Donnerstag, Oktober 02, 2008

Treten sie näher

Nicht das ich es unbedingt besser wissen möchte, ich tu es eben einfach. Diese Baustelle ist gesperrt. Aber wenn sie mich wirklich so sehr vermissen, besuchen sie mich doch hier:

www.frmarlen.wordpress.com

Donnerstag, August 28, 2008

Baustelle

Wegen Umbau geschlossen, bitte folgen sie den Schildern....


Na los doch....


Sind sie immer noch hier??


Folgen sag ich, verdammt nochmal....





www.frmarlen.wordpress.com

Donnerstag, Jänner 17, 2008

Pharmakon

Ein Pharmakon ist ein Pharmakon, bleibt ein Pharmakon und wird immer ein Pharmakon bleiben. Pharmazie, Pharmakologie, Pharmazeut, Pharmakologe, Pharmakokinetik, Pharmakodynamik, Pharmakonzern. Dosiswirkurve, L5, EC95, Toxikologie und Paracelsus, ...

Na schwirrt euch der Kopf? Hört ihr euch noch selbst denken? Seid ihr bereits am Rande eines Nervenzusammenbruches? Ja?? ICH AUCH!!

Und zwar nicht, weil in drei Wochen Pharma-Prüfung ist, weil ich den Stoff nicht kapieren würde, weil ich noch nichts gelernt hätte...nein, nein. Ich bin gut in Pharma, ich kenn mich aus, alles wunderbar. Aber die Höflichkeit dieser Tage lässt sehr zu wünschen übrig. Wo man auch hinsieht nichts als Ärgerniss und Belästigung, Lärmbelästigung nämlich.

In den Öffis fängt es an, das einjährige Kind plärrt wie am Spieß und der nichtsnutzige Vater BITTET es um Ruhe (hier meine Herrschaften ist Höflichkeit fehl am Platz, man muss einem Baby seine Ansprüche schon deutlich machen), der Emo links von mir hört My chemical Romance in einer Lautstärke, dass sich selbst dem Zugführer die Flimmerhärchen aufstellen müssen. Und kommt man dann an den Ort der Lehre und des Wissens, erzeugt die gesamte Sitzreihe hinter mir, einen sonoren Summton durch ständiges Gelaber über Pharma, dass ich mir beinahe vorstellen kann, ich sitze am Meer.

Um Ruhe bitten hilft hier leider nichts, denn wie das Baby in der U-Bahn, sind auch diese Wesen gegen Höflichkeit imun. Also bleibe ich stumm...

Als Einziger!

Sonntag, Jänner 06, 2008

GenItalien

Weil im Winter deine Nase tropft
Die Ohren frieren, fallen gleich vom Kopf
Weil im Winter deine Füße jucken
Sich Weihnachtspalmen am Meer anzugucken

Wir sind hier

Weil wir statt hier auf dem Eis zu rutschen
Lieber an einem Speiseeis rumlutschen
Weil wir ständig kalte Füße haben
Woll'n wir sie im warmen Sand vergraben

Wir sind hier

Wir sind hier - und noch nicht dort
Das heißt für uns - nichts wie hinfort
Du und ich - wir wollen die Welt ansehen
Darum fahren wir GenItalien

Weil wir wegfahren statt anzukommen
Haben wir uns diese Freiheit selbst genommen
Bloß kein Leben in nem Spießerhaus
Du sagst: "Bei uns geht sich das gar nicht aus"

Wir sind hier

Wir sind hier und wir sind wir
Nicht Ich und Du No, wir sind jetzt ein Duo
Eines sollst du ganz klar verstehen
Mit niemand fährt man GenItalien

Wie mit dir

Mittwoch, Jänner 02, 2008

Prosit

Also ich finde ja den TamTam der Allerorts um Silvester gemacht wird, höchst unrealistisch. Was soll denn auf einmal besser sein, nur weil es plötzlich fünf nach, und nicht mehr fünf vor zwölf ist?

