Urlaubsvorfreuden und Postkarten aus der
Ferne sage ich laut und stolz!Urlaub für Jedermann und für Immer!!
„Wenn man beginnt, seinem Paßfoto ähnlich zu sehen, sollte man in den Urlaub fahren."
Ephraim Kishon
Donnerstag, September 13, 2007
Final Countdown
Ja ja meine Lieben, die Uhr tickt. Nur noch fünf Dienste in der kleinen Klinik und dann drücke ich wieder für ein Jahr die Schulbank. Taferlklasse für Fortgeschrittene, so zu sagen.
Und wie ich mich freue: auf die Schultüte die ich bestimmt bekommen werde, auf die vielen freien Wochenenden, die ich dann genießen kann, auf die neuen Leute und die neue Arbeit. Und last but not least natürlich auch darauf, dem Fettkuhregiment, dem ich hier unterstehe zu entkommen.
Das einzige, strähnige Haar in der Suppe, ist der Verlust der geliebten Rasselbande hier, aber don't worry, be happy. Ich komme euch bestimmt besuchen. Und spätestens zur Weihnachtsfeier, stehe ich wieder vor der Türe und leg mit euch einen heißen Sirtaki aufs Parkett.
5...4...3...2...1...
Und Tschüss!
Und wie ich mich freue: auf die Schultüte die ich bestimmt bekommen werde, auf die vielen freien Wochenenden, die ich dann genießen kann, auf die neuen Leute und die neue Arbeit. Und last but not least natürlich auch darauf, dem Fettkuhregiment, dem ich hier unterstehe zu entkommen.
Das einzige, strähnige Haar in der Suppe, ist der Verlust der geliebten Rasselbande hier, aber don't worry, be happy. Ich komme euch bestimmt besuchen. Und spätestens zur Weihnachtsfeier, stehe ich wieder vor der Türe und leg mit euch einen heißen Sirtaki aufs Parkett.
5...4...3...2...1...
Und Tschüss!
Mittwoch, September 12, 2007
Hot Step

Also immer her mit den roten Schuhen, denn dem weit verbreiteten Irrtum, dass es zu Hause am schönsten ist, kann ich nur lautstark widersprechen. Nein, Nein, ruf' ich da erbost aus. Wisst ihr es denn immer noch nicht, habt ihr immer noch nichts dazu gelernt..?
Auf der Tanzfläche ist es natürlich am schönsten, und zwar auf der Salsa-Tanzfläche! Zu Hitmelodien aus Hitfilmen, wie Dirty Dancing, so lange zu tanzen, bis du glaubst, deine Oberschenkel haben sich atomarisiert, dass ist eines der ganz großen Gefühle im Leben. Kommt glaub ich in der objektiven Rangliste gleich nach gebären. Oder sich einen Hund anzuschaffen!
Und weil es wirklich so toll ist, wenn die Glitzerkugel romantische Lichtkleckser an den Wänden Fangen spielen lässt, kann nichts diese Freude trüben. Auch kein herrischer Tanzpartner, der permanent nur meckert und schimpft, wie man es ja auch von ihm erwartet, und mit dem man, von Rechts wegen, eigentlich gar nichts mehr zu tun haben dürfte.
Aber wie heißt es ja bekanntlich: reden verbindet, wo gesungen wird da lass' dich nieder und vor allem, zwei die tanzen, streiten nicht!
Mittwoch, August 29, 2007
Lang, lang ist's her...
Ich weiß, ich weiß...eine untreue Seele, eine gewissenlose Faulenzerin, eine Langzeitabstinente...das Alles und noch viel mehr habt ihr mich in den letzten zwei Monaten geheißen. Aber jetzt bin ich ja wieder da und kann wieder viele neue Geschichten erzählen.
Von flüchtenden Meistermechanikern (vielleicht aufgrund der kitschrosa Bettwäsche)
Vom ekelhaften Chefinnenmonster (bei welcher die Schwedenbombendiät voll angeschlagen hat)
Von ruchlosen, identitäsverschleiernden Italienern (Stichwort Schweden)
Vom Landleben meines kleinen Muttertiers (Dupi Dupi Dupidu)
Also Trommelwirbel und Applaus! I'm back on the road...
