Kennt ihr solche Tage eigentlich auch, wo man nicht nur mit dem linken Fuß aufsteht, sondern anschließend sofort umknöchelt, sich den Kopf an der harten Nachttischkante anschlägt und am liebsten liegen bleiben würde???
In der Straßenbahn setzt sich natürlich eine alte Frau neben dich, die riecht als hätte sie sich in einem halben Kilo Babypuder mit Maiglöckchengeruch gewälzt, was ihren dezenten Moderduft aber nicht überdecken kann, so das sich ein unnachahmliches Potpourri der Sinnbeleidigung entfaltet.
Du kommst zu spät in die Arbeit, weil die Zeit rast, was sich aber schlagartig ändert sobald du deine unvorteilhafte Dienstkleidung angelegt hast, weil nun scheinbar ein kleiner Kastenteufel am Stundenzeiger hockt und picknickt.
Konsequente Blödheit ist heute das Tagesmotto aller Kollegen, noch dazu sind die Patienten unfreundlich und zicken herum, wie Barbies kleine Schwester Skipper. Du möchtest den Kopf nur mehr gegen eine frisch gestrichene Wand donnern, um den Vorteil zu genießen, gleichzeitig den geistigen Schmerz abtöten und vom Äther high werden zu können.
Beim Heimfahren entwischt dir die Zweischienenbahn um nasenbreite, die Zigaretten sind auch schon wieder teurer geworden und endlich zu Hause angekommen, merkst du, dass das Bier Alle ist.
Manchmal würde ich gerne jemanden verprügeln....hmpf!
Donnerstag, Dezember 27, 2007
Freitag, Dezember 21, 2007
Morbus Weihnachtsepilepsie
Weil ich mich bekanntlich ja verpflichtet fühle meine herzallerliebste Angie, meine Person, mindestens einmal im Jahr namentlich zu erwähnen, lest nun folgende Geschichte...

Dieses Jahr wollte bei mir die Silberglocken-, Geschenkpapierraschelstimmung nicht so richtig Einzug halten. Wenn Anfang November die Schokonikoläuse aus den Regalen lachen, dann weißt du, es ist nicht mehr lange hin. Die dreißig Tage bis Anfang Dezember vergehen wie im Flug und schon beginnen die Straßen voller zu werden und in der Straßenbahn bekommst du keinen Sitzplatz mehr. Spätestens wenn dann der erste Passant an der rutschigen Schaufensterscheibe, die leider nicht ausreichend Halt bietet, hinuntergleitet und im gräulichen Schneematsch danieder sinkt, weil er aufgrund der obligatorisch hysterisch blinkenden Dekolichter einem epileptischen Anfall erlegen ist, weißt du...Weihnachten ist nah.
Ich bin dieses Jahr ausgestiegen aus dem Konsumrausch. Nur drei Personen beschenke ich mit gekauften Artikeln, ein selbst gebasteltes Geschenk ist auch dabei. Ich weiß zwar nicht ob die Nummer mit dem unförmigen Tondings, das man dann einfach Aschenbecher nennt, mit Mitte Zwanzig immer noch zieht, werde es aber bald heraus finden. Ich habe auch keinen Baum, ebenso keine Dekoration in der Wohnung, was strohtrockene Adventkränze und Metallpapiersterne miteinschließt.
Heute habe ich meine Antiweihnachtsstimmung meiner süßen Person dramatisch mitgeteilt und habe einen Satz gehört, der mich dann spontan doch noch die christmas vibes fühlen ließ.
"Hauptsache ist doch, man verbringt Weihnachten mit seiner Mutti!!"
In diesem Sinne, danke für diese kleine Gedankenstütze und viel Spaß bei dir im Gau Angie! Schalla La La La - La La La La!

