Freitag, April 20, 2007

Letztens beim Fortgehen

Wer sich nicht vorstellen kann, wie sehr ich im letzten Jahr gereift bin,dem präsentiere ich hier eine Zwischenbilanz. Lustige Leute feiern den lustigen Geburtstag von Fr.Mag.S., die inzwischen auch wieder ein Jahr mehr auf dem krummen, aber gut gepflegten Buckel hat, mit einem exzessiven Trink-In.

Noch vor 365 Tagen kamen wir uns vor wie Blinde unter Einäugigen, man erinnere sich an das Fiasko im U4. Sitzplätze wurden uns Angeboten, auch chemische Helferlein. Allerdings nicht Designerdrogen sondern Botox und andere Nervengifte. Statt Freundeskreis die Hardcorerapper und statt Hardrock Pop-Flop!

Nach nur einem Jahr Erholungspause(etwas mehr Regenerationszeit wäre angebracht gewesen), haben wir erneut einen Versuch gestartet und uns zum wöchentlichen Studententreff gewagt. Die Umstände waren günstig, wie gesagt war der Blutalkoholspiegel schon leicht erhöht, etwaige Vorurteile gemindert und dass Sichtfeld eingeschränkt und positiv getrübt. Doch so mancher Anblick ließ uns dennoch schon nach kurzer Zeit erzittern. Falls diese "Menschen", die dort ihr Unwesen trieben wirklich und rechtmäßig ordentliche Studenten gewesen sein sollten, dann kann ich nur zu folgendem Schluss kommen. Die WU macht neuerdings Exkursionen ins Nachtleben, um zu lernen, wie man harmlose Kleinverdiener wie uns mit Alkohol und schlechter Musik gefügig machen kann.

Ich und der Gesundheitsminister warnen...versuchen sie nicht öfter als einmal im Jahr ihr wirkliches Ich zu verhöhnen und sich einzureden sie sind nach wie vor 18 und Hipp-Teen.

P.S.: Lassen sie weiters ebenso die Finger von der BlueJean die sie damals trugen. Ihre Körperwahrnehmung könnte sich sonst radikal negativ verändern!!

Dienstag, April 17, 2007

Letztens im Kino

Wer sich nicht vorstellen kann, wie ein typischer Kinoabend bei mir und der berühmten Angie so aussieht, kann sich natürlich jederzeit gerne dazu gesellen. Er sei aber vorab gewarnt, es sind nicht immer die leichtesten Unternehmungen, welchen wir uns hier stellen. Abenteuer von Anfang bis Ende, und immer die Gefahr im Nacken...

Es beginnt schon alleine bei der Filmauswahl, da wir meistens Beide nicht wissen, was gerade läuft und die elektronische Anzeige in unserem Lieblingskino schon seit über sechs Monaten außer Betrieb ist. Also los vor zur Kasse und die nette Schalterbeamtin von Nebenan nerven.
"Was denken sie denn, jetzt mal so als Fachkraft, welcher Film ist besser? X oder Y?" Die blonde Kinofachkraftfrau versprüht gestresste Blicke und entscheidet sich schweren Herzens für einen der genannten Filme. Wenn die gute Angie dann auch noch zu erfahren verlangt ob der Film denn lustig sei, die Blondine dies zögernd verneint, wohl aus Angst, das Beratungsgespräch in die Länge zu ziehen, und Angie gerade ob dieser Antwort verzückt mit dem Kopf nickt, sehnt sich Blondie nach dem AMS zurück.

Die Auswahl des Kinosnacks ist das nächste Hindernis. Nachos oder Popcorn. Popcorn oder Nachos. Und wenn Nachos, dann mit einer oder zwei Soßen? Keine Angst, den Snackverkäuferfacharbeiter verwickeln wir nicht in bedrängende Verkaufgespräche, aber auch nur aus Angst, vor der Menschenmenge hinter uns mit Fackeln aus dem Kino gejagt oder anderweitig gelyncht zu werden.