Von flüchtenden Meistermechanikern (vielleicht aufgrund der kitschrosa Bettwäsche)
Vom ekelhaften Chefinnenmonster (bei welcher die Schwedenbombendiät voll angeschlagen hat)
Von ruchlosen, identitäsverschleiernden Italienern (Stichwort Schweden)
Vom Landleben meines kleinen Muttertiers (Dupi Dupi Dupidu)
Also Trommelwirbel und Applaus! I'm back on the road...
Donnerstag, Juli 05, 2007
Sommerloch
Wer sich nicht vorstellen kann, dass ich wirklich (wirklich, wirklich, ich schwöre es), ständig nur am arbeiten bin, der kann sich gerne bei meiner Chefin erkundigen. Aber irgendwoher muss sie ja auch kommen, die Zeit, die ich jetzt einspare, um sie ab Sonntag in Italien wieder zu verplempern. Die Urlaubstage sind nämlich schon aufgebraucht.
Und jetzt werdet bloß nicht neidisch, nur weil ich schon zum dritten mal, in den letzten zwei Monaten, außer Landes fahre. Denn Reisen bildet ja bekanntlich. Und will nicht letzten Endes jeder Mensch von sich behaupten können, in einem überdurchschnittlich gebildeten Freundeskreis, zu verkehren. Oder hausieren?
Also versprochen, so bald ich wieder hier bin, küss ich Mutter Erde direkt auf den Mund, stell ein hübsches Urlaubsfoto ins Netz, und bin als dann nur mehr für euch Lieben da!!
Bis dahin...salute...
Und jetzt werdet bloß nicht neidisch, nur weil ich schon zum dritten mal, in den letzten zwei Monaten, außer Landes fahre. Denn Reisen bildet ja bekanntlich. Und will nicht letzten Endes jeder Mensch von sich behaupten können, in einem überdurchschnittlich gebildeten Freundeskreis, zu verkehren. Oder hausieren?
Also versprochen, so bald ich wieder hier bin, küss ich Mutter Erde direkt auf den Mund, stell ein hübsches Urlaubsfoto ins Netz, und bin als dann nur mehr für euch Lieben da!!
Bis dahin...salute...
Sonntag, Juni 17, 2007
Wie die Schwalbe fliegt
Wer sich nicht vorstellen kann, was ich heute in meinem Gärtchen erlebt habe, der möge bitte weiterlesen.
Die Schatten sind schon lang und die Sträucher am Wiesenrand werden zunehmend dunkler. Bald werden sie sich verfärben. Lila, Violett, immer finsterere Mäntel werden sie umlegen, bis sie sich schließlich auch als Schatten in die nächtliche Landschaft einfügen. Noch aber ist es nicht soweit, noch sind die Blumenkelche nicht ganz geschlossen, die Wolken am Himmel von einem zarten Rosa und noch kreisen die Schwalben jubilierend am Himmel.
Wie kleine, dunkle Schmetterlinge sehen sie von der Erde aus, fliegen in undurchschaubaren Zirkeln und zeichnen unsichtbare Muster in das blasse Blau. Einmal hin und einmal her, als hätten sie diese Vorführung wochenlang geübt. Nein, als wären sie zu keinem anderen Zweck auf der Welt, als in der drohenden Dämmerung ihren friedlichen Tanz zum Besten zu geben. Sie fliegen mit dem Aufwind, höher und immer höher, nie geradewegs, immer in Schnörkeln, mal rechts, mal links. Am höchsten Punkt stehen sie, selten, kurz still, nur für den Bruchteil einer Sekunde, so als ob sie die gute Aussicht auskosten wollten.
Das Grillengezirp wird immer lauter, der Himmel nimmt schon sein sanftes Grau an und die Wolken, die eben noch als rosafarbene Zuckerwatte umher strichen, sind längst verflogen. Nur ab und antrübt eine aschige Anhäufung den Abendhimmel, als hätte ein, längst vergessen geglaubter, Riese ihn missbraucht, um die Überbleibsel seiner allabendlichen Zigarette auf ihm abzuladen. Der Kirchturm gibt Signal, die Glocken läuten Neun und als wäre dies das vereinbarte Zeichen, ziehen sich die Schwalben zurück in ihr sicheres Nest. Solide gebaut und gut gerüstet gegen die Gefahren der Nacht.