Prickeln tut höchstens der Sekt, krachen leider nicht nur die Raketen und spätestens um zwei Uhr morgens fällt man erledigt und sturzbetrunken ins Bett um den ersten Tag des neuen Jahres mit Kopfschmerzen, Übelkeit und Katerstimmung zu beginnen. Und wenn der erste Tag des Jahres schon so anfängt, wie soll der Rest dann erst werden?

Ich persönlich bin ja dafür, jeden Tag ein bisschen Silvester zu feiern und die guten Vorsätze besser gleich umzusetzen. Aller Anfang ist ja bekanntermaßen schwer, also warum freiwillig alle dreihundertfünfundsechzig (arges Wort) Tage wieder von vorne beginnen.

2007 war nicht immer gut, aber auch nicht immer schlecht und meiner Meinung nach wird 2008 wahrscheinlich nicht anders werden!

Donnerstag, Dezember 27, 2007

Alles Blöd

Kennt ihr solche Tage eigentlich auch, wo man nicht nur mit dem linken Fuß aufsteht, sondern anschließend sofort umknöchelt, sich den Kopf an der harten Nachttischkante anschlägt und am liebsten liegen bleiben würde???

In der Straßenbahn setzt sich natürlich eine alte Frau neben dich, die riecht als hätte sie sich in einem halben Kilo Babypuder mit Maiglöckchengeruch gewälzt, was ihren dezenten Moderduft aber nicht überdecken kann, so das sich ein unnachahmliches Potpourri der Sinnbeleidigung entfaltet.

Du kommst zu spät in die Arbeit, weil die Zeit rast, was sich aber schlagartig ändert sobald du deine unvorteilhafte Dienstkleidung angelegt hast, weil nun scheinbar ein kleiner Kastenteufel am Stundenzeiger hockt und picknickt.

Konsequente Blödheit ist heute das Tagesmotto aller Kollegen, noch dazu sind die Patienten unfreundlich und zicken herum, wie Barbies kleine Schwester Skipper. Du möchtest den Kopf nur mehr gegen eine frisch gestrichene Wand donnern, um den Vorteil zu genießen, gleichzeitig den geistigen Schmerz abtöten und vom Äther high werden zu können.

Beim Heimfahren entwischt dir die Zweischienenbahn um nasenbreite, die Zigaretten sind auch schon wieder teurer geworden und endlich zu Hause angekommen, merkst du, dass das Bier Alle ist.

Manchmal würde ich gerne jemanden verprügeln....hmpf!

Freitag, Dezember 21, 2007

Morbus Weihnachtsepilepsie

Weil ich mich bekanntlich ja verpflichtet fühle meine herzallerliebste Angie, meine Person, mindestens einmal im Jahr namentlich zu erwähnen, lest nun folgende Geschichte...

Dieses Jahr wollte bei mir die Silberglocken-, Geschenkpapierraschelstimmung nicht so richtig Einzug halten. Wenn Anfang November die Schokonikoläuse aus den Regalen lachen, dann weißt du, es ist nicht mehr lange hin. Die dreißig Tage bis Anfang Dezember vergehen wie im Flug und schon beginnen die Straßen voller zu werden und in der Straßenbahn bekommst du keinen Sitzplatz mehr. Spätestens wenn dann der erste Passant an der rutschigen Schaufensterscheibe, die leider nicht ausreichend Halt bietet, hinuntergleitet und im gräulichen Schneematsch danieder sinkt, weil er aufgrund der obligatorisch hysterisch blinkenden Dekolichter einem epileptischen Anfall erlegen ist, weißt du...Weihnachten ist nah.


Ich bin dieses Jahr ausgestiegen aus dem Konsumrausch. Nur drei Personen beschenke ich mit gekauften Artikeln, ein selbst gebasteltes Geschenk ist auch dabei. Ich weiß zwar nicht ob die Nummer mit dem unförmigen Tondings, das man dann einfach Aschenbecher nennt, mit Mitte Zwanzig immer noch zieht, werde es aber bald heraus finden. Ich habe auch keinen Baum, ebenso keine Dekoration in der Wohnung, was strohtrockene Adventkränze und Metallpapiersterne miteinschließt.


