
Das ich mich jetzt mit den Farben, Tönen und Gerüchen meiner Umwelt etwas überfordert fühle, liegt wahrscheinlich auch nur daran, dass ich mich fühle wie ein Maulwurfbaby, das den Kopf zum ersten Mal in seinem Leben aus der Erde herausgestreckt hat. Alles ist so neu, alles ist so anders. Nicht schlecht, nach dem ersten Kulturschock den man unweigerlich erleben muss, aber anders eben!
Wie die Sonne scheint, wie der Wind raschelt, wie die Bienen im Fliederbusch summen. Das Alles stellt sich mir so drastisch dar, als hätte ich es nie zuvor gesehen. Als ob ich den ersten Tag auf dieser Welt wäre. Bin ich ja auch irgendwie, den ersten Tag meines restlichen Lebens. Meines neuen Lebens. Den ersten von vielen, die hoffentlich noch folgen werden.
Und so strauchle ich staunend zwischen all diesen neuen Dingen und Gefühlen herum, und frage mich, wo ich eigentlich die letzten vier Jahre war. Auf einem anderen Kontinent? Auf einem anderen Planeten? Ein ganz anderer Mensch?
Fange an zu entdecken!
Zu entdecken, was ich alles kann, was ich alles will und was ich alles erreichen kann. Lerne wieder von neuem gehen und laufen und sehe wie weit mich meine Beine tragen können, wenn ich es nur will. Beginne wieder zu sehen wie schön das Leben sein kann, wenn man seinen Kopf hoch trägt und nicht hängen lässt.
Es wird nicht leicht sein, alles wieder aufs Neue kennen zu lernen, aber es wird ein Abenteuer. Auf das ich schon gespannt sein darf!