Schwarz zeichnen sich jetzt die Blätter des Kirschbaumes gegen den Himmel ab. Grashüpfer und Grillen zirpen, schmettern ihr Lied hinaus, auf dass es die ganze Welt hören möge. Ein Nachtfalter sitzt einsam auf einer schlafenden Blume und erfreut sich an dem Spiel.
Die Schatten sind schon lang und die Sträucher am Wiesenrand werden zunehmend dunkler. Bald werden sie sich verfärben. Lila, Violett, immer finsterere Mäntel werden sie umlegen, bis sie sich schließlich auch als Schatten in die nächtliche Landschaft einfügen. Noch aber ist es nicht soweit, noch sind die Blumenkelche nicht ganz geschlossen, die Wolken am Himmel von einem zarten Rosa und noch kreisen die Schwalben jubilierend am Himmel.
Wie kleine, dunkle Schmetterlinge sehen sie von der Erde aus, fliegen in undurchschaubaren Zirkeln und zeichnen unsichtbare Muster in das blasse Blau. Einmal hin und einmal her, als hätten sie diese Vorführung wochenlang geübt. Nein, als wären sie zu keinem anderen Zweck auf der Welt, als in der drohenden Dämmerung ihren friedlichen Tanz zum Besten zu geben. Sie fliegen mit dem Aufwind, höher und immer höher, nie geradewegs, immer in Schnörkeln, mal rechts, mal links. Am höchsten Punkt stehen sie, selten, kurz still, nur für den Bruchteil einer Sekunde, so als ob sie die gute Aussicht auskosten wollten.
Das Grillengezirp wird immer lauter, der Himmel nimmt schon sein sanftes Grau an und die Wolken, die eben noch als rosafarbene Zuckerwatte umher strichen, sind längst verflogen. Nur ab und antrübt eine aschige Anhäufung den Abendhimmel, als hätte ein, längst vergessen geglaubter, Riese ihn missbraucht, um die Überbleibsel seiner allabendlichen Zigarette auf ihm abzuladen. Der Kirchturm gibt Signal, die Glocken läuten Neun und als wäre dies das vereinbarte Zeichen, ziehen sich die Schwalben zurück in ihr sicheres Nest. Solide gebaut und gut gerüstet gegen die Gefahren der Nacht.
Schwarz zeichnen sich jetzt die Blätter des Kirschbaumes gegen den Himmel ab. Grashüpfer und Grillen zirpen, schmettern ihr Lied hinaus, auf dass es die ganze Welt hören möge. Ein Nachtfalter sitzt einsam auf einer schlafenden Blume und erfreut sich an dem Spiel.
Samstag, Juni 16, 2007
1001 Nacht
Wer sich nicht vorstellen kann, um welche Haaresbreite ihr mich an einen ruchlosen Basarhändler verloren hättet, der hat wohl noch nie von Alibaba und ähnlichen Zeitgenossen gehört.
Will es der Zufall, dass man sich mit Kind und Kegel gen Süden begibt und dort auf Djerba einen landesüblichen Basar aufsucht, zwecks Anhäufung von Schmuck und Tand (und dem einen oder anderen Fetzerl). Wäre es nicht ein Ausflug von Fr. Marlen, würde es ganz und gar mit rechten Dingen zugehen. Doch natürlich muss sich auch hier, wie gehabt, ein kleiner Fehlerteufel einschleichen.
Will es der Zufall, dass man hübsche und äußerst dekorative Keramikschüsseln entdeckt, welche man zu exportieren gedenkt und nun in ein Verhandlungsgespräch mit dem ortsansässigen Verkäufer tritt. Nicht wenig Zeit verstreicht, doch gut Ding will Weile haben und endlich ist man sich einig.