Heute habe ich meine Antiweihnachtsstimmung meiner süßen Person dramatisch mitgeteilt und habe einen Satz gehört, der mich dann spontan doch noch die christmas vibes fühlen ließ.

"Hauptsache ist doch, man verbringt Weihnachten mit seiner Mutti!!"


In diesem Sinne, danke für diese kleine Gedankenstütze und viel Spaß bei dir im Gau Angie! Schalla La La La - La La La La!


Dienstag, Dezember 11, 2007

Freundeskreis

Ich persönlich kann es ja nicht verstehen. Wie kann man denn so etwas wie (einen) Freundeskreis als verpönt betrachten, ihn liederlich und unwichtig schimpfen und noch dazu als entbehrungswürdig einstufen kann. Sowohl der Band, als auch den Menschen aus Fleisch und Blut, die in meiner Umlaufbahn gefangen, diesen Namen verdienen, seh ich mich gezwungen die Stange zu halten. Weil es mir einfach ein persönliches Anliegen ist.

Bin ich auch vieles nicht (einfach, leicht gestrickt, umgänglich, etc...) verlässlich bin ich auf alle Fälle. Setzt man Vertrauen in mich, setzt man es bestimmt nicht in den Sand. Den untergehen, wegschwimmen und einfach vergessen gibt es nicht in meiner (linearen) Welt. Ihr merkt schon ich hab es heute mit den Klammern. Es ist so zu sagen ein Thema, dass ich nicht offen bereden möchte, dass aber durchaus spruchreif geworden ist. Mein Freundeskreis hat sich nämlich erweitert, quasi Zuwachs bekommen. Oder Nachwuchs...

Denn, so scheint es, ist der Herbst einfach die ideale Zeit, um Glückssterne einzufangen. Und schon wiedermal bin ich auf einer Fischstäbchendiät und genieße Glücksstern deluxé.

Montag, Dezember 10, 2007

Frittierölpunsch


In jeder Frauenzeitschrift kann man dieser Tage 100 gute Ratschläge für schnöden Mammon erwerben, was euch aber keiner verraten wird, sag' ich euch jetzt. Wenn ihr wirklich ein schönes Weihnachtsfest verbringen wollt, dann vermeidet es, wie ich Samstags, einen rastlos überfüllten Christkindelmarkt aufzusuchen, um euch dem Punschgenuss zu widmen.


In der Zeit der vorweihnachtlichen Gemütlichkeit kann es leider leicht vorkommen, dass euch an solchen Topp Spot's eure vorweihnachtliche Menschlichkeit abhanden kommt. Sei es durch die unbescheiden, riesige Menschenmasse, die stößt und rempelt und so gar nicht christlich agiert. Sei es durch die lange Schlange am Punschstand, die komischerweise für dich nicht kürzer wird, weil sich laufend neue Menschen vorschummeln. Oder sei es gar durch den Punsch himself, welcher unter dem Deckmantel des Geschmackverstärkens, als alles mögliche verkauft wird, nur nicht als das was er wirklich darstellt. Frittieröl, Abwaschwasser und geronnenes Joghurt, zusammengemixt und für sieben Tage auf die Fensterbank gestellt, könnte nicht besser schmecken. Allerdings auch nicht schlechter. Aber wie heißt es ja so schön, nirgends kann man sich so übel und überteuert, wie auf einem Weihnachtsmarkt betrinken.


Da hilft auch nicht der nette Gospelchor, der den weiten Weg vom Laaerberg hinunter gewagt hat, und ebensowenig die liebenswerte Gesellschaft. Kann man sich auch noch so sehr, über anderer Leute Skurilität amüsieren, bei Lebensmitteln hört sich der Spaß wirklich auf. Also Finger weg vom weißen Schokoladepunsch, vom Marzipanpunsch, vom Franzl- und vom Sissipunsch, vielleicht lasst ihr eure Zungen besser einfach aus allen steirischen Punschhäferln raus. Glaubt mir, dass verdirbt Magen und Stimmung.