Schließlich endet auch wieder Alles mit der Filmauswahl auf. Und wie schon gesagt, lustig sind sie meistens nicht. Eher bestürzend, verwirrend, grauslich im sozial-ethischen Sinne, etc...So verlassen wir den Kinosaal häufig als die letzten Beiden Personen, obwohl sich selten mehr als fünf Menschen mit uns in einem Saal befinden.

Wer jetzt immer noch Lust hat uns zu begleiten, scheut euch nicht euch zu melden, es wird bestimmt wieder für ALLE Beteiligten ein unvergesslicher Abend.

Dienstag, April 10, 2007

Körperkult(ur)



Wer sich nicht vorstellen kann, dass dies meiner eigenen, bescheidenen Siluette mehr als genau entspricht, der hat mich wirklich schon lange nicht mehr gesehen. Nach nunmehr einmonatigem, strengen Fitnessworkout, mit Kollegin Nici, haben Muskelgruppen von meinem Körper Besitz ergriffen, von denen ich noch nicht einmal geahnt hatte, dass ich sie beherberge. Doch nachdem ihr Dornröschenschlaf nun beendet wurde, schreiten sie raumfordernd voran. Dem Sommerurlaub in Brasilien steht also nichts mehr im Wege.
Natürlich stößt solch außergewöhnlich gutes Aussehen nicht nur auf Respekt und Bewunderung, nein, auch mit Neidern muss ich mich in letzter Zeit häufig herumschlagen. Doch auch Neid muss man sich erst verdienen! Aber wenn Hr. Pinokkeles missmutig in der Wohnung herum wandert, weil nun nicht mehr sein süßes Hinterteil im Mittelpunkt aller Interesse steht, kann dies schon etwas nerven. Als er dann auch noch angefangen hat, mir heimlich Butter in den Kaffee zu rühren, musste ich zu harten Maßnahmen greifen, und ihn bei den ATF einschreiben lassen. Um was es sich hierbei handelt.
ANONYME TORTILLIACHIPSFRESSER!!
Von nichts kommt eben nichts....

Freitag, April 06, 2007

Wenn der weiße Flieder wieder...

Wer sich nicht vorstellen kann, wie schön es in meinem Gärtchen derzeit ist, der kann mir nur Leid tun. Überall grünt und blüht es. Der Zierkirschenstrauch japanischer Abstammung, entfaltet ein schneegestöbergleiches Wirrwarr auf der zarten Frühlingswiese, wie es sonst nur in kitschigen Kristallkugeln vorkommt. Einfach nur herrlich.

Ein dreifaches Hoch auf den Frühling! Hip Hip Hurra!

Allerdings entsteht so eine Pracht aus Tulpen, Narzissen und Veilchen nicht über Nacht. Jemand hat sich da große Mühe gegeben, für alle die es nicht ahnen, dieser jemand ist, wer soll es auch sonst sein, ich, die ganzen, kleinen Zwiebeln in die Erde zu bringen. Und dafür war schon mal der ein oder andere Besuch beim Blumenmarkt nötig. Wer glaubt dort geht es zu, wie Sonntags in der Kirche, irrt gewaltig. Es gleicht eher Feiertags am Kirtag. Und zwar nicht Achterbahn oder Karussell, sondern der Monstrositätenshow im Gruselkabinett. Von der bärtigen Frau bis zum bauchfreien Burgenländer ist dort Alles vertreten! Sie rammen dich mit dem zweistöckigen Einkaufswaagen beiseite, als wären sie Jochen Rindts verloren geglaubten Söhne, nur um auch ja die besten Pelargonien zu ergattern. Sie pflücken heimlich die Erdbeeren von der Verkaufsware, denn das ist der Vorgeschmack auf die nachfolgende Leberkäs'semmel. Und zu guter Letzt mogeln sie sich an der Kasse auch noch vor. Zu Hobbiegärtnern fällt mir nur ein - Wehe wenn sie losgelassen.

Doch die neidischen Blicke der Passanten auf mein wohlgehegtes Gärtchen, sind mir die Strapazen mehr als wert.