Der Keramiktändler betört von meiner lieblichen Stimme macht mir einen guten Preis, ich schlage zu und ahne noch nicht, dass für mein geringes Geld ich selbst als Draufgabe herhalten muss. 20 Kamele, ein spitzen Preis wie man mir sagt.
Alle Afrika-Fans sind nun aufgefordert mir dieses Angebot zu übersetzten. Schließlich kann es
nie schaden, den eigenen Marktwert zu kennen.

Montag, Juni 04, 2007
Von (der) Muse geküsst

Wer sich nicht vorstellen kann, wie verzweifelt ich gerade versuche, mich in den A**** zu beißen, der ist wohl noch nie fünf Tage außer Landes gefahren, nur um dann die angepeilte künstlerische Darstellung zu versaufen!!!
Also Muse verpasst, aber ansonsten irrsinnig gut umgesetzt. Das Festival 07 zeichnete sich besonders durch den ausgeprägten zusammenhalt der Gruppe aus, was sich in Form von ungehemmtem Flüssigkeits- und Geruchsaustausch wiederspiegelte. Man kann sich also ein Kleingrüppchen Menschen vorstellen, die gemütlich um einen Campingtisch sitzen (oder wahlweise Wiese/Decken/Gatsch) und abwechselnd Bier, Gin, Antidurchfallpulver und Antiblähungstropfen durch die Runde reichen. Fast wie in einer kleinen Familie.
Das Wetter hat ebenfalls gehalten, was es uns angekündigt hat. Wechselweise stechender Sonnenschein, der das Zeltlager in eine finnische Saunalandschaft verwandelt, oder Schnürlregen allá Salzburger Festpielwochen. Aber dank der schicken (pinken) Regenhäute sind wir nicht all zu nass geworden. Nur der Gin war etwas dünner dieser Tage.
Bleibt zu guter Letzt nur zu sagen, dass es wiedermal fünf ereignisreiche Tage waren, die uns noch etwas näher zusammenrücken ließen. Ich möcht mich ganz herzlich bei euch bedanken, es war eine tolle Zeit. Und wenn wir schon beim thematisieren sind...
Lieb haben wär ein Thema!!!!

Dienstag, Mai 29, 2007
Unglaubliche Bekanntschaften
Wer sich nicht vorstellen kann, was ich heute am Abend noch so vorhabe, den kann ich gut verstehen. Selten gibt es da ja etwas wirklich Neues zu berichten. Aber nicht so in diesem Moment, denn ich habe heute Abend seit langer Zeit mal wieder ein Date, mit einem Mann, den ich noch nicht in und auswendig kenne. (Und der kein Puschelschwänzchen unter seinem Überzieher versteckt) Wird auch schon Zeit für eine Abwechslung.
Der unglaubliche Mann, aus dem unglaublichen Zusammentreffen in der (unheimlichen) U-Bahn, existiert, wider allen wilden Theorien meiner Freundinnen, wirklich, und eben das wird er heute beweisen, indem er mich zum Essen ausführt. Wer mir jetzt immer noch nicht glaubt, hat die Wahl, entweder, getarnt mit Sherlock Holmes Kappe, hinter uns her zu schleichen und durch, mit Gucklöchern ausgestatteten, Zeitungen zu spionieren, oder lässt sich von mir Morgen den Aluschwan, mit Essenresten zeigen.
Der unglaubliche Mann, aus dem unglaublichen Zusammentreffen in der (unheimlichen) U-Bahn, existiert, wider allen wilden Theorien meiner Freundinnen, wirklich, und eben das wird er heute beweisen, indem er mich zum Essen ausführt. Wer mir jetzt immer noch nicht glaubt, hat die Wahl, entweder, getarnt mit Sherlock Holmes Kappe, hinter uns her zu schleichen und durch, mit Gucklöchern ausgestatteten, Zeitungen zu spionieren, oder lässt sich von mir Morgen den Aluschwan, mit Essenresten zeigen.