Donnerstag, November 29, 2007

Was ist gelb und stinkt?

Ich weiß ja nicht ob ich es schon mal erwähnt habe...aber ich habe seit letzter Woche einen neuen Erzfeind in meinem Umfeld. Es ist, wie das hübsche Bild schon anmuten lässt, die österreichische Post P.S.K Telekom - Kommune. Nicht nur dass die Bedienung so etwas von unfreundlich und langsam ist, dass sich jeder urwiener Kellner eine Scheibe abschneiden könnte. Nein, es kommt noch erschwerend hinzu,dass das Personal scheinbar bei dem selben Psychoguru, wie die Kassierer beim Billa geschult wurden. Nur so kann ich mir die Logik eines österreichischen Postbeamten erklären, der bei brechend vollem Postoffice (wie das ja jetzt heißt) entscheidet, einfach mal so zwei Schalter zu sperren.
Na gut dann stellt man sich halt von vorne an, und weil der anderer pragmatisierte Fettwanst auch nicht viel schneller ist (wahrscheinlich kifft er bei jedem Päckchen das er aus dem Lager holt nen Ofen) verbringt man angenehme 60 Minuten in dem vermieften Office.
Kennt nicht jeder den Slogan:"Die Post bringt Allen was" ??
Ich erkläre hier mit, dass ich mir von den lahmen Schnecken zu Weihnachten wünsche, dass sie mir NIE wieder etwas bringen. Ist sowieso immer nur Blödsinn im Kasterl...Rechnungen, Werbung, Spendenaufforderungen und versprochenen Gewinne, die man eh nie sieht.
Darum hab ich mich schlau gemacht und im weltweiten Web einen Gruppierung gefunden die mir aus der Seele spricht und der ich auch sofort beigetreten bin.
(Außerdem entferne ich die Post hiermit aus meiner Antiterrorliste, Anschläge sind ab sofort wieder erlaubt)






Dienstag, November 27, 2007

Hamburg...Schwarzes Loch Deutschland

Ergibt es sich so, dass ein Wiener Mädl einen Salzburger Burschen kennenlernt, der sie auf die Nasenspitze küsst (so oder so ähnlich wars wirklich, ich schwör's!) und ihr ein schickes Abenessen verspricht. Er zieht ein "Ich hab getanzt heut Nacht, die ganze Nacht heut Nacht - My Fair Lady" Programm ab und schenkt Wodka aus, als hätte er ihn so eben höchst persönlich aus Wasser gewandelt. Er ruft an und schreibt sms, schickt Küsse und Grüße, bis zu dem Tag an dem er leider beruflich nach Hamburg reisen muss, um dort an einem Meeting teil zu nehmen.

Und er ward nicht mehr gesehen, und seine liebliche Stimme erreichte nie wieder mein Ohr und seine beinah poetischen Worte erschienen nie wieder auf meinem Handydisplay.

Na gut, mag sein, dass das nun etwas drastisch formuliert ist, aber als besorgte Kleinbürgerin macht man sich natürlich schon seine Gedanken. Was zur Hölle ist da los in Deutschland?
Kidnapper, Schwerverbrecher...Kommunistisch-Faschistische Terrorgruppe die Ausreiseverbote erteilt. Der eiserne Vorhang rund um Hamburg wieder aufgebaut?????