Dienstag, Dezember 11, 2007
Freundeskreis
Ich persönlich kann es ja nicht verstehen. Wie kann man denn so etwas wie (einen) Freundeskreis als verpönt betrachten, ihn liederlich und unwichtig schimpfen und noch dazu als entbehrungswürdig einstufen kann. Sowohl der Band, als auch den Menschen aus Fleisch und Blut, die in meiner Umlaufbahn gefangen, diesen Namen verdienen, seh ich mich gezwungen die Stange zu halten. Weil es mir einfach ein persönliches Anliegen ist.
Bin ich auch vieles nicht (einfach, leicht gestrickt, umgänglich, etc...) verlässlich bin ich auf alle Fälle. Setzt man Vertrauen in mich, setzt man es bestimmt nicht in den Sand. Den untergehen, wegschwimmen und einfach vergessen gibt es nicht in meiner (linearen) Welt. Ihr merkt schon ich hab es heute mit den Klammern. Es ist so zu sagen ein Thema, dass ich nicht offen bereden möchte, dass aber durchaus spruchreif geworden ist. Mein Freundeskreis hat sich nämlich erweitert, quasi Zuwachs bekommen. Oder Nachwuchs...
Denn, so scheint es, ist der Herbst einfach die ideale Zeit, um Glückssterne einzufangen. Und schon wiedermal bin ich auf einer Fischstäbchendiät und genieße Glücksstern deluxé.
Bin ich auch vieles nicht (einfach, leicht gestrickt, umgänglich, etc...) verlässlich bin ich auf alle Fälle. Setzt man Vertrauen in mich, setzt man es bestimmt nicht in den Sand. Den untergehen, wegschwimmen und einfach vergessen gibt es nicht in meiner (linearen) Welt. Ihr merkt schon ich hab es heute mit den Klammern. Es ist so zu sagen ein Thema, dass ich nicht offen bereden möchte, dass aber durchaus spruchreif geworden ist. Mein Freundeskreis hat sich nämlich erweitert, quasi Zuwachs bekommen. Oder Nachwuchs...
Denn, so scheint es, ist der Herbst einfach die ideale Zeit, um Glückssterne einzufangen. Und schon wiedermal bin ich auf einer Fischstäbchendiät und genieße Glücksstern deluxé.
Montag, Dezember 10, 2007
Frittierölpunsch

In jeder Frauenzeitschrift kann man dieser Tage 100 gute Ratschläge für schnöden Mammon erwerben, was euch aber keiner verraten wird, sag' ich euch jetzt. Wenn ihr wirklich ein schönes Weihnachtsfest verbringen wollt, dann vermeidet es, wie ich Samstags, einen rastlos überfüllten Christkindelmarkt aufzusuchen, um euch dem Punschgenuss zu widmen.
In der Zeit der vorweihnachtlichen Gemütlichkeit kann es leider leicht vorkommen, dass euch an solchen Topp Spot's eure vorweihnachtliche Menschlichkeit abhanden kommt. Sei es durch die unbescheiden, riesige Menschenmasse, die stößt und rempelt und so gar nicht christlich agiert. Sei es durch die lange Schlange am Punschstand, die komischerweise für dich nicht kürzer wird, weil sich laufend neue Menschen vorschummeln. Oder sei es gar durch den Punsch himself, welcher unter dem Deckmantel des Geschmackverstärkens, als alles mögliche verkauft wird, nur nicht als das was er wirklich darstellt. Frittieröl, Abwaschwasser und geronnenes Joghurt, zusammengemixt und für sieben Tage auf die Fensterbank gestellt, könnte nicht besser schmecken. Allerdings auch nicht schlechter. Aber wie heißt es ja so schön, nirgends kann man sich so übel und überteuert, wie auf einem Weihnachtsmarkt betrinken.
Da hilft auch nicht der nette Gospelchor, der den weiten Weg vom Laaerberg hinunter gewagt hat, und ebensowenig die liebenswerte Gesellschaft. Kann man sich auch noch so sehr, über anderer Leute Skurilität amüsieren, bei Lebensmitteln hört sich der Spaß wirklich auf. Also Finger weg vom weißen Schokoladepunsch, vom Marzipanpunsch, vom Franzl- und vom Sissipunsch, vielleicht lasst ihr eure Zungen besser einfach aus allen steirischen Punschhäferln raus. Glaubt mir, dass verdirbt Magen und Stimmung.
Abonnieren
Posts (Atom)