Holliday(s)

Wer sich nicht vorstellen kann, wie entspannt ich gerade in meinem Gärtchen sitze, der hat sicher nicht, so wie ich, die nächsten drei Wochen arbeitsfrei. Die Rosen ranken, die Blumen blühen, die Dahlien duften, und so weiter und so fort. Und was das aller schönste daran ist, steht auch schon fest. Drei Wochen lang keine kranken Leute, außer denen, die sich dieses Wochenende wahrscheinlich etwas Übelkeit antrinken werden. Und das sind ja schließlich meine Freunde, um die darf man sich auch im Urlaub ein bisschen professionell kümmern.
Es ist also alles vorbereitet, die Arbeit ruht, das Zelt steht bereit, ebenso wie Schlafsack, Isomatte und (bähh) Gummistiefeln und am Donnerstag gehts dann los ins lustige Camperleben. Fünf ereignisreiche Tage später erhole ich mich dann davon in Tunesien. Die Beine im Meer und den Blick in den Himmel werd ich dann den ganzen Stress vergessen, der mich hier in den letzten Tagen verfolgt hat und Mätzchen zeigen, wie man Sandburgen baut.
Ich freu mich schon auf euch Alle! Schönen Urlaubsanfang!
Montag, Mai 14, 2007
Muttertag
Wer sich nicht vorstellen kann, wielange die Menschenschlange beim örtlichen Blumenladen gestern war, der muss sich kurz die Dimensionen der chinesischen Mauer in den Sinn rufen. Bis vor die Tür, bis ums Eck, ja fast bis vor meine Haustüre, sind die lieben Kinderlein (verschieden Alters; also so zwischen 15 und 55) angestanden um ihrer Mutti einen Herzenswunsch zu erfüllen. Fast wäre ich der falschen Vermutung erlegen, die liebe, gute Stadtverwaltung, hätte, zu meiner persönlichen Erbauung, die Bushaltestelle direkt vor meine Füsse umgebaut.
Na, da waren ich und Peavy auf jeden Fall mehr als froh, dass unser Geschenk bereits sicher verpackt in dem Plastiksäckchen, in dem ich es auch erstanden hatte, an unserer Hand baumelte.
"Wir hätten vielleicht wenigstens ein Schleifchen drum binden sollen", habe ich mir erlaubt einzuwerfen, worauf Hr Pinokkeles nur angewidert grunzte: "Konsumorientiertes und medienverseuchtes Pack!" Brummend setzten wir unseren Weg fort und Mama Marlen war natürlich trotz der fehlenden Verpackung genauso erfreut über ihr Geschenk.
"Mein schönstes Geschenk, wär ein Enkerl", seufzte sie und schlug unschuldig die Augen auf. "Natürlich nur, damit DU glücklich bist!" Sprach's nahm mich in den Arm und bedankte sich für mein nettes Geschenk.
Übrigens habe ich herausgefunden, dass auch in Peavy ein richtig weicher Kern steckt. Ratet einmal, was ich zum Muttertag, von diesem verfressener Kerl, bekommen habe...

Dienstag, Mai 08, 2007
Raindrops keep falling...
Wer sich nicht (mehr) vorstellen kann, wie gut Gras nach einem Regensturz riecht, der sollte schleunigst mal wieder seine Gummistiefel anschnallen und losziehen. Wenn die langen Grashälme, die am Rand eines Feldes stehen, so tropfnass sind, dass sie sich der Erde zuneigen, wie höfliche Kammerdiener, die einen Bückling machen, wenn jemand vorbei kommt, dann ist es genau das richtige Wetter für einen Spaziergang. Man riecht auf einmal so viel, dass man sich fühlt wie Bambi, bei seinem ersten Ausflug aus die Lichtung. Blumen, Erde, Kräuter, Gräser...man kann die Schnecken zählen, die den Weg kreuzen. Die Blaumeisen und Spatzen und Amseln die ein lustiges Wanderlied singen. Und, und, und...
Vielleicht erinnert mich deswegen ein Regenspaziergang immer an meine Kindheit, weil es heute keinen einzigen Menschen mehr gibt, der freiwillig rausgeht, wenn es regnet. Bei uns gab's da kein Wenn und Aber. Regenmantel an, Gummistiefel aus dem Schrank, und los geht's. Seit wann ist es eigentlich so verpönt im Regen das Haus zu verlassen?