Ich hab gegoogelt, ich hab online CNN geguckt und sogar die Kronenzeitung gelesen (wo mir die sonst viel zu hoch ist) aber die Gründe blieben mir bis jetzt verborgen. Deswegen fordere ich nun das Außenministerium auf, endlich zu helfen, und den verschollenen Landsmann schnellst möglich zu bergen! (Damit ich ihm dann ordentlich die Meinung geigen kann),





Damals bleibt Damals


Ja man könnte meinen die Zeit heilt wirklich alles was man ihr so auf den Buckel schraubt. Brillen, Zahnspangen, Pickel und unglaubliches Strebertum. Uncooles Gehabe, das Gefühl nicht dazu zu gehören...Eben alles von dem man sich als Teenager wünscht man würde eines Tages erwachen und diese Sorgen wären wie weggeblasen.
Aber dank des Klassentreffens vor zwei Wochen weiß ich jetzt, dass bestimmte Dinge sich niemals ändern werden. An einem Tisch mit lauter Leuten, die man das letzte Mal vor sieben langen Jahren gesehen hat, hat sich doch nicht so viel verändert, wie ich erwartet habe. Die Sitzordnung ist gleichgeblieben, die Gesprächspartner, die Themen und die Atmosphäre.
Bleibt mir nur zu sagen:
"Gott sei Dank war ich auch vor sieben Jahren schon eine coole Schnecke und Gott sei Dank hab ich auch immer noch so eine tolle beste Freundin wie damals. DANKE!"

Dienstag, Oktober 23, 2007

Wenn die Fr. Mag. S. mit der Fr. Marlen...

Dann kann ja nichts gutes dabei heraus kommen, denkt sich jetzt sicher der ein oder andere. Und richtig, etwas gutes guckt dann meistens nicht aus der Röhre, aber ein unterhaltsames Erlebnis auf jeden Fall. Zum Beispiel neulich am Fußballplatz. Ja, ihr habt schon richtig gelesen, der Flimmerkistenteufel hat nicht zugeschlagen. Zwei Frauen auf dem grünen Allerheiligsten. Und was wir uns da angeguckt haben, schlägt dem Fass, das wir tatsächlich auch nur einen Zeh in den kalten Oktobersonntag hinausgestreckt haben, doch tatsächlich den Boden aus. Nicht die Männer waren es, die dort im kaltnassen Matsch dem runden Leder hinterher gejagt sind. Nein, die Krone der Schöpfung gab sich die Ehre. Wer sich das jetzt aber so, oder wenigstens im Ansatz so, vorstellt, der irrt gewaltig.



Ja, ja meine Lieben, ich war ähnlich enttäuscht wie ihr jetzt, und das Gesicht wurde lang und länger. Hier ein Auszug aus meinen Lieblingssätzen, die in den spannenden 105 Minuten gefallen sind:

  1. Das ist unfair, der Torwart ist eindeutig ein Mann
  2. Das ist doch keine Frauenstimme
  3. Ich würde Glitzer tragen, das lenkt den Gegner ab
  4. Das der Schiedsrichter überhaupt laufen kann, ach so, muss er ja nicht
  5. Die sollte sich einen Sport-BH kaufen

Tja, wenn Frauen über Frauen herziehen,...

Sonntag, September 30, 2007

Back in Town


Zurück aus dem wunderschönen Zakynthos. Und der Urlaub war wie immer viel zu kurz. Man müsste das Raum-Zeit-Verhältnis inzwischen positiv beeinflussen können, fordere ich hiermit rechtskräftig ein!! Es kann ja wohl nicht angehen, dass an den schönsten Plätzen der Welt, die Zeit immer wie Sand durch meine Finger rinnt, während ich, steril bekleidet, in der höchsten Mittagshitze, Sekunden zu Stunden verwandeln kann.
Schluss mit den Urlaubsvorfreuden und Postkarten aus der
Ferne sage ich laut und stolz!
Urlaub für Jedermann und für Immer!!
„Wenn man beginnt, seinem Paßfoto ähnlich zu sehen, sollte man in den Urlaub fahren."
Ephraim Kishon

Donnerstag, September 13, 2007

Final Countdown

Ja ja meine Lieben, die Uhr tickt. Nur noch fünf Dienste in der kleinen Klinik und dann drücke ich wieder für ein Jahr die Schulbank. Taferlklasse für Fortgeschrittene, so zu sagen.

Und wie ich mich freue: auf die Schultüte die ich bestimmt bekommen werde, auf die vielen freien Wochenenden, die ich dann genießen kann, auf die neuen Leute und die neue Arbeit. Und last but not least natürlich auch darauf, dem Fettkuhregiment, dem ich hier unterstehe zu entkommen.

Das einzige, strähnige Haar in der Suppe, ist der Verlust der geliebten Rasselbande hier, aber don't worry, be happy. Ich komme euch bestimmt besuchen. Und spätestens zur Weihnachtsfeier, stehe ich wieder vor der Türe und leg mit euch einen heißen Sirtaki aufs Parkett.

5...4...3...2...1...

Und Tschüss!

Mittwoch, September 12, 2007

Hot Step


Also immer her mit den roten Schuhen, denn dem weit verbreiteten Irrtum, dass es zu Hause am schönsten ist, kann ich nur lautstark widersprechen. Nein, Nein, ruf' ich da erbost aus. Wisst ihr es denn immer noch nicht, habt ihr immer noch nichts dazu gelernt..?

Auf der Tanzfläche ist es natürlich am schönsten, und zwar auf der Salsa-Tanzfläche! Zu Hitmelodien aus Hitfilmen, wie Dirty Dancing, so lange zu tanzen, bis du glaubst, deine Oberschenkel haben sich atomarisiert, dass ist eines der ganz großen Gefühle im Leben. Kommt glaub ich in der objektiven Rangliste gleich nach gebären. Oder sich einen Hund anzuschaffen!

Und weil es wirklich so toll ist, wenn die Glitzerkugel romantische Lichtkleckser an den Wänden Fangen spielen lässt, kann nichts diese Freude trüben. Auch kein herrischer Tanzpartner, der permanent nur meckert und schimpft, wie man es ja auch von ihm erwartet, und mit dem man, von Rechts wegen, eigentlich gar nichts mehr zu tun haben dürfte.
Aber wie heißt es ja bekanntlich: reden verbindet, wo gesungen wird da lass' dich nieder und vor allem, zwei die tanzen, streiten nicht!

Mittwoch, August 29, 2007

Lang, lang ist's her...

Ich weiß, ich weiß...eine untreue Seele, eine gewissenlose Faulenzerin, eine Langzeitabstinente...das Alles und noch viel mehr habt ihr mich in den letzten zwei Monaten geheißen. Aber jetzt bin ich ja wieder da und kann wieder viele neue Geschichten erzählen.

Von flüchtenden Meistermechanikern (vielleicht aufgrund der kitschrosa Bettwäsche)

Vom ekelhaften Chefinnenmonster (bei welcher die Schwedenbombendiät voll angeschlagen hat)

Von ruchlosen, identitäsverschleiernden Italienern (Stichwort Schweden)

Vom Landleben meines kleinen Muttertiers (Dupi Dupi Dupidu)

Also Trommelwirbel und Applaus! I'm back on the road...

Donnerstag, Juli 05, 2007

Sommerloch

Wer sich nicht vorstellen kann, dass ich wirklich (wirklich, wirklich, ich schwöre es), ständig nur am arbeiten bin, der kann sich gerne bei meiner Chefin erkundigen. Aber irgendwoher muss sie ja auch kommen, die Zeit, die ich jetzt einspare, um sie ab Sonntag in Italien wieder zu verplempern. Die Urlaubstage sind nämlich schon aufgebraucht.

Und jetzt werdet bloß nicht neidisch, nur weil ich schon zum dritten mal, in den letzten zwei Monaten, außer Landes fahre. Denn Reisen bildet ja bekanntlich. Und will nicht letzten Endes jeder Mensch von sich behaupten können, in einem überdurchschnittlich gebildeten Freundeskreis, zu verkehren. Oder hausieren?

Also versprochen, so bald ich wieder hier bin, küss ich Mutter Erde direkt auf den Mund, stell ein hübsches Urlaubsfoto ins Netz, und bin als dann nur mehr für euch Lieben da!!

Bis dahin...salute...