Seit ihr alle aus Zucker? Oder liegt es mehr daran, dass ihr euch generell nicht mehr gerne bewegt? Dafür stopft ihr aber alle Light-Produkte in euch hinein, weil ihr euch zu dick fühlt.
Kinder, Kinder, das kann doch nicht gesund sein! Also, nichts wie hin, ins Fachgeschäft, da gibts bestimmt eine trendy Outdoorjacke (weil Regenmantel hört sich uncool an) und dann traben wir los, zu einem extreme-walking!
Myfest 2007

Wer sich nicht vorstellen kann, wie man einen Holzkohlengrill, so richtig zum glühen bringt, der kann uns ruhig um Nachhilfe in diesem Themengebiet bitten. Wir...wir sind die YaYa-Schwestern des Grillens! Sandy, Angie und meine Wenigkeit haben es sich zur Aufgabe gemacht, auch diesen Mai wieder, für einen geschmackvollen Frühlingsbeginn zu sorgen und zwar in dem wir alles, was nicht niet- und nagelfest ist, in geräucherter Form, auf den Tisch bringen.
Lustig war's, wie jedes Jahr. Und während ich die Erdäpfel in Alufolienkorsetts zwang, und Sandy die richtigen Fächeltechniken mit Angie durchbesprach, bastelte sich Hr. Pinokkeles winzige Tortilliaspießchen. Naja, jeder soll ja etwas davon haben.
Um 19:00 konnten wir es kaum glauben, aber tatsächlich, obwohl (oder gerade deshalb) wir nur drei schutzlose Frauen waren, hatten die Kohlen Feuer gefangen. Angie war zu einer Wedelmeisterin mutiert, die gar nicht aufhören konnte, Luft zu zu fächeln und so die ein oder andere Stichflamme hervorbrachte.
Also kurz gesagt: Das Bier war kalt, das Fleisch war braun (bis schwarz) und das Fest mehr als gelungen!!

Mittwoch, Mai 02, 2007
Der Zirkusdirektor im Prater
Wer sich nicht vorstellen kann, wie motiviert auch heuer wieder die meisten gutbürgerlichen Wienbewohner in den Prater gepilgert sind, der kann das bestimmt im Internet recherchieren. Ich hatte nämlich, ganz entgegen meiner sonstigen Angewohnheit, keine Zeit mich meinem Hobby, der Volkszählung, ausreichend zu widmen. Viel zu abgelenkt war ich, von den witzigen Leuten, die biertrinkenderweise in den feuchten Wiesen lümmelten, von dem ganzen Haufen Freunde, die mich, ebenfalls biertrinkenderweise, willkommen hießen und nicht zu letzt, von dem überaus witzigen Moderator des Nachwuchsbandwettbewerbs, der an diesem Abend bestimmt das meiste Bier getrunken hat.Mit seiner männlichen Baritonstimme und dem kessen roten Westchen, das er sich um den dicken Wanst geschnallt hatte, kam er uns Allen ein wenig so vor, wie der legendäre Direktor des Zirkus Habakuk! Ein wahres Entertainertalent hat sich die SPÖ da auf ihre Rockbühne geholt. Wild fegte er über die Bretter die die Welt bedeuten, brummte in sein behaartes Mikrofon und war sich nicht zu Schade, jede noch so kleine Nachwuchsband mit den Worten:"Vielleicht sehen wir sie nächstes Jahr zurecht als Sieger auf dieser Bühne", zu begrüßen. Besonders beliebt machte er sich, als er ganz EU-Konform die slowakische Band zuerst auf Englisch ankündigte:"And now...from Slowakia!", um dann kurz für das proletarische Volk zu übersetzten:"Und jetzt...aus der Slowakei!"
Noch nie habe ich mich trotz, oder vielleicht gerade wegen, meiner mangelnden Fremdsprachenkenntnisse irgendwo soo wohl gefühlt, wie an diesem 1.Mai, inmitten all der anderen, treuen Arbeiter!
Alle Macht dem Volk!
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