Sonntag, Juni 17, 2007

Wie die Schwalbe fliegt

Wer sich nicht vorstellen kann, was ich heute in meinem Gärtchen erlebt habe, der möge bitte weiterlesen.

Die Schatten sind schon lang und die Sträucher am Wiesenrand werden zunehmend dunkler. Bald werden sie sich verfärben. Lila, Violett, immer finsterere Mäntel werden sie umlegen, bis sie sich schließlich auch als Schatten in die nächtliche Landschaft einfügen. Noch aber ist es nicht soweit, noch sind die Blumenkelche nicht ganz geschlossen, die Wolken am Himmel von einem zarten Rosa und noch kreisen die Schwalben jubilierend am Himmel.

Wie kleine, dunkle Schmetterlinge sehen sie von der Erde aus, fliegen in undurchschaubaren Zirkeln und zeichnen unsichtbare Muster in das blasse Blau. Einmal hin und einmal her, als hätten sie diese Vorführung wochenlang geübt. Nein, als wären sie zu keinem anderen Zweck auf der Welt, als in der drohenden Dämmerung ihren friedlichen Tanz zum Besten zu geben. Sie fliegen mit dem Aufwind, höher und immer höher, nie geradewegs, immer in Schnörkeln, mal rechts, mal links. Am höchsten Punkt stehen sie, selten, kurz still, nur für den Bruchteil einer Sekunde, so als ob sie die gute Aussicht auskosten wollten.

Das Grillengezirp wird immer lauter, der Himmel nimmt schon sein sanftes Grau an und die Wolken, die eben noch als rosafarbene Zuckerwatte umher strichen, sind längst verflogen. Nur ab und antrübt eine aschige Anhäufung den Abendhimmel, als hätte ein, längst vergessen geglaubter, Riese ihn missbraucht, um die Überbleibsel seiner allabendlichen Zigarette auf ihm abzuladen. Der Kirchturm gibt Signal, die Glocken läuten Neun und als wäre dies das vereinbarte Zeichen, ziehen sich die Schwalben zurück in ihr sicheres Nest. Solide gebaut und gut gerüstet gegen die Gefahren der Nacht.

Schwarz zeichnen sich jetzt die Blätter des Kirschbaumes gegen den Himmel ab. Grashüpfer und Grillen zirpen, schmettern ihr Lied hinaus, auf dass es die ganze Welt hören möge. Ein Nachtfalter sitzt einsam auf einer schlafenden Blume und erfreut sich an dem Spiel.

Samstag, Juni 16, 2007

1001 Nacht

Wer sich nicht vorstellen kann, um welche Haaresbreite ihr mich an einen ruchlosen Basarhändler verloren hättet, der hat wohl noch nie von Alibaba und ähnlichen Zeitgenossen gehört.

Will es der Zufall, dass man sich mit Kind und Kegel gen Süden begibt und dort auf Djerba einen landesüblichen Basar aufsucht, zwecks Anhäufung von Schmuck und Tand (und dem einen oder anderen Fetzerl). Wäre es nicht ein Ausflug von Fr. Marlen, würde es ganz und gar mit rechten Dingen zugehen. Doch natürlich muss sich auch hier, wie gehabt, ein kleiner Fehlerteufel einschleichen.

Will es der Zufall, dass man hübsche und äußerst dekorative Keramikschüsseln entdeckt, welche man zu exportieren gedenkt und nun in ein Verhandlungsgespräch mit dem ortsansässigen Verkäufer tritt. Nicht wenig Zeit verstreicht, doch gut Ding will Weile haben und endlich ist man sich einig.

Der Keramiktändler betört von meiner lieblichen Stimme macht mir einen guten Preis, ich schlage zu und ahne noch nicht, dass für mein geringes Geld ich selbst als Draufgabe herhalten muss. 20 Kamele, ein spitzen Preis wie man mir sagt.

Alle Afrika-Fans sind nun aufgefordert mir dieses Angebot zu übersetzten. Schließlich kann es
nie schaden, den eigenen Marktwert zu